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Merowinger


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Das Geschlecht der Merowinger (oder Merovinger) stellte bis ins Jahr n.Chr. die Herrschafts dynastie der Franken . Ihnen folgten die Karolinger (s.a. Fränkisches Reich ).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Merowinger sind das Geschlecht der fränkischen Könige. Der Name ist abgeleitet von Merowech (oder Meroväus). Von ihm und seinen Vorgängern ist außer legendenhaften Überlieferungen nichts bekannt.

Von seinem Sohn Childerich I. wurde zumindest in Tournai sein Grab gefunden. Sein Enkel Chlodwig I. regierte von 482 bis 511 und das Frankenreich durch Siege über Syagrius über die Alemannen und die Westgoten und durch die Annahme des Christentums zu weltgeschichtlicher Bedeutung. Chlodwig teilte das unter seinen vier Söhnen doch starben drei aus so dass Chlothar I. von 558 bis 561 das ganze durch Thüringen und Burgund erweitern konnte. Unter seinen Nachfolgern wurde dann wieder geteilt und durch Bruderkriege zerrissen um Brunhilde) von Chlothar II. jedoch 613 wieder vereinigt.

Chlothar II. und Dagobert I. waren die letzten großen Herrscher der und doch fing bereits unter ihnen der der Hausmeier ( maior domus ) zu wachsen. In dieser Situation erhob das mit den Arnulfingern verbündete Geschlecht der Karolinger zu solcher Macht dass Grimoald der Sohn von Pippin dem Älteren 656 den Versuch unternahm statt des Merowingers II. seinen eigenen zum König von Austrasien (Hauptstadt Metz ) zu erheben. Weil die anderen mächtigen dies nicht duldeten hielten die Merowinger ihre noch weitere 100 Jahre.

Seit 687 hatten die Karolinger praktisch vollständig die in der Hand. Karl Martell konnte schließlich die karolingischen Hausmeier -Ämter in sich vereinigen. Einer seiner Söhne Pippin der Jüngere erhob noch einmal einen Merowinger Childerich III. 743 zum König ließ ihn aber 752 durch den Papst wieder absetzen und Kloster weisen. Damit endete die Herrschaft der die nur noch zeremoniell gewesen war.

Es heißt sie seien nur zu Anlässen in der Öffentlichkeit erschienen. Dafür benutzten einen Ochsenwagen. Ihr Erscheinungsbild war geprägt von Haaren. In einem damals bereits altertümlichen Dialekt sie Proklamationen verlesen die von ihren Hausmeistern worden waren. - Diese Beschreibung stammt aus mittelalterlichen Biographie Karls des Großen und ist wahrscheinlich polemisch übertrieben um neuen karolingischen Herrschergeschlecht mehr Legitimität zu verleihen.

Historische Quellen

Herrscher

Die Auflistung der Herrscher stellt aufgrund ständigen Teilungen des Reiches unter die Söhne Problem dar. Teilweise herrschten bis zu vier oder andere Verwandte gleichzeitig in Teilreichen. Die wichtigsten waren Austrasien im Osten und Neustrien im Westen des Kerngebietes des fränkischen


Forschung

Neben den schriftlichen Quellen zur Epoche Merowinger ziehen wir heute hauptsächlich Informationen aus Quellen. Eine archäologische Quelle ist eine Information nur mit Methoden der Archäologie erschlossen werden d. h. erst durch ihre Ausgrabung die preis gibt. In erster Linie stehen uns Gräber zur Verfügung deren genaue Dokumentation bei Ausgrabung (= Zerstörung) die Voraussetzung ist für aussagekräftige Interpretation. Denn durch Ausgraben einer Nekropole wird sie unwiederbringlich zerstört und daher es - besonders für zukünftige Fragestellungen - jede Kleinigkeit zu dokumentieren und auf diese als Information zu erhalten.

Wie in allen Disziplinen hat sich in der Archäologie die Fragestellung im Laufe Zeit geändert. Waren frühe Generationen noch besonders am Fund großer Reichtümer mit denen sie in die Geschichtsbücher eingetragen sahen fragt der dieser Tage nach den Lebensumständen auch der Bevölkerung. Zumindest wirtschaftliche Kraft und Jenseits-Vorstellung lassen aus dem Inventar und dem Bau (Einbauten Grabkammer oder einfache Baumsärge Ausrichtung der Bestattung eines Grabes ableiten.

Die Vorstellung nach der zivilisierten romanischen der Spätantike folgte eine dunkle und wenig Zeit der Merowinger muß heute revidiert werden. diskutiert die Frühgeschichte noch immer das Problem von Kontinuität Diskontinuität in der Übergangsphase von der spätantiken Besatzung zum Frühmittelalter doch kann anhand von schon heute angenommen werden daß die Merowinger sehr eigenen ästhetischen Anspruch an ihre Ausstattung

Neben einer sehr großen Anzahl unterschiedlichster Perlen und unterschiedlicher Trachten wurden auch mit verzierte Scheibenfibeln als Gewandnadeln getragen. Neben goldenen trugen die Frauen aus wirtschaftlich potenten Familien ihrer Bestattung auch eine Vielzahl von Glasperlen Formen und Farben. In die Kleidung oder das Leichentuch kann ein feiner Goldfaden (Goldlahn) gewesen sein. Silberner Schmuck wie Ohrringe aber Gürtelschnallen oder die typisch merowingischen Beingurte deren Charakter im Halten eines den Unterschenkel verdeckenden gesehen werden muß sowie Ringe aus Edelmetall ebenfalls zur Ausstattung.

Sicher kann in der prachtvollen Beisetzung zumindest aber wirtschaftlich besser gestellter Personen ein der Gemeinschaft gesehen werden. Es kam nur ein Grab was sich die Familie leisten aufzugeben denn es war ja durch die dem Zugriff entzogen. Dass dieser Zustand nicht alle Zeiten war wird aus der hohen von alt beraubten Gräbern deutlich in denen Mitglieder der Gemeinschaft - in der Regel Zeit nach der Beisetzung - die besten des Inventars stahlen.

Seltener beraubt weil nicht so reich sind die Gräber der wirtschaftlich nicht so gestellten Familien oder der Romanen die ein Beigabenmuster haben. Hier konnte oder wollte man die wertvollen und noch für das Überleben den Status wichtigen Gegenstände durch die Bergung der Erde aufgeben. So wurde in solchen früher oft und nicht ganz wertfrei von Bevölkerung gesprochen.

Diese Gruppe ist es auch die von Archäologen ins Wanken bringen kann. Oftmals Gegenstände erst aufgegeben wenn sie völlig aus Mode gekommen waren und ihr Tragen keinen mehr in der Gesellschaft hatte. So verschiebt die Beigabe etwa eines Ohrringpaares das eine begrenzte chronologische Laufzeit haben sollte manchmal um Jahrzehnte und wirft eine - in der generell sehr empfindliche - Feinchronologie fast um. Berücksichtigung auch dieser Tatsache macht die Auswertung archäologischen Quelle wie ein merowingerzeitliches Gräberfeld so

Literatur

  • Eugen Ewig: Die Merowinger und das Frankenreich . Stuttgart (Kohlhammer) 2001 Broschiert ISBN 3170170449

Weblinks



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