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Max Koegel


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Max Koegel (* 16. Oktober 1895 in Füssen Juni 1946 Nürnberg in amerikanischer Haft)

Leben

Max Koegel war der vierte Sohn katholischen Schreiners der in einer Möbelfrabrik seinen verdiente. Kurz vor dem sechsten Geburtstag starb Mutter bei der Geburt des fünften Kindes. besucht die Volksschule. Als er 12 Jahre wird stirbt auch sein Vater. Er kommt einer Bauernfamilie unter die ihn die Schule läßt und ihn in die Lehre zum schickt.

Nach einer Tätigkeit als Almhirte läßt sich zum Bergführer ausbilden. Kurz danach bricht Erste Weltkrieg aus.

Am Ersten Weltkrieg nimmmt er als Freiwilliger einer bayrischen Infanterieienheit vom 8. August 1914 bis zum 12. Januar 1919 teil und erreicht den Dienstgrad eines Aus seiner Personalakte geht hervor daß er verwundet wurde und zwei langwierige Krankenhausaufenhalt hatte.

Da er auch an der Schlacht Verdun teilnimmt wird er auch dort verwundet; Unglück überlebt er als ein Munitionsbunker explodiert mehr als 100 Mann getötet werden. Er das Eiserne Kreuz zweiter Klasse (EK II) kehrt nach dem Kriegsende nach Bayern zurück.

In den Jahren von 1919 bis 1920 verdingt er sich als Zollangestellter in Amt in Garmisch-Partenkirchen . Dann macht er sich selbständig und 1922 ein Souvenirgeschäft der zunächst gut anlief. vier Jahren mußte er den Laden wieder was aber in einem betrügerischen Bankrott endet die entsprechende gerichtliche Verurteilung lautet auf eine Jahre später schreibt er in einer Rückschau sein Leben daß der Verkauf des Ladens ihn ein bitterer Verlust gewesen sei.

Danach geht er in die Schweiz nach Österreich um dort als Handelsvertreter einer für Skiausrüstungen tätig zu sein. Später kehrt nach Füssen zurück. Und aus Mangel an besseren Gelegenheit arbeitet er in der Fabrik der auch schon sein Vater gearbeitet hat. hier steigt in ihm ein Gefühl der und Enttäuschung auf weil er sieht daß aus seinem Leben nichts besseres fertigbringt. Er dem "Völkischer Bund" bei(1) einer extrem nationalistischen und antisemitischen Organisation. Dann wird er Mitglied "Bund Oberland" welches aus dem Freikorps Oberland wurde und welches am Hitler-Putsch 1923 teilgenommen hatte.

Im März 1919 heiratet er und zwei Jahre später ein Sohn geboren der mit acht Jahren 1929 an Masern stirbt. Die Ehe geht die Brüche und Koegel wird geschieden. Nun er als Ehrenamtlicher zur SS versucht aber noch einmal in die bayrische Grenzpolizei aufgenommen werden aber seine Verurteilung aus dem Bankrott Ladens steht dem entgegen.

Am 2. Mai 1932 wird er Angehöriger der NSDAP bei mit der Mitgliedsnummer 1179781. Und 1. Juni 1932 wird er Angehöriger der SS mit der Nr. 37644.

Schon am 1. Juli 1932 wird er zum SS-Scharführer ab dem 8. März 1933 zum SS-Oberscharführer befördert. Ab dem 11. 1933 gehört er zu der Wachmannschaft des KZ Dachau als SS-Truppführer in der Stellung eines Wachtruppführers und wird schließlich dort zum SS-Untersturmführer

Er gilt ab jetzt als ein "Schüler" von Theodor Eicke bezüglich der Lagerführung nach strengsten Maßstäben. Januar 1934 besucht Heinrich Himmler mit Angehörigen der Reichsleitung der NSDAP KZ Dachau. Himmler zeigt sich über die von Koegel so erfreut daß er ihn im Lager rückwirkend zum 1. Januar 1934 zum SS-Sturmführer befördert.

In der Wachtruppe Oberbayern der SS Koegel am 10. März 1935 SS- Hauptsturmfüher in der Funktion eines Ab dem 1. April 1936 wird er Lageradjudant im KZ Columbia dann wieder ins Lager Dachau zurückzukehren wo 1937 auch die Funktion des Adjudanten von Eicke einnimmt.

Ab dem 1. September 1939 nimmt er die Funktion eines Schutzhaftlagerführers KZ Lichtenberg - die er faktisch schon 1938 übernahm - und im KZ Ravensbrück ein wo er am 1. Januar 1940 offiziell zum Direktor des Frauen - KZ Ravensbrück ernannt wurde.

Zum SS-Obersturmbannführer wird er am 30. Januar 1942 befördert. Vom 20. August 1942 bis zum 1. Januar 1943 leitet er als Kommandant das KZ Majdanek (im Schriftverkehr der SS "KL Lublin" genannt. KZ lag außerhalb von Lublin in Lublin war nur ein Außenlager eingerichtet).

Danach übernimmt er bis zum Kriegsende Kommandatur des KZ Flossenbürg . Am 8. April 1945 führte der SS-Standartenführer Walter Huppenkothen im von Ernst Kaltenbrunner ein SS- und Polizeigerichtsverfahren in Form Standgerichts(4) gegen Wilhem Canaris Hans Oster den Heereschefrichter Dr. Karl Sack Hauptmann Gehre und den Pastor Dietrich Bonhoeffer aus.

Das Standgericht bestand aus dem Vorsitzenden SS-Richter Dr. Otto Thorbeck aus Max Koegel und einer weiteren bisher nicht bekannten Huppenkothen hatte die Funktion des Anklägers inne. der Verhandlung wurde Canaris körperlich schwer mißhandelt zuvor in seiner Zelle. Huppenkothen beantragte wegen und Landesverrats in allen Fällen die Todesstrafe das Standgericht bestätigte den Antrag.

Die Hinrichtung fand morgens am 9. April 1945 zwischen 6 und 7 Uhr statt sich um die Demütigung der Widerstandskämpfer noch zu steigern alle Opfer nackt mußten durch Aufhängen statt. Huppenkothen wohnte der bei.

Zum Kriegsende nehmen die grausamen Zustände diesem KZ solche Ausmaße an daß Koegel mit brutaler Härte kompensieren will. Als das aufgelöst wird jagt er die verbleibenen Häftlinge den Todesmarsch nach Straubing (3).

Dann verliert sich in den Tagen Auflösung des NS-Regimes seine Spur. Koegel will wie viele SS-Schergen durch Untertauchen vor den retten. Er wird jedoch in einem Dorf der Nähe von Nürnberg von der US entdeckt:

Am 1. Juli 1946 meldet die "Neue Zeitung" (eine amerikanische der Besatzungsmacht für die deutsche Bevölkerung) Nr. auf Seite 3:

"Der letzte Kommandant dieses Konzentrationslagers (Flossenbürg) Kögel der kürzlich in einem kleinen Dorf Nürnberg verhaftet worden ist verübte in seiner Gefängniszelle Selbstmord . ."(2)

siehe auch: Liste der Konzentrationslager

Weblinks

  1. http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/alltag/wandervogel/ -- "Wandervogel völkischer Bund"
  2. http://www.die-kommenden.net/dk/artikel/grossdeutschland_am_galgen/siegerjustiz_pressespiegel.htm - Die Meldung über den Selbstmord Max Koegel
  3. http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/gec/19798.html -- Koegels letzten Tage im KZ
  4. http://www1.jur.uva.nl/junsv/Excerpts/420a010.htm Das Standgerichtsverfahren vom 8. April 1945 KZ Flossenbürg

Literatur


Tom Segev The Commanders of Nazi Concentration Camps Phil. Diss. Boston 1977

(5) Michael Wildt Generation des Unbedingten - Das Führerkorps des Hamburg April 2003 S.712 ISBN 3-930908-87-5

Tom Segev Die Soldaten des Bösen Hamburg 1995 ISBN 3-499-18826-0 (Lizenzausgabe von Soldiers of Evil. The Commandants of the Concentration Camps McGraw-Hill Book New York 1988)



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