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Menschenbild


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Ein in der philosophischen Anthropologie gebräuchlicher für die Vorstellung das Bild das jemand vom Wesen des Menschen hat. Dieses Menschenbild ist immer in eine bestimmte Überzeugung oder Lehre eingebunden die jemand vertritt. So gibt dann bspw. ein christliches oder ein buddhistisches humanistisches oder ein darwinistisches Menschenbild u.a.m.

Dem einzelnen erscheint das eigene Menschenbild als so selbstverständlich dass er kaum darüber dass man sich den Menschen auch anders kann. Trifft man auf ein anderes Menschenbild wird dieses häufig als falsch das eigene richtig angesehen. Hier geht es nicht um Klärung von Streitfragen also nicht warum was und was falsch ist sondern welche unterschiedlichen die Menschen in unterschiedlichen kulturen und zu Zeiten über sich hatten und welche Implikationen folgern.

Inhaltsverzeichnis

Abgrenzung: Wer ist Mensch und wer

Die Frage was ein Mensch ist was nicht ist grundlegender und vor allem als gemeinhin angenommen.

Mensch und Gott

Der Unterschied zwischen Mensch und Gott in unserer christlich geprägten Gesellschaft darin gesehen Gott das Überwesen ist das den Menschen erst geschaffen hat das ihn einst richten und das in der Zwischenzeit jede Macht das Leben des Menschen auch existenziell zu Deshalb beten Menschen Gott an und bitten um Genesung von Krankheit oder um Rettung auswegloser Situation. Der Mensch erscheint so als als abhängig von Gott.

In der Antike hat man Unterschied gesehen. Der Mensch wurde im Gegensatz zu Göttern als sterblich angesehen weshalb "die Sterblichen" Umschreibung für die Menschen war.

In verschiedenen Kulturen konnten Menschen zu werden und wurden auch als solche verehrt. Herrscher beanspruchten als Menschen gleichzeitig Götter zu

Mensch und Tier

Im europäischen naturwissenschaftlichen Weltbild scheint die zum Tier eindeutig zu sein. In anderen jedoch erfolgt die Abgrenzung anders. In Südostasien werden die Menschenaffen zu den Menschen gerechnet: Utan ist der Waldmensch Orang Asli ein und Orang Jermani ein Deutscher. Alle sind Umgekehrt werden gelegentlich völlig andere Menschen als zu den Menschengerechnet. In Brasilien kommt es dass eingeborene Indianer als "Waldtiere" bezeichnet werden. der abwertenden Bezeichnung "Affen" für Schwarze die in Deutschland in einfachen Kreisen benutzt wird sich eine ähnliche Vorstellung die jedoch kulturell wird weil es als politisch nicht korrekt Menschen als Tiere zu bezeichnen.

Häufig schmücken sich jedoch in vielen Menschen mit Bezeichnungen von Tieren. Adler Löwe Wolf usw. sind beliebte Selbstbezeichnungen wie auch von Vornamen und Titeln erkennbar ist. Analog es Bezeichnungen die abwertend gesehen werden wie B. Schwein Sau Ratte Hund Esel. Manche wie z. B. Kamel werden in einigen anerkennend in anderen abwertend gebraucht. Wo der zwischen Mensch und Tier besonders betont wird Tiervergleiche überhaupt nicht gerne gesehen.

Eine Selbstbeschönigung sind die Bezeichnungen human menschlich) und bestialisch (wörtlich: tierisch). Hier wird dass der Mensch mild wäre während das roh ist. Häufig werden aber Handlungsweisen des als bestialisch bezeichnet die beim Tier kaum gar nicht vorkommen. Umgekehrt wird mit human eine Verhaltensweise bezeichnet die bei Tieren in Form vorkommen.

Mensch und Frau

Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde in der Theologie aber auch in den Wissenschaften und Politik darüber debattiert ob Frauen als Menschen gelten haben oder nicht und wenn ja sie "vollwertige" Menschen seien oder nur eine Sonderform.

Mensch und Sonderling

Menschen mit außergewöhnlichen Verhaltensabweichungen insbesondere extremer Behinderung wird gelegentlich das Attribut "Mensch" abgesprochen. extremer Form hat diese Vorstellung in der Rassenhygiene " während der Zeit des Dritten Reiches zu der Vorstellung des " lebensunwerten Lebens " geführt.

Bei Schwerverbrechern wird eine ähnliche Ausgrenzung In einer Vorform spricht man vom " Unmenschen ". Man "werde zum Tier" ist ein Wort wenn man sich selbst oder anderen bestimmten Phasen Eigenschaften abspricht die man als menschlich" betrachtet.

Wann beginnt der Mensch?

Seine Rechtsfähigkeit beginnt mit der Vollendung Geburt. Dies entspricht jedoch nicht der allgemeinen vom Beginn des Menschseins sondern ist nur rechtliche Zwecke recht praktisch weil i. a. datierbar. Nach römisch-katholischer Lehre beginnt der Mensch der Zeugung. Andere setzen die Ausbildung mehrerer an. Wieder andere erkennen keinen Zeitpunkt der sondern eine Entwicklung in der der Fötus und mehr Mensch wird. Praktische Bedeutung hat Frage vor allem bei der Abtreibung . Von den Verfechtern eines frühen Menschen daher von Mord gesprochen während andere keine moralischen Probleme den Fötus abzutöten weil sie ihn noch als Menschen sehen.

Beachtet werden sollte dass auch das nicht unbedingt bereits als vollwertiger Mensch galt. wurde das Kind erst mit der Entwicklung Sprache als Mensch gezählt. Sehr praktisch wurde Diskussion in den Betrachtung über den sprachlosen Kaspar Hauser . Das Aussetzen eines Kindes war früher verbreitet. Findelkinder wurden dem Schicksal überlassen.

Wann endet der Mensch?

Die Frage nach dem Ende des gewinnt mit zunehmender Medizintechnik an Bedeutung. Herzstillstand muß aber z. noch keinen endgültigen Tod bedeuten. Der Eintritt Hirntods ist eindeutiger aber schwerer feststellbar. Praktisch die Frage wenn - etwa nach einem - ein Mensch mit Hilfe von Apparaten Koma gehalten wird aber ein Wiedererreichen der Vitalfunktionen ausgeschlossen erscheint. Sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber dazu dass alten Menschen eine Patientenverfügung empfohlen wird in der sie ihre Vorstellungen darüber niederschreiben und für die behandelnden verbindlich machen können.

Erbe und Umwelt Determinismus und freier Wille

Welche Eigenschaften eines Menschen vererbt sind welche durch die Umwelt erworben sind ist jeher strittig. Neben den extremen Ansichten die einer vollständigen Vorbestimmung des Menschen durch sein Erbgut bzw. von einer völligen Erziehbarkeit des (" tabula rasa ") ausgehen gibt es viele Abstufungen von die den Menschen mehr oder weniger durch Erbgut vorbestimmt sehen.

Beide Seiten können hinreichend Beispiele für Vererbbarkeit bzw. die Umweltbeeinflussung von menschlichen Eigenschaften so dass die extremen Ansichten heute selten sind. Neben den beiden Extremen gibt es noch die Prägung einer irreversiblen Umweltbeeinflussung.

Philosophisch und religiös haben diese Fragen eine sehr große bei der Diskussion über den freien Willen . Wird ein freier Wille postuliert dann es Bereiche die weder durch Erbe noch Umwelt determiniert sind. Im Gegensatz dazu steht Auffassung dass der Mensch völlig determiniert sei. Auch hier gibt es wieder vermittelnden Auffassungen dass der Mensch teilweise frei und teilweise vorbestimmt.

Die Fragen haben sehr praktische Bedeutung.

In der Erziehung geht es um die Frage was überhaupt bewirken kann. Geht man von einer starken Vorbestimmung von Fähigkeiten durch das Erbe (" Begabungen ") dann muß man diese Begabung ermitteln sie zu fördern. Die Erziehung zu Fähigkeiten nicht angeboren sind ist danach ausgeschlossen bzw. mit sehr großem Aufwand durchzuführen. Früher ging bei der Frage der Rechtshändigkeit von einer aus und versuchte die Kinder alle zu zu erziehen. Heute unterstellt man dass die angeboren ist und läßt die Kinder mit Hand schreiben die für sie die "richtige"

Geht man von starken Umwelteinflüssen aus neigt staatliche Erziehung dazu die Unterschiede zwischen Einflüssen verschiedener Elternhäuser ausgleichen zu wollen. Der sei "gleich geboren" und die Ungleichheiten sind dieser Auffassung Ungerechtigkeiten die man in der möglichst ausgleichen muß.

Auch in der Kriminalitätspolitik hat das einen erheblichen Einfluss. Menschen mit der Vorstellung Verbrecher zu Verbrechern "gemacht" werden neigen zu Gewichtung von Resozialisierungsmaßnahmen und lehnen das "Wegsperren" Täter ab. Umgekehrt gehen Menschen mit der dass man "zum Verbrecher geboren" wird dazu wegzusperren. Nach ihrer Vorstellung sind Resozialisierungsbemühungen vertane Weit verbreitet ist auch die Vorstellung dass - erbliche Veranlagung und Umwelteinflüsse zusammenkommen wenn ein Mensch zum wird. Hier mischen sich dann die Absichten Wegsperren mit denen zur Resozialisierung.

Auch in der Wirtschaft und in der Politik kommen die Antworten auf diese Fragen Tragen. Werbung beruht auf der Vorstellung der Beeinflussbarkeit Menschen. Das wiederum setzt voraus dass man Gesetzmäßigkeiten des Verhaltens der Menschen unterstellt die Werbung angesprochen werden. Die Grenzen dieser Vorstellung bei internationalen Konzernen sichtbar die gelegentlich ihre an die jeweilige Kultur anpassen.

Gleichheit oder Ungleichheit?

Die alte Streitfrage ob alle Menschen seien oder verschieden wird ebenfalls durch das bestimmt. Ganz offensichtlich haben alle Menschen Gemeinsamkeiten schon rein äußerlich auffallen. Ebenso offensichtlich gibt aber auch Unterschiede so dass wir einzelen identifizieren können was ja nicht möglich wäre alle gleich wären.

In der Frage wie gleich die Menschen sind unterscheiden sich Geister. Und noch mehr unterscheiden sich die ob die Menschen gleich oder verschieden sein sollen .

Weblinks

  • http://www.menschen-bild.de - Weiterführende Texte zum Thema Menschenbild Einladung zum Mitgestalten.



Bücher zum Thema Menschenbild

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