Die Gründung durch Emil Kessler erfolgte am 11. März 1846 in Stuttgart vorausgegangen war eine Initiative des Königreichs Württemberg zu Schaffung einer vom (damaligen!) Ausland Eisenbahnindustrie. Emil Kessler brachte einschlägige Erfahrung aus Karlsruhe mit wo er seit 1837 Mitinhaber ab 1842 Alleininhaber einer Maschinenfabrik
Das Unternehmen erwarb sich einen sehr Ruf zunächst im In- zunehmend jedoch auch Ausland. Mehrere Übernahmen anderer Firmen (Maschinenfabrik Gebr. & Co Maschinen- & Kesselfabrik G. Kuhn) Gründung der "Costruzioni Meccaniche Saronno" (Italien) sowie der Bau eines neuen Werkes bei Esslingen am Neckar-Mettingen zeugten vom Erfolg.
Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden insgesamt mehrere Tausend Dampf- und weltweit geliefert darunter zahlreiche Sonderausführungen. Einen besonderen erwarb sich die ME durch den Bau Zahnradlokomotiven in vielen Varianten. Mit einer solchen schloss auch der Dampflokomotivbau in Esslingen und zugleich in ganz West-Europa ab: Am 21. 1966 verließ als letzte eine für Indonesien gebaute Zahnrad-Dampflokomotive das Werk.
Zuletzt war die ME eine Tochtergesellschaft Gutehoffnungshütte . 1965 erwarb die Daimler-Benz AG das Unternehmen um die Werksanlagen für Produktion zu nutzen. Die Maschinenfabrik Esslingen AG auch heute ( 2004 ) noch allerdings lediglich als reine Grundstücks- Verpachtungsgesellschaft.
Max Mayer: "Lokomotiven Wagen und Bergbahnen Geschichtliche Entwicklung in der Maschinenfabrik Eßlingen seit Jahre 1846" VDI-Verlag Berlin 1924
Katalog zur Ausstellung Emil Kessler 1813 1867 Ausstellung in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe 4.11. bis 2.12.1967 Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte 1967
Wolfgang Messerschmidt: "Lokomotiven der Maschinenfabrik Esslingen bis 1966" Steiger-Verlag Moers 1984
Wolfgang Messerschmidt: "Von Lok zu Lok" und der Lokomotivbau für die Bahnen der Franckh´sche Verlagshandlung Stuttgart 1969
Werner Willhaus: "Maschinenfabrik Esslingen" Eisenbahn-Kurier Verlag 1999