Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 24. Mai 2013 

Methanol


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Methanol auch Methylalkohol Karbinol oder Holzgeist ist der einfachste Alkohol der Alkohol Methans mit der Summenformel CH 3 OH . Natürlich kommt es in in Baumwollpflanzen Gräsern und in etherischen Ölen vor.

Strukturformel
Allgemeines
Name Methanol
Summenformel CH 3 OH
Andere Namen Methylalkohol Karbinol oder Holzgeist
Kurzbeschreibung flüssig farblos
CAS-Nummer 67-56-1
Sicherheitshinweise

Feuergefährlich
R- und S-Sätze R 11 23/24/25-39/23/24/25 S 7-16-36/37-45
Handhabung Handschuhe
Lagerung Temperaturbereich Belüftet trocken o.ä.
MAK 200 ml/m 3
LD 50 (Ratte) x mg/kg
LD 50 (Kaninchen) x mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand flüssig
Farbe farblos
Dichte 0 7869 g/cm³
Molmasse 32 04 g/ mol
Schmelzpunkt -97 8 °C
Siedepunkt 65 °C
Dampfdruck 129 mBar
Weitere Eigenschaften
Löslichkeit in g/l LM (angeben welches!) (bei in °C)
bei mehreren Zeilenumbruch!
Gut löslich in allen polaren Lösungsmittel
Schlecht löslich in unpolaren Lösungsmittel
Unlöslich in Lösungsmittel
Thermodynamik
Δ f H 0 g in kJ / mol
Δ f H 0 l in kJ / mol
Δ f H 0 s in kJ / mol
S 0 g 1 bar in J/mol·K
S 0 l 1 bar in J/mol·K
S 0 s in J/mol·K
Analytik
Klassische Verfahren Kurzbeschreibung Nachweisreaktionen (auch der einzelnen Ionen!)
SI -Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.

  H  |  H - C - OH  |  H   

Inhaltsverzeichnis

Historisch

Schon in der Antike benutzten die zur Balsamierung ihrer Toten eine Substanzgemisch welches anderem Methanol enthielt. Reines Methanol wurde erstmals Robert Boyle 1661 durch trockene Destillation (= Erhitzen unter Luftabschluß) von Holz hergestellt. wurde schließlich die elementare Zusammensetzung von Methanol den französischen Chemikern Jean-Baptiste Dumas und Eugene geklärt. Sie gaben der Substanz den Namen Methylene ist eine Zusammensetzung aus den griechischen Methu (Wein) und hyle (Holz). 1923 erfand Pier für BASF einen Prozess aus Kohle Wasserstoff Methanol zu synthetisieren. Dieser Prozess basierte einem Zink - Chrom - Katalysator extrem hohen Drücken und Temperaturen. Moderne benutzen effizientere Katalysatoren die die Verwendung von Temperaturen und Drücken erlauben.

Eigenschaften

Methanol ist eine farblose brennend schmeckende bei Einnahme durch den Menschen zur Erblindung zum Tod führende leicht brennbare und sehr Flüssigkeit . Auf Grund der polaren Hydroxylgruppe lässt sich Methanol mit Wasser in jedem Verhältnis mischen. Methanol verbrennt blauer fast unsichtbarer Flamme und bildet mit explosionsfähige Gemische.

<math> CH_3OH + \frac{3}{2} O_2 \rightarrow CO_2 2 H_2O </math>

  • Flammpunkt : 11 °C
  • Brechungsindex : 1 3288
  • Löslichkeit : in Wasser Ethanol Ether löslich löst viele Mineralsalze
  • Explosionsgrenze: 6 - 36 5 Vol.-%

Giftigkeit

Methanol ist hochgiftig. Seine giftige Wirkung auf der in der Leber erfolgenden Oxidation Formaldehyd und später zu Ameisensäure . Formaldehyd führt dabei zu einer Schädigungen Zentralennervensystem. Neben den Nerven (insbesondere des Sehnerves) Nieren Herz Leber ebenfalls geschädigt. Ameisensäure führt einer drastischen Senkung des pH-Wertes des Blutes macht damit den Sauerstofftransport unmöglich. Leichte Vergiftungssymptome Bauchkrämpfe Kopfschmerzen Schwindelgefühl Übelkeit und Schwächeanfällen. Schwere sind Sehstörungen Atemnot Bewusstlosigkeit und schließlich der Die letale Dosis liegt bei etwa 5 bis 50 Methanol kann dabei durch Einatmen Einnahme oder Absorption über die Haut in den Körper Setzt man sich längere Zeit ohne Hautschutz aus kann sich mit der Zeit eine Menge Methanol im Körper anreichern. Methanolvergiftungen lassen wenn sie frühzeitig erkannt werden gut behandeln die Giftwirkung erst nach einigen Stunden eintritt effiziente Gegengifte verabreicht werden können. Eine Behandlungsmöglichkeit die mehrfache Injektion einer fast toxischen Menge Ethanol welches zuerst von der Leber abgebaut Das Ethanol verzögert damit die gefährliche Oxidation Methanol so lange bis das Methanol vom ausgeschwemmt wird.

Anwendung

als Kraftstoff

Durch Veresterung von Methanol mit Rapsöl wird Biodiesel gewonnen. Methanol wird einerseits als Zusatz Vergaserkraftstoffen benutzt um die Klopffestigkeit zu erhöhen aber auch direkt als Kraftstoff genutzt werden. Früher wurde es auch Raketentreibstoff verwendet. Heute ist es als chemischer von Wasserstoff für Brennstoffzellen von wissenschaftlichem Interesse.

In der Chemie

Methanol lässt sich zu Methanal ( Formaldehyd ) oder Methansäure ( Ameisensäure ) oxidieren. Die überwiegende Menge von Methanol zur Herstellung von Formaldehyd welches man für Kunststoffe verwendet und von Methylamin eingesetzt. Methylamin ein wichtiges Vorprodukt für Farbstoffe Medikamente und Dazu wird Methanol mit Ammoniak (NH 3 ) versetzt:

 <math> CH_3OH + NH_3 \rightarrow P=? CH_3NH_2 + H_2O </math>  

ansonsten

Methanol wird in Erdölleitungen als Frostschutzmittel

Herstellung

Historisch wurde Methanol schon im 17. durch trockene Destillation (= Erhitzen unter Luftabschluss) von Holz Im Holzdestillat befanden sich ca. 1 5 3 % Methanol 10 % Essigsäure 0 % Aceton Essigsäuremethylester Acetaldehyd Holzteer und im Wasserstoff Kohlenstoffmonoxid und Ethen. Heutzutage wird Methanol aus Synthesegas hergestellt. Als Nebenprodunkte fallen Ethanol und Dimethylether an.

 <math> CO + 2 H_2 \rightarrow = 50\;\mathrm{bis}\;100\;\mathrm{bar}; T = 500\;\mathrm{K} \rightarrow CH_3OH  

Weblinks




Bücher zum Thema Methanol

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Methanol.html">Methanol </a>