Nach seiner juridische Ausbildung beschäftigte er mit agrar- und sozialpolitischen Problemen und nutzte Gut bei Spital am Semmering als Musterbetrieb praxisnahe Lösungen - berühmt wurde seine Zuchtkuh mit Rekordmilchleistungen.
In Wien war er als Volksbildner und ein Mitbegründer der Wiener Zentralbibliothek und Deutschen Turnerschaft ( 1890 ). Wie Ludo Moritz Hartmann unterstützte er Initiative zur Gründung der ersten Volkshochschule Österreichs. Am 2. Dezember 1900 wurde ein Aufruf zur Konstituierung einer veröffentlicht die er genauso wie Ernst Mach Rosa Mayreder und Julius Tandler unterzeichnete. Durch seine liberal und großdeutsch gesinnt wird er zu österreichischen Fabiern gezählt aber trotz seiner Nähe zur Großdeutschen Volkspartei blieb er parteilos.
Michael Hainisch war vom 9. Dezember 1920 bis 10. Dezember 1928 für zwei Amtsperioden erster Bundespräsident Österreichs aufgrund seiner korrekten Amtsführung bei allen politischen anerkannt. Er war ein Förderer der Landwirtschaft Elektrifizierung der Eisenbahnen des Fremdenverkehrs des österreichisch-deutschen des ländlichen Brauchtums und der Schaffung eines Nach seiner Amtsperiode als Bundespräsident wurde er 1929 Handelsminister im Kabinett Schober III.