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Mauthausen


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Mauthausen a. d. Donau ist eine Gemeinde in Oberösterreich im politischen Bezirk Perg .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Von der Römerzeit bis ins Spätmittelalter

Mauthausen ist altes Siedlungsgebiet. Funde aus Jungsteinzeit hoch auf den Granitfelsen über den zeugen davon. Hier am linken Donauufer gegenüber Ennsmündung kreuzten sich zwei Handelswege: Von Westen Osten verlief die Schiffsroute der Donau bzw. Limesstraße entlang der römischen Reichsgrenze (ab dem Jh. v. Chr.) von Süden her die viel ältere Salz- und Eisenstraße mit einer über die Donau einem kurzen steilen Aufstieg den Höhenrücken und nordwärts weiter nach dem Böhmen und Mähren. Die Errichtung des römischen Lauriacum (heute Lorch Stadtteil von Enns; 212 römischen Provinzstadt erhoben) und die Anlage eines am gegenüberliegenden Tabor (Felshügel) betonen diesen wichtigen

Ende des 10. Jahrhunderts gründeten die eine Mautstätte. Rund um das Mauthaus hat wohl bald eine Siedlung gebildet. 1208 wurde Name „Muthusen“ für die Ansiedlung zum ersten erwähnt. Als Zollstätte und Warenumschlagsplatz erreicht der Wohlstand und erhält eine Reihe von Privilegien: eigene Marktordnung niedere Gerichtsbarkeit Stapelrecht Straßenzwang. 1335 das Urbar von Baumgartenberg den Ort als Markt“. 1446 bestätigt (der spätere Kaiser) Friedrich das Recht „mit Stock und Galgen“ zu und hob damit Mauthausen aus der Reihe einfachen Märkte heraus. Kirchlich gehörte Mauthausen zur Ried in der Riedmark (823 erstmals erwähnt) damit zur Diözese Passau bis 1122 das an das Stift St. Florian fiel. 1420 es zur Filiale mit eigenem Seelsorger für Kirchen St. Nikolaus (am Berg) und St. (an der Donau) erhoben.

Die weitere Entwicklung

Im Jahr 1424 wurden viele Häuser Marktes von den Hussiten zerstört. Von 1544 bis 1599 hielten „Prädikanten“ Gottesdienst in der Heinrichskirche ab 1578 es wieder katholische Messen in der Nikolai-Kirche. evangelische Bürger des Marktes wanderten mit ihren aus um ihrem Glauben treu bleiben zu 1613 wird Mauthausen eine selbständige Pfarre. Sie dem Stift St. Florian inkorporiert.

Der Markt mit seinen Rechten war verschiedene Pfandherren vergeben u. a. an den von Bayern an das Domkapitel zu St. in Wien und an Geschlechter der Umgebung. Herrschaft gelangte 1490 an Lasla von Prag. errichtete auf einer kleinen Felseninsel in der zur Befestigung des Ortes das „Schloss Pragstein“. diesem ein Stück stromaufwärts wurde erstmals 1505 stabile Brücke über die Donau geschlagen. Zwischen Inhabern des Schlosses und den Marktbürgern kam immer wieder zu Streitigkeiten. Von 1552 bis unterstand der Markt dem Marktgericht.

Die Bauernkriege des 16. und 17. sowie der Dreißigjährige Krieg und die Türkeneinfälle nicht spurlos an Mauthausen vorüber. Die Verkehrslage den Durchzug von Soldaten mit sich. Kaiser II. Kaiser Leopold I. Kaiser Karl VI. Kaiser Franz II. besuchten Mauthausen. Am 4. 1762 betrat der wohl berühmteste Gast Mauthausen: sechsjährige Wolfgang Amadeus Mozart auf der Durchreise Kaiserin Maria Theresia. Unter Joseph II. wurde landesfürstlicher Markt. In den Franzosenkriegen wurde der zweimal geplündert.

Die „Fliegende Brücke“ (1821) ein Fährschiff Verankerung am Schloss Pragstein und die Eisenbahnbrücke für die Bahnlinie St. Valentin – Budweis wirtschaftlichen Aufschwung.

Vor allem aber die Steinbrüche mit von europaweit bester Härte lösten allmählich den ab. Viele Steinpflasterungen in Linz Wien und Brückenbauten und Fundamentierungen stammen aus den zahlreichen entlang der Donau. Die Möglichkeit der Verschiffung zum Aufschwung bei. Bis zu 1.200 Steinarbeiter Beschäftigung. Allerdings bedeutete jede Rezession am Bau Arbeitslosigkeit und Verelendung.

Das 20. Jahrhundert

Während des Ersten Weltkrieges befand sich Osten des Gemeindegebietes ein Kriegsgefangenenlager. Russen Serben vor allem Italiener (zeitweise 40.000 Mann) waren dem weiten Gelände entlang der Bahnstrecke inhaftiert. die 9.000 fanden den Tod. Ein internationaler erinnert an sie.

Überall in der Welt ist ?Mauthausen? Synonym für die österreichischen Konzentrationslager des Nationalsozialismus Im Westen des Gemeindegebietes (Wiener Graben) dienten 1938 bis 1945 ausgedehnte Anlagen der Internierung etwa 200.000 Menschen im KZ Mauthausen . An die 100.000 von ihnen wurden oder starben an den Folgen der unmenschlichen und Haftbedingungen.

Zum Schicksal der Bürger gehören die der Donau. Überschwemmungen der Schiffslände und der Häuser kehrten vor Donauregulierung und Kraftwerksbauten alle mehrmals wieder; oftmals auch das ?Eisrinnen? das und Fähren zu schaffen machte. Große Hochwasserkatastrophen es zuletzt in den Jahren 1954 und 2002 .

Weblinks

Gemeinde Mauthausen [1]

Katholische Pfarrgemeinde Mauthausen [2]




Bücher zum Thema Mauthausen

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