Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Marthe Gosteli (* 1917 in Worblaufen bei Bern) ist eine Publizistin und Frauenrechtlerin .
Marthe Gosteli wurde auf dem Bauernhof Eltern in Worblaufen bei Bern geboren. Während 2. Weltkrieges betreute sie die Abteilung Presse und des Armeestabes. Nach dem Krieg leitete sie Filmabteilung des Informationsdienstes an der us-amerikanischen Botschaft Bern.
Ihre Erfahrungen mit den Medien stellte ab Mitte der 1960er Jahre ausschliesslich in Dienst der Frauenbewegung . In den Jahren von 1964 bis 1968 war sie Präsidentin des bernischen Frauenstimmrechtsvereins. diesem Amt leitete sie erfolgreich die Abstimmungskampagne das bernische Frauenstimmrecht auf Gemeindeebene. Anschliessend war Vizepräsidentin des Bund Schweizerischer Frauenvereine BSF. 1871 trug sie mit ihrem Verhandlungsgeschick in eidgenössischen Kommissionen wesentlich zur Annahme des Frauenstimmrechts auf eidgenössischer Ebene bei.
In den Jahren nach 1971 stellte den schweizerischen Frauenverbänden immer mehr die Frage mit dem Material und den Akten aus 120 Jahren politischer Arbeit geschehen sollte. Marthe gründete das "Archiv zur Geschichte der schweizerischen und im Jahr 1982 die Gosteli Stiftung.
Das Gosteli-Archiv und die Stiftung betreuen Archivmaterial der meisten Frauenverbände sowie die Nachlässe Frauen der Zeitgeschichte. Das Archiv ist eine Institution in der Schweiz und könnte als Gedächtnis der Schweizer Frauenbewegung" bezeichnet werden.
Die Universität Bern verlieh Marthe Gosteli 1995 den Ehrendoktor für ihre Verdienste.
Im Jahr 2000 veröffentlichte sie ihr Buch "Vergessene Geschichte – Histoire oubliée" über die Schweizer Frauenbewegung von 1914-1963.
Gosteli Marthe: Vergessene Geschichte – Histoire oubliée. Illustrierte Chronik Frauenbewegung 1914–1963. Chronique illustrée du mouvement féministe Stämpfli Verlag Bern 2000. ISBN 3-7272-9256-3
Gosteli Stiftung unter der Leitung von Verena E.: Bewegte Vergangenheit. 20 Jahre Archiv zur Geschichte schweizerischen Frauenbewegung. Stämpfli Verlag Bern 2002. ISBN 3-7272-1270-5