König Johann II. von Portugal wählte ihn um 1483 mit in die Kommission zur Anfertigung Astrolabiums . Ein Grund für seine Aufnahme in oberste nautische Behörde Portugals war dass er bei Hofe als Schüler des berühmten Mathematikers und Astronomen Regiomontanus ausgegeben haben soll. Ob er es war ist unbewiesen. In diesem Zusammenhang wurde auch behauptet er habe die Epheremiden (Sterntafeln) und den Jakobsstab des Regiomontanus nach Portugal gebracht und den Seefahrern die Entdeckungsfahrten über die offene ermöglicht.
1484 ward er als Kosmograph dem Admiral Diogo Cão beigegeben welcher mit einer Flotte eine der Westküste Afrikas entlang machte. Nach 19 zurückgekehrt wurde er am 18. Februar 1485 von König Johann II. zum Ritter geschlagen und ging 1486 nach der azorischen Insel Fayal wo eine flämische Kolonie bestand deren Jobst von Hurter Behaims Schwiegervater wurde. Hier Behaim bis 1490 dann verweilte er mit Ehren und überhäuft von 1491 bis 1493 in Nürnberg. Dort schuf er gemeinsam dem Maler Georg Albrecht Glockenthon anhand einer Weltkarte seinen berühmten Globus ( Martin Behaims Erdapfel ) der heute noch zu besichtigen ist schon oft abgebildet und beschrieben wurde so in Doppelmayrs Historischen Nachrichten von nürnbergischen Mathematicis und Künstlern (Nürnb. 1730) aber selbst für die Zeit starke Fehler enthält.
Behaim kehrte 1493 über Flandern und Frankreich nach Portugal zurück hielt sich nochmals 1506 auf Fayal auf und ging dann nach Lissabon wo er 29. Juli 1506 Behaim war mit Christoph Kolumbus und Ferdinand Magellan (Fernão de Magalhães) befreundet; sein Einfluss ihre Entdeckungen kann jedoch nur sehr gering sein und die Behauptung Behaim sei wegen nautischen Verdienste der eigentliche Entdecker der Neuen Welt gehört ohne Zweifel in den Bereich Fabel.
[Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Meyers Lexikon von 1888.]