Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Unter der Wirksamkeit von medizinischen Maßnahmen versteht man die positive Beeinflussung eines Krankheitsverlaufes durch eine von getroffene Maßnahme.
In den Naturwissenschaften testet man die von Hypothesen ("Arbeitsannahmen") über ihre Falsifizierbarkeit . Insbesondere wird immer wieder die Verknüpfung Ursache und Wirkung überprüft. In der Medizin der zweifelsfreie Nachweis der Wirksamkeit von getroffenen durch mehrere Tatsachen vor allem durch subjektive Einflüsse erschwert. Am deutlichsten zeigt sich dies [[Placeboeffekt der bei Wirksamkeitsklärungen die Durchführung sog. doppelblinder Studien erforderlich macht.
Aufgrund der hohen Komplexität des Gesamtsystems Mensch" stößt in der Medizin das naturwissenschaftliche Paradigma der Trennung von Ursache und Wirkung Grenzen da nicht alle Einflussgrössen in Zahlen (parametrisiert) werden können um so einer mathematischen zugänglich zu werden. Oft bereitet schon eine Krankheitsdiagnose grössere Schwierigkeiten.
Trotz der zahlreichen Probleme hat die der naturwissenschaftlichen Methode in der Medizin zu grossen Erweiterung der medizinischen Kenntnisse und der geführt.
Einschränkend kommt allerdings hinzu dass "medizinische ein Begriff ist der sich prinzipiell auf Einzelpersonen bezieht. Er lässt sich nur aufgrund großen physiologischen Ähnlichkeit verschiedener Menschen verallgemeinern. Deshalb stets: Was bei einem Menschen hilft kann einem anderen schaden.
Einer Vielzahl dieser Probleme war man bereits in der Antike bewußt. So schrieb Hippokrates : Das Leben ist kurz die Kunst weit der günstige Augenblick ist flüchtig der trügerisch die Entscheidung schwierig. (Aphorismus I / 1)
Vom Gesetzgeber wird verlangt dass sich einzelne Arzt in seinen Entscheidungen am vorhandenen Wissen orientiert. Als State of the art dieses gesicherte Wissen in den entsprechenden Zeitschriften bzw. auf Fortbildungsveranstaltungen vermittelt.
Inzwischen wurden durch die evidenzbasierte Medizin Richtlinien erarbeitet denen ein verantwortungsbewusster Arzt kann. Da das Wissen in der Medizin den letzten Jahrzenzehnten explosionsartig zugenommen hat muss in der Lage sein die Qualität einer Studie zu beurteilen um "das Stroh vom zu trennen. Da das alleine schon schwer ist muss er zumindest in der Lage sich auf das Wissen anerkannter Fachleute zu Dass auch das oft schwer genug ist die Erfahrungen mit der Neuen Medizin .
Die Aussagekraft medizinischer Studien wird von Evidenzbasierte Medizin hierarchisch nach ihrer Aussagekraft geordnet. aussagekräftigsten sind dabei (in absteigender Reihenfolge)
anerkannte klinische Untersuchungen in ihrer Zusammenschau
Die medizinische Wirksamkeit einer Behandlungsmethode oder Medikamentes wird in den meisten Fällen im von klinischen Untersuchungen überprüft.
Es erübrigt sich vielleicht zu sagen der Autor oder die Autoren einer Studie namentlich erwähnt sein müssen wie die Institution oder die Firma an der die erstellt wurde. Daneben sind u. A. folgende wichtig:
Sie muss (zumindest) eine exakte Frage stellen.
Sie muss darauf abzielen diese Frage verlässlich beantworten.
Sie muss sich an aussagekräftigen und überprüfbaren orientieren.
Sie muss ausreichend groß sein um Zufälligkeiten zu können
Sie muss die Methoden beschreiben nach denen Patienten für die Studie ausgesucht bzw. von Studie ausgeschlossen wurden
Sie muss in einer anerkannten medizinischen Zeitschrift worden sein wodurch eine Kontrolle durch unabhängige gewährleistet ist.
Zahlreiche alternativmedizinische Strömungen nehmen für sich eine Wirksamkeit Anspruch ohne durch qualitativ hochwertige Studien diese nachgewiesen zu haben. So wiesen zwei von Schulmedizinern und Homöopathen gemeinsam geplante und durchgeführte Studien eine Placebo vergleichbare Wirkung der homöopathischen Arzneimittel nach. der Akupunktur wird derzeit in Deutschland eine große durchgeführt die diese auch hier strittige Frage helfen soll.