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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 24. April 2014 

Marktwirtschaft


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Marktwirtschaft ist eine Organisationsform der arbeitsteiligen Wirtschaft der sich Interessierte ("Marktteilnehmer") aus eigenem Interesse Märkten zusammen finden um dort ihre jeweiligen auszutauschen. Die Preisfindung soll dabei mehr oder frei sein.

Die Idee ist:

  • Es gibt viele verschiedene Güter die wiederum von vielen verschiedenen Produzenten hergestellt werden.
  • Es werden immer die "besten" (bezüglich Qualität etc.) Güter von den Nachfragern erworben.
  • Daraus ergibt sich eine Bevorteilung der von Gütern hoher Güte eine Benachteiligung der von Gütern minderer Güte.
  • Daraus ergibt sich Wettbewerb unter den jeweils das beste anzubieten und eigene Produkte zu entwickeln.
  • Daraus ergibt sich Wohlstand für alle Leistung erbringen.

Im Allgemeinen ist diese Idee in realen Fällen von denen gesagt wird es dort Marktwirtschaft vorliegen nur sehr unzureichend umgesetzt.

Beispielsweise darf es keine Monopole geben besonders nicht auf nicht vermehrbare wie Boden . Auch muss es adäquate Tauschmittel geben damit die Güter untereinander effizient werden können.

Selbst wenn diese Eigenschaften erfüllt sind die Marktwirtschaft nur ein Optimum für Leistungserbringer. nicht genügend Leistung erbringen kann

  • weil er etwa alt krank zu oder behindert ist oder
  • weil er keine Bildung hat
den lässt die "pure" Marktwirtschaft ohne

Marktwirtschaft ist nicht zu verwechseln mit Kapitalismus . Marktwirtschaft kann ohne Kapitalismus existieren.

Inhaltsverzeichnis

Formen der Marktwirtschaft

Freie Marktwirtschaft

Die freie Marktwirtschaft existiert in ihrer Form nur in der Theorie. In der ist sie immer mit anderen Wirtschaftsformen mehr weniger verwoben.

Soziale Marktwirtschaft

Die Soziale Marktwirtschaft (auch "Rheinischer Kapitalismus") ein in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts von Konrad Adenauer als Alternative zum damals von der der Mitglieder der CDU insbesondere aber zu dem von der SPD geforderten Sozialismus propagierter Begriff für die Wirtschaftsordnung der Deutschland. Sie geht im wesentlichen auf die von Kathedersozialismus (s. Verein für Socialpolitik und Historische zurück. Wesentliche Namen sind Adolph Wagner Gustav Schmoller und besonders Lujo Brentano sowie außerhalb dieser direkten Tradition Wilhelm Röpke .

Geistige Väter der Idee nach dem Weltkrieg waren Alfred Müller-Armack und der erste Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard . Während Armack eher der "Denker" war Erhard innerhalb und außerhalb seiner eigenen Partei CDU jahrelang für die Umsetzung der Idee nicht staatlich gelenkten Allokation von Waren und Dienstleistungen kämpfen - anfangs längst nicht alle Preise auf einmal worden sind. Erhard hat die Idee der insbesondere in seinem Werk ' Wohlstand für alle ' propagiert.

Das Adjektiv "sozial" wurde und wird interpretiert: Erhard ging - ganz im Sinne Adam Smith und den Nationalökonomen des 19. Jahrhunderts davon aus dass Marktwirtschaft immer sozial wäre da eigennütziges Handeln des zur Steigerung des Gemeinwohls führe; 'soziale Marktwirtschaft' demnach ein Pleonasmus .

Adenauer hat aus politischen Gründen den 'freie Marktwirtschaft' zugunsten des Begriffs 'soziale Marktwirtschaft' gelassen und die Instrumente der Umverteilung ( Steuerprogression Sozialversicherungssystem Sozialhilfe sozialer Wohnungsbau) als Argumente für das in der bundesdeutschen Wirtschaftsform benutzt. Damit sollte damals weit verbreitete Forderung nach Einführung einer angeblich sozialeren - Wirtschaftsform wie der Zentralverwaltungswirtschaft (ugs. irreführend auch Planwirtschaft analog zur DDR ) entkräftet werden.

Kritik am Begriff der 'sozialen' Marktwirtschaft von nicht-sozialistischer Seite insbesondere Friedrich A. Hayek der insbesondere im Begriff 'sozialer Rechtsstaat' Widerspruch in sich sah.

Während die Wirtschaftsform der sozialen Marktwirtschaft Deutschland inzwischen weitgehend unumstritten ist bestehen gravierende in der Auslegung von Begriff und Zielsetzung so benannten Wirtschaftsform. Insbesondere der alte Streit Monetaristen und Keynesianern bricht in Wellen von einigen Jahren wieder auf und findet seinen Niederschlag auch der Berufung oder Nichtberufung von Wirtschaftswissenschaftlern zu sog. Wirtschaftsweisen . Ein modernes Beispiel für solchen Streit die keynesianisch begründeten Publikationen und öffentlichen Auftritte ehemaligen Bundesfinanzministers Oskar Lafontaine .

Die wesentlichen Problemfelder der Wirtschaft der Deutschland ( Arbeitslosigkeit Rentensysteme Gesundheitswesen ) sind jedoch allesamt nicht bzw. kaum sondern überwiegend zentralverwaltungswirtschaftlich organisiert. Insofern stellt sich Frage ob die oft beklagte 'Krise der nicht eine Krise wegen Nicht-Umsetzung marktwirtschaftlicher Allokationsmechanismen in wichtigen Bereichen der Volkswirtschaft darstellt. Eine freie Marktwirtschaft wäre nicht dem Grundgesetz vereinbar wegen der Sozialstaatsgarantie.

Geschichte

Einer der ersten Wirtschaftstheoretiker Adam Smith prägte das Bild von der "unsichtbaren des Marktes" die aus den egoistischen Handlungen Einzelnen automatisch das Beste für den allgemeinen Wohlstand würde wobei er den "Markt" als des Kapitalismus verwendete.

Zur Abgrenzung einer sozialverantwortlichen Form des von seiner reinen Ausprägung wurde 1947 der der sozialen Marktwirtschaft geschaffen. Die Ökonomie der Bundesrepublik wird soziale Marktwirtschaft bezeichnet.

Siehe auch


Literatur

  1. Erhard Ludwig: Wohlstand für alle.
  2. Müller-Armack Alfred: Wirtschaftslenkung und Marktwirtschaft.
  3. Hayek Friedrich A.: Freiburger Studien.
  4. Pospisek Merlin: Der neue Markt

Weiterführende Weblinks



Bücher zum Thema Marktwirtschaft

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