Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als matrilinear oder matrilineal wird in der Ethnologie Anthropologie und Biologie ein Verwandtschaftssystem bezeichnet das um die Mutterlinie herum ist. Die Kinder aus einer sexuellen Verbindung dabei der Verwandtschaftsgruppe der Mutter (Matri- Lineage ) zugerechnet. Im weiteren Sinne bezieht sich der auf eine mütterliche Erblinie d.h. in matrilinearen werden einige oder alle Ressourcen von der Mutter an ihre Töchter Es kann sich dabei um materielle Ressorcen aber auch spirituelle und/oder kulturelle Ressourcen.
In matrilinearen Verwandtschaftssystemen (auch "uterine Deszendenz" genannt) sind die in jedem Fall mit ihrer Mutter verwandt nicht zwangsläufig mit ihrem biologischen Vater. Die Vaterrolle wird in den meisten Fällen vom mütterlicherseits ("Mutterbruder") ausgeübt der Ehemann und/oder der Vater spielt bei der Erziehung und Entwicklung Kinder keine oder nur eine untergeordnete Rolle hat keine Autorität über die Kinder. Rein Verwandtschaftssysteme kommen heute nur noch selten vor beschränken sich auf Ackerbaukulturen. Die bevölkerungsreichsten heute bekannten matrilinealen Kulturen sind die Hopi-Indianer sowie die Irokesenvölker .
Es existieren heute Kulturen die nur bestimmten Aspekt über die Mutterlinie vererben andere jedoch über die Vaterlinie. So beispielsweise die Kultur wo die Religionszugehörigkeit über die Mutter wird die ansonsten jedoch streng patriarchal organisiert Diese matrilineare Vererbung der jüdischen Religionszugehörigkeit ist Ursprungs und geht auf die Zeit der Israel/Palästinas durch die Griechen zurück. Um ihre trotz Vermischung (durch Vergewaltigung aber ebenfalls durch Ehebruch der Männer) mit den Besatzern zu waren die Juden - Zwecks Eindeutigkeit der - zur Einführung dieses Systems gezwungen. Das und progressive Judentum baut diese einseitige Regelung wieder ab während die orthodoxen Juden daran
Von der Entstehung der Menschheit und sozialer Strukturen bis zur Entstehung patrilinearer Verwandtschaftssysteme die Erbregelung und Verwandtschaftlichkeit matrilinear gehandhabt. Erst die Beteiligung des Mannes bei der Zeugung bekannt war gab es parallel dazu patrilineare Verwandtschaftssysteme.
Der Übergang von matrilinearen zu patrilinearen erforderte eine ganze Reihe von neuen komplexen Organisationsformen um die männliche Verwandtschafts- und Erblinie garantieren. So musste beispielsweise abgesichert werden dass Frau mit nur einem Mann sexuellen Kontakt konnte ( Monogamie Einschränkung des Bewegungsspielraums bis hin zur Isolierung der Frau). Es steht zu vermuten diese Entwicklung nur durch die Unterdrückung der vonstatten gehen konnte.
Vielerorts existierten so genannte Übergangskulturen in die soziale Organisation noch matrilinear war die Organisation jedoch bereits patriarchal. Im alten Ägypten etwa musste ein Mann der Pharao werden wollte die Hohe Priesterin/Königin heiraten die Erblinie bis weit in die jüngsten weiblich war. Daher die häufigen Bruder/Schwester-Heiraten.