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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 21. Dezember 2014 

Megaherbivorentheorie


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Die Megaherbivorentheorie ist eine Grundlagentheorie aus den Bereichen Ökologie und Geobotanik und beschäftigt sich mit dem Einfluss grossen Pflanzenfressern (Megaherbivoren) auf die Vegetation. Sie seit den 1980er Jahren zunehmend an Beachtung. ist umstritten nicht endgültig bewiesen und wird Details noch uneinheitlich dargestellt. Sie wird im Naturschutz häufig als Argument verwendet eine struktur- artenreiche Landschaft die nicht mehr bewirtschaftet werden mit Hilfe von Pflanzenfressern zu erhalten.

Sie versucht wie andere Theorien auch Mosaik-Zyklus-Konzept ) einen Beitrag zur Klärung der Frage leisten wie sich die Natur und die Mitteleuropas in der Vergangenheit entwickelt haben. Die sucht nach einer Erklärung für Untersuchungsergebnisse u.a. Paläobotanik . Hier wurden sowohl typische Weiden- und als auch typische Waldpflanzen gleichen Datums in nachgewiesen von denen man annahm sie wären die Kulturtätigkeit des Menschen von vollständig Wald gewesen. Vorliegende Theorie steht dazu im Widerspruch anderen Meinungen Mitteleuropa wäre ohne den Einfluss Menschen mit Ausnahmen von Mooren und Gewässern Hochgebirge von großflächigen zusammenhängenden Wäldern bedeckt.

Inhaltsverzeichnis

Mosaik unterschiedlicher Vegationen der Vorzeit

Statt dessen hält es die Megaherbivorentheorie wahrscheinlich dass ohne menschlichen Einfluss in weiten Europas ein Mosaik aus Flächen in unterschiedlichen Sukzessionsstadien vorherrschen würde. Durch den Verbiss von Pflanzenfressern (Mega herbivoren ) würden nicht ausschliesslich Wälder sondern auch oder weniger offene Wiesenlandschaften entstehen.

Vom Verhalten rezenter Arten abgeleitet wird Herdenverhalten angenommen was durch Umherwandern örtlich stark Einflüsse auf die Vegetation erzeugt. Nahrungspräferenzen (Bevorzugung gewissen Pflanzen) unterscheiden sich je nach Tierart überlagern das soziale Verhalten. Der Standort spiele entscheidende Rolle so sei die natürliche Waldgesellschaft vgl. potenzielle natürliche Vegetation ) nicht überall gleichermaßen resistent gegen Verbiss.

Hochwald sei der Theorie zu Folge auf nährstoffarmen Böden zu erwarten da die wachsenden Pflanzen schlechter verdaulich sind und außerdem Strategien zur Abwehr verfügen. In solchen Gebieten eine waldreiche und heterogene Landschaft entstanden sein. häufig Jungwuchs abgefressen wird lichtet sich der auf ohne dass nachwachsende Bäume die absterbenden können; es entseht eine offene Landschaft. Auch Stellen die bevorzugt von Tieren aufgesucht werden an Gewässern zum Saufen könnten Trittstellen entstanden Weitläufige halboffene Landschaften könnten dort vorgeherrscht haben auf nährstoffreichen und frischen Böden eiweiß- und krautige Vegetation besser wächst. Diese Gebiete könnten aufgesucht worden sein so dass relativ homogene für wahrscheinlich gehalten werden. Weitere Faktoren kämen Mastjahre Seuchen Schädlinge Dürren und nasse Jahre / territoriales Verhalten von Beutegreifern Flächen- und Überweidung so dass eine sehr deutliche Differenzierung sein könnte.

Allerdings sei der Einfluss der Pflanzenfresser deren Bestandsregulierung durch Beutegreifer Krankheiten Parasiten und nicht zuletzt durch Futtermangel im niemals so groß geworden dass der Wald vollständig zurückgedrängt werden können. In manchen Gebieten Serengeti) regulieren sich heute lebende (rezente) Pflanzenfresser durch das Nahrungsangebot und Wasserversorgung. Für Mitteleuropa aber die Beutegreifer im Vordergund. Durch den Vergleich mit Kulturlandschaften oder Naturlandschaften die für ähnlich gehalten wird ein größerer Artenreichtum einer solchen auch Pflanzenfresser geprägten Landschaft vermutet.

Ökosystementwicklung in der Nacheiszeit

Diese Theorie geht davon aus dass Mensch bereits in den Zwischenwarmzeiten durch die von Pflanzenfressern und Fleischfressern bei deren Aussterben habe. So seien manche Tierarten auch in Rückzugsräumen während der Kaltzeiten bejagt worden und seien während Warmzeiten ausgestorben. Durch das Klima Änderungen in den Ökosystemen werden bewusst ausgeblendet die klimatischen Bedingungen des betrachteteten Zeitraums den ähnelten.

In einigen Gebieten Amerikas und Australiens sich ein stärkerer Bewuchs von Bäumen nach Ausrottung einiger Pflanzenfresser feststellen. Nach der letzten könne so eine dichte Bewaldung (Wiederbesiedelung) Mitteleuropas haben da der Fraß der Pflanzenfresser zu geworden war um einen wesentlichen Einfluss auf Vegetation auszuüben. Dieses sich in Mitteleuropa einstellende der Sukzession war zum größtenteil Buchenwald Buchen-Mischwälder Mischwälder sowie azonale und extrazonale Waldgesellschaften . Offene Landschaften hat es nach der in der Nacheiszeit kaum gegeben.

Vergleichbare Ökosysteme

Die spätere Intensivierung menschlicher Kulturtätigkeit führte zum Rückgang der großflächigen Wälder und zu Anreicherung der Landschaft mit kleingliedrigen Strukturen und Wiesen und Feldern sowie einer Vielzahl von Gehölzgruppen und Hecken und damit zu einem der Artenvielfalt.Häufig werden deshalb " Kulturlandschaften " Mitteleuropas aus der Zeit des 14. 16. Jh. und zu Beginn des 20. zur Veranschaulichung als Beispiel angeführt. Diese Landschaften gebietsweise sehr strukturreich und boten einer Vielzahl Offenlandarten einen neuen Lebensraum. Verglichen wird das der durch die Fauna geprägten Landschaft auch einer "Parklandschaft" aus weitläufigen Graslandschaften mit Bäumen Baumgruppen wie sie z.T. in Ost- und zu finden sind.

Kritik

Es kann aber nicht eindeutig nachgewiesen ob diese Verhältnisse wirklich zutreffen so kann die Paläobaotanik nur unvollständige Angaben über die der Mosaike und damit zur räumlichen Verteilung Auch über soziales Verhalten der Tierarten und Populationsgrößen gibt es nur Ableitungen von denen lebender verwandeter Arten. Schließlich werden Vermutungen zu Ursachen des Aussterbens der Tierarten angestellt. Die der Mensch habe dazu wesentlich beigetragen wird kritisiert und ist bisher unbewiesen. Dieser Fehlerkorridor noch nicht verkleinert werden aber dennoch gibt Theorie eine Perspektive die aufgeworfenen Fragen und in der Klimaxhypothese zu beantworten.
  

Siehe auch: Oostvaardersplassen Mosaik-Zyklus-Konzept Waldgesellschaften Mitteleuropas

Weblinks




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