Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Melchior Hofmann (auch: Hoffmann Hofman Hoffman; Beiname: Pel(t)zer Kürschner ) gehört zu den bekannten Führern der Täuferbewegung . Er wurde um das Jahr 1500 in Schwäbisch Hall geboren und verstarb nach 10jähriger Haft 1543 in Straßburg .
Hofmann erlernte den Beruf eines Kürschners. in jungen Jahren wendet er sich der Theologie zu. Ab 1523 wirkt er als lutherischer Wanderprediger und Schriftsteller im Baltikum in Skandinavien und in Schleswig-Holstein . Er entfernt sich allerdings immer mehr der lutherischen Theologie und entwickelt eine apokalyptische der Geschichte in der er selbst als der beiden in der Offenbarung des Johannes 11 genannten endzeitlichen Zeugen eine entscheidende Rolle spielt. Die versteht er als eine geheime Offenbarung für Verständnis es einer besonderen Geistbegabung bedarf. Die Geschichten bestehen aus "Figuren" die nur anhand Schlüssels gedeutet werden können.
Vor dem Hintergrund dieses Schriftverständnisses stellen ihm vor allem folgende Aufgaben: 1. Predigt des Evangeliums in der ganzen Welt; 2. Sammulung wahren Gemeinde Jesu; 3. die Erwartung der Vernichtung Feinde Christi die durch ein Strafgericht Gottes wird.
Während eines Aufenthalts in Emden 1531 beginnt er Erwachsene zu taufen . Er wird nach einem Briefwechsel mit aus Ostfriesland ausgewiesen und geht nach Straßburg der Hoffnung dort das Hereinbrechen des Reiches erleben zu können. In Straßburg 1533 angekommen wird er verhaftet und eingekerkert.
Während seines Gefängnisaufenthaltes verfaßt er mehr 35 Schriften von denen mehr als die verloren sind. Ohne es zu wollen übt mit seinen Schriften einen starken Einfluss auf Theologie der münsterschen Täufer aus.