Wertheimer dissertierte 1905 bei Prof. Oswald Külpe über "Tatbestandsdiagnostik". betrieb er private Universitätsstudien in Berlin Würzburg Prag und Wien. 1910-1914 erarbeitete Wertheimer die der Gestalttheorie und führte die entscheidenden Experimente den Gestaltgesetzen mit Wolfgang Köhler und Kurt Koffka in Frankfurt durch wo er sich mit seinen "Experimentellen Studien über das Sehen von Bewegung" habilitierte.
Nach einer Privatdozentur (1912-1926) an der Frankfurt war Wertheimer von 1916 bis 1922 anschließend (1922-1929) a.o. Professor für Psychologie an Universität Berlin. In dieser Zeit begann auch Freundschaft mit Albert Einstein. 1921 gründete Wertheimer mit Köhler Koffka Kurt Goldstein und dem Psychiater Hans Gruhle die Psychologische Forschung die zum Haupt-Publikationsorgan der Gestalttheorie werden 1929-1933 war Wertheimer ordentlicher Professor für Psychologie der Universität Frankfurt.
1933 wanderte Max Wertheimer angesichts des Nationalsozialismus über die Tschechoslowakei in die USA wo er von 1933 bis 1943 an New School for Social Research in New York lehrte. Seine dortigen beeinflussten zahlreiche amerikanische Wissenschaftler und trugen entscheidend Verbreitung gestalttheoretischen Denkens in den USA bei.
Max Wertheimer publizierte nicht sehr viel seinem eigenen Namen prägte aber viele von inspirierte und angeleitete Arbeiten entscheidend. Dazu gehören die Arbeiten von Rudolf Arnheim über die Person-Wahrnehmung die von Heinrich Schulte über eine Theorie der Paranoia und auch die von Lauretta Bender dem von ihr entwickelten Bender-Motor-Gestalt-Test . Zu den bedeutenden Schülern und Mitarbeitern Max Wertheimer in den USA zählten unter Abraham S. Luchins (Psychiater Pionier der Gruppentherapie) und sein Assistent Erwin Levy (Psychologe Psychoanalytiker und Psychiater).
1905: Experimentelle Untersuchungen zur Tatbestandsdiagnostik. Archiv für die gesamte Psychologie 6 59-131.
1910: Musik der Wedda. Sammelbände der internationalen Musikgesellschaft Leipzig 11 300-309.
1912: Über das Denken der Naturvölker. I. und Gebilde. Zeitschrift für Psychologie 60 321-378. [Englische Übersetzung in D.N. Robinson Significant Contributions to the History of Psychology. A. Orientations vol. ii. Washington D.C.: University Publications America 1977]
1912: Experimentelle Studien über das Sehen von Zeitschrift für Psychologie 61 161-265. [Englische Übersetzung in T. Shipley Classics in Psychology . New York: Philosophical Library 1961]
1920: Über Schlussprozesse im produktiven Denken. Berlin: [Gekürzte englische Fassung in W.D. Ellis ed. A Source Book of Gestalt Psychology pp. 274-282. London: Kegan Paul Trench
1922: Untersuchungen zur Lehre von der Gestalt. Prinzipielle Bemerkungen. Psychologische Forschung 1 47-58. [Gekürzte englische Fassung in W.D. ed. A Source Book of Gestalt Psychology pp. 71-88. London: Kegan Paul Trench
1923: Bemerkungen zu Hillebrandts Theorie der stroboskopischen Psychologische Forschung 3 106-123.
1923: Untersuchungen zur Lehre von der Gestalt. Psychologische Forschung 4 301-350.
1925: Drei Abhandlungen zur Gestalttheorie . Erlangen: Verlag der Philosophischen Akademie.
1925: Bemerkungen zu Hillebrandts Theorie der stroboskopischen Psychologische Forschung 3 106-123.
1927: Über Gestalttheorie . Symposion 1 39-60.
1928: Gestaltpsychologische Forschung. In E. Saupe ed. Einführung in die neuere Psychologie Osterwieck am Harz.
1933: Zu dem Problem der Unterscheidung von und Teil. Zeitschrift für Psychologie 129 353-357.
1934: On Truth. Social Research 1 135-146. [Nachdruck in M. Henle ed. Documents of Gestalt Psychology 1961]
1935: Some problems in the theory of Social Research 2 353-367. [Nachdruck in M. Henle ed. Documents of Gestalt Psychology 1961]
1935: Discussion [of: Lauretta Bender Gestalt Function Visual Motor Patterns In Organic Disease Of Brain]. Archives of Neurology and Psychiatry 33 328-329.
1940: A story of three days. In Anshen ed. Freedom: Its Meaning New York: Harcourt Brace. [Nachdruck in Henle ed. Documents of Gestalt Psychology 1961]
1944: Gestalt theory. Social Research 11 78-99.
1945: Productive Thinking . New York: Harper.
1957: Produktives Denken . (Deutsche Übersetzung von Productive Thinking durch Metzger). Frankfurt: Kramer.
1959: On discrimination experiments. (Edited by Lise Psychological Review 66 252-266.
1989: Eine Geschichte dreier Tage. (Deutsche Übersetzung A story of three days von Hans-Jürgen Walter. Gestalt Theory 11 68-78.
1991: Zur Gestaltpsychologie menschlicher Werte . Hans-Jürgen Walter Hrsg. mit einer Einleitung von Albert (Deutsche Übersetzungen von A story of three days Some problems the theory of ethics On Truth .) Opladen: Westdeutscher Verlag.