Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Meridiankreis ist das klassische Instrument zur Messung Sternörtern im Meridian. Er entspricht einem sehr Theodolit ohne Stehachse der nur in der Meridianebene (Südpunkt - Zenit - Nordpunkt) schwenkbar ist.
Ein Meridiankreis ist auf zwei Pfeilern montiert auf denen die beiden Achszapfen (präzise kreisrund geschliffene Achsenden von Meridiankreisen Passageninstrumenten) der horizontalen West-Ost-Achse ruhen. Das präzise Fernrohr von 1-3m Brennweite sitzt drehbar auf Achse. Mit dem Fernrohr drehen sich 1-2 Vertikalkreise mit Ablesemikroskopen und Libellen (siehe Bild 5-6 auf der 1.Website die 4.Website).
Der Meridiankreis wurde von Olaf Römer aus dem freiäugigen Mauerquadranten (Mauerkreis) weiterentwickelt und war ab ~1810 1950 das wichtigste Messgerät vieler Sternwarten . Mit etwa 20 global verteilten Meridiankreisen alle genauen Sternkataloge und Eigenbewegungen gemessen (z.B. AGK1 1868-1908 AGK2 1924-33 Sterne bis ±0.1").
Die volle Messgenauigkeit erhielt man früher Zeitmessung an etwa 20 parallelen Fäden im Gesichtsfeld mittels des Tickens einer Pendeluhr . Für die Höhenmessung stellt man den Stern auf den hinter dem man ihn einige Sekunden lang biseziert . Dadurch fallen eventuelle Luftturbulenzen großteils heraus. Die Neigung der Achse wird durch Hängeniveau (große Libelle ) kontrolliert ihre Richtung durch zwei Kollimatoren (Hilfs fernrohre in einiger Entfernung). Der Höhenindexfehler wird durch senkrechte Messung zu einer mit spiegelndem Quecksilber bestimmt.