Die Anhänger des Mevlevi -Ordens werden auch die tanzenden Derwische genannt weil ihr Dhikr ( Sama ; türkisch Sema ) oberflächlich gesehen darin besteht durch kreisende in Ekstase zu geraten. Für einen außenstehenden Betrachter diese Zeremonie wie eine schöne Aufführung die Ballett sehr ähnlich ist. Für die Mevlevis handelt es sich aber dabei wie jedem Dhikr um eine Form des Gebets der man die Möglichkeit hat sich der komplett zu verschließen und Gott näher zu
Jalal ad-Din Rumi hat selbst nie Interesse daran eine große Anzahl an Derwischen leiten oder einen Orden zu organisieren. Erst seinen unmittelbaren Nachfolgern wächst die Mevlevi -Tariqa enorm als da sind: Dschelebi Husam 1273 – 1284 ) Sultan Walad ( 1284 – 1312 ) und Ulu Arif Dschelebi ( 1312 – 1320 ). Zu der Zeit von Shamsuddin Amir († 1395 ) dem Sohn und Nachfolger von Ulu Dschelebi hat sich die Mevlevi -Tariqa schon über die Grenzen Anatoliens hinaus verbreitet.
Als im Jahr 1925 Atatürk der Gründer der Türkischen Republik sämtliche religiösen Aktivitäten verbietet sind davon die Rituale der Mevlevi -Derwische betroffen. Seit 1954 darf der Sama anlässlich des Jahrestages Jalal ad-Din Rumis Tod am 17. Dezember wieder vollzogen werden allerdings nicht im des Ordens sondern in einer Turnhalle.
In der westlichen Welt gewann die Mevlevi - Tariqa an hohem Bekanntheitsgrad weil seit einigen die Mevlevi -Derwische im Rahmen von traditionellen Festivals auch der Türkei auftreten dürfen.