Barre gilt in Fachkreisen als als der besten Rockgitarristen der Welt. Gleichzeitig ist einer der in der Öffentlichkeit am meisten und unterschätzten Musiker seines Fachs. Der Grund ist dass sich der bescheidene Ausnahmekönner permanent den Schatten des charismatischen Jethro-Tull-Chefs und Flötenvirtuosen Ian Anderson stellt. Obwohl dieser selbst oft darauf dass Jethro Tull ohne Barre vielleicht gar mehr existieren würde wird das von den und Medien meistens schlicht ignoriert.
Nach dem Ausscheiden von Tull-Mitbegründer Mick ließ Anderson auf der Suche nach einem verschiedene Musiker vorspielen und entschied sich letztlich Martin Barre der sich damit beispielsweise vor Tony Iommy (später bei Black Sabbath ) durchsetzte.
Außer Gitarre beherrscht Barre noch andere darunter auch die Querflöte was ihn letztlich auf Jethro Tull aufmerksam machte. Er ließ nie von Vorbildern an seinem Instrument leiten entwickelte seinen eigenen Stil. Der besteht unter in seinem Talent Gehörtes handwerklich perfekt nachzuspielen dabei eigene Akzente zu setzen. Zu einer Markenzeichen wurden spätestens seit Aqualung die messerscharfen und ausgedehnte Zwischensoli. Sehr ausgeprägt ist das Titelsong des Tull-Albums Minstrel In The Gallery zu hören.
Martin Barre hat sein Musikerleben vollkommen den Dienst von Jethro Tull gestellt und zur tragenden Säule der Band geworden. Gelegentlich er aber auch Zeit an eigenen Projekten arbeiten. Das Ergebnis sind inzwischen drei Soloalben denen er - frei von den Zwängen Band - seinen Ideen freien Lauf lassen seine Stärken voll ausspielen kann.
Wie Anderson und fast alle anderen zahlreichen ehemaligen und aktuellen Jethro-Tull-Mitglieder gab Barre Anlass für die im Rock-und Popbusiness obligatorischen der Boulevardpresse. Statt durch Sex- Drogen- und oder Schlägereien macht er ausschließlich durch musikalisches auf sich aufmerksam .
Barre ist seit Jahren verheiratet und inzwischen ein eigenes Tonstudio. Neben Tennisspielen betätigt sich als Hobby-Langstreckenläufer fährt gerne Ski und Windsurfen.