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Michael Kohlhaas (Kleist)


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Michael Kohlhaas ist eine Novelle Heinrich von Kleists . Sie wurde 1810 erstmals veröffentlicht.

Hintergrund

Die historische Vorlage für Michael Kohlhaas stammt aus dem 16. Jahrhundert : Hans Kohlhase wollte mit einem Feldzug erlittenes Unrecht sühnen und somit den Konflikt der Obrigkeit für sich entscheiden. Diese Vorlage Kleist zu einem Drama in dem es um die Konfrontation zwischen Idealwelt und Wirklichkeit geht: Kohlhaas sieht sich Gegensätzen ausgeliefert zum Teil heute noch Bestand haben.

Politischer Hintergrund

Um 1800 sorgten sowohl die außenpolitischen Misserfolge (Niederlage Krieg gegen Napoleon ) als auch die unklaren innenpolitischen Verhältnisse Verhalten deutscher Fürsten gegenüber Napoleon) für Unzufriedenheit Preußen .

Kleist stellt sich klar gegen Frankreich seine Haltung war reformbestimmt.
Seine rechtlich-politischen Forderungen drückt er durch die Kohlhaas aus und äußert seine Meinung ohne aufgrund politischer Agitation verdächtig zu werden.

Inhalt

Der im brandenburgischen ansässige Rosshändler Michael Kohlhaas ist mit Koppel Pferde in Richtung Sachsen unterwegs als er vom Burgvogt des Junkers Wenzel von Tronka mit der Begründung er keinen Pass habe widerrechtlich aufgehalten wird. Der Burgvogt Kohlhaas zwei Pferde als Pfand zurückzulassen.

In Dresden erfährt Kohlhaas dass die Passforderung völlig gewesen sei woraufhin er seine Pferde wieder will. Als er auf der Burg ankommt muss er feststellen dass die durch harte Feldarbeit völlig heruntergekommen sind und Knecht der gegen die missbräuchliche Verwendung der protestiert hatte übel zugerichtet worden ist.

Kohlhaas verklagt den Junker auf Erstattung Krankenkosten für seinen Knecht und auf Wiederauffütterung Rappen . Nach einem Jahr erfährt er dass Klage durch einflussreiche Verwandte des Junkers niedergeschlagen

Kohlhaas will nichts unversucht lassen um ordentlichem Wege Recht zu bekommen. Doch weder Unterstützung eines befreundeten Stadthauptmanns noch der persönliche seiner Frau Lisbeth die beim Versuch den Kurfürsten eine Petition zu überreichen von einem Wachsoldaten niedergestochen und daraufhin an ihren schweren Verletzungen stirbt Kohlhaas weiter.

Da es ihm scheinbar nicht möglich die Auseinandersetzung gesetzmäßig zu lösen wird aus rechtschaffenen Kohlhaas der Verbrecher Kohlhaas. Er beginnt private Auseinandersetzung mit dem Junker Wenzel von

Er zerstört mit sieben Knechten die des Junkers der nach Wittenberg geflohen ist. Mit seinem ständig anwachsenden zieht er nach Wittenberg wo er die seines Feindes verlangt. Mehrmals fällt er brandschatzend Wittenberg ein um seiner Forderung Nachdruck zu selbst ein 500 Mann starkes Heer schafft nicht Kohlhaas Kriegshaufen zu schlagen.

Während man in Dresden über das Vorgehen gegenüber Kohlhaas berät kommt es zu heimlichen Gespräch zwischen Kohlhaas und Martin Luther der eine Amnestie beim Kurfürsten für erwirkt. Daraufhin entlässt Kohlhaas seine Mitstreiter und nach Dresden wo nun seine Klage gegen Junker stattgegeben werden soll.

Doch erneut wird der Junker durch Freunde geschützt und Kohlhaas wird in den geworfen.

Zwar setzt der Kurfürst von Brandenburg Auslieferung durch doch da der sächsische Hof den Kaiser in Wien angerufen hat erhält der Fall Kohlhaas für die Obrigkeit in Berlin die Bedeutung mit Strenge zu statuierenden Exempels. Obwohl der von Sachsen plötzlich überraschend alle Hebel in setzt um das Leben von Kohlhaas zu wird dieser zum Tode verurteilt. Der Kurfürst herausgefunden dass Kohlhaas eine Kapsel bei sich in der sich ein für die Geschicke Hauses hochbedeutsamer Zettel befindet.

Als Kohlhaas in Berlin zum Schafott wird erkennt er in der Menge den Kurfürsten. Er verschlingt den für den Kurfürsten wichtigen Zettel und lässt sich widerstandslos enthaupten. darf er noch seine wohlgenährten Pferde in nehmen und erfährt dass seine Klage gegen Junker stattgegeben ist.




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