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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 31. Oktober 2014 

Mine (Waffe)


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Eine Mine ist eine Explosionswaffe die als einzige vom Opfer selbst ausgelöst wird.

Die ersten "Minen" waren simple Stollen man vor der Erfindung des Schießpulvers unter feindliche Befestigungen grub um sie Einsturz zu bringen (davon kommt auch unser etwas unterminieren ). Durch Schießpulver wurden diese Stollen noch

Besonders im Ersten Weltkrieg wurde durch Stellungskampf verstärkt dieser Minenbau betrieben. Dabei wurden so genannte Horchstollen gegraben um die feindlichen zu entdecken Quetschstollen um die feindlichen Minenbauer einer kleinen Sprengladung zu zerdrücken oder eine um mit mehreren Tonnen Sprengstoff gegnerische Stellungen zerstören.

Inhaltsverzeichnis

Landmine

Die ersten modernen Landminen wurden nach Ersten Weltkrieg industriell hergestellt. Es hatte schon vorher Sprengladungen und Bomben gegeben aber durch die Massenfertigung wurde Mine erst gefährlich.

Landmine aus dem Zweiten Weltkrieg

Die klassische Landmine ist ein flacher mit Sprengstoff und einem Zünder der explodiert wenn er mit einem bestimmten Gewicht belastet wird. Minen werden in der vergraben so dass gerade noch der Zünder den Boden ragt.

Neben der "klassischen" Mine gibt es Varianten:

  • Es gibt Minen die durch einen ausgelöst werden und eine kleine Sprengladung hochschleudern in Augenhöhe explodiert und nicht nur den der Mine in den Tod reißt.
  • Wurfminen können mittels Raketen oder speziellen geworfen werden. Sie richten sich selbständig auf. Zündung erfolgt durch Kontakt zu einem hochstehenden so dass die Mine über die gesamte des überfahrenden Fahrzeugs wirkt und nicht nur Gewichtsbelastung. Da solche Minen offen verlegt sind sie gegen Aufnahme gesichert. Die Wirkdauer wird der Verlegung eingestellt danach entschärft sich die selbst.
  • Der Sowjetarmee wurde vorgeworfen in Afghanistan Flugzeugen aus kleine Plastikminen abzuwerfen die explodieren man sie in die Hand nimmt.
  • Das entsprechende amerikanische Produkt ist die M-12 (Verlegung feucht nach 10 Minuten geschärft oder BLU-43/B "Drachenzahn" (nur 29 g schwer).
  • Moderne Minen bestehen auch aus kleinen mit selbstsuchenden Sprengköpfen die horizontal auf einem gelagert sind und starten sobald der Suchkopf Ziel detektiert.
  • Eine Sonderform sind auch Selbstschusssplitterminen in einer Selbstschussanlage (z. B. an der Innerdeutschen Grenze zwischen BRD und DDR)

Man unterscheidet Anti-Personen-Minen die sehr klein können und oft nicht zum Tode führen das Opfer verstümmeln und Panzerminen die eine Sprengladung tragen und erst ab einer gewissen explodieren. Gerade die nicht als Sprengkörper erkennbare besonders kleinen Minen stellen eine große Gefahr allen für Kinder dar.

Nach dem UN-Landminenprotokoll muss die Position verlegten Minen notiert werden. Eingebaute Selbstentschärfungsmechanismen sollen Minen nach einer bestimmten Zeit automatisch entschärfen. der Realität werden Minen jedoch oft unkontrolliert und ohne Plan verlegt. Manche kriegsführenden Parteien Minen auch mit voller Absicht gegen die um eine Gegend unbewohnbar zu machen oder Terror gegen eine feindliche Bevölkerung zu üben. und lebenslange Verstümmelung Unschuldiger sind die Folgen.

Panzermine im Schnitt

Minen kosten sehr wenig lassen sich herstellen und rasch in großen Stückzahlen verlegen. sind daher vor allem für Kriege in Entwicklungsländern ungemein attraktiv wo der Hass zwischen Volksgruppen oft so tief sitzt dass alle Bedenken über Bord geworfen werden. So wurden im Balkankonflikt Minen gezielt in den Lebensbereichen (Brunnen Stromleitungen) der Zivilbevölkerung eingesetzt.

Länder mit Landminen



Minensucher mit Minenspürhund in Sri Lanka

Minenräumung

Oft suchen Menschen mit Detektoren nach was aber bei Plastikminen nicht wirkt. Minenräumhunde verlegte Minen auch erschnüffeln. Auch Ratten werden zur Minensuche eingesetzt.

Anti-Personenminen räumt man mit Spezialfahrzeugen die drehbaren Zylinder aus Metall vor sich tragen dem lange Ketten herabhängen. Der Zylinder dreht schnell die Ketten peitschen gegen den Boden bringen die Minen gefahrlos zur Explosion (siehe Keiler (Panzer)).

Panzerminen werden durch das Gewicht eines nicht ausgelöst und können daher gefahrlos von entschärft werden.

Es ist daher üblich beide Minenarten mischen damit Minenräumpanzer nicht bedenkenlos in ein von Anti-Personenminen geschickt werden können und damit Minenräumer nicht gefahrlos Panzerminen ausgraben können.

Die Entschärfung von Minen erfolgt meist Hand indem der Entschärfer den Zünder unschädlich Auch eine Entschärfung per ferngesteuertem Roboter ist in armen Ländern aber nicht realistisch.

Dänische Wissenschaftler haben ein genmanipuliertes Gewächs Mausohrkresse (auch Ackerschmalwand genannt) entwickelt. Die grünen der Pflanze färben sich nach einigen Wochen und zeigen so Stickstoffdioxid im Boden an aus im Boden vergrabenen Landminen entweicht. Obwohl Probleme zu lösen sind könnte diese Methode Zukunft die Minenräumung wesentlich effizienter gestalten.

Seemine

Seeminen sind Minen die gegen Schiffe werden. Die ersten Seeminen waren mit Berührungszündern und trieben dicht unter der Wasseroberfläche. Teilweise sie durch Anker an ihrem Standort festgehalten

Im Zweiten Weltkrieg wurden Grundminen entwickelt in flachem Gewässer auf Grund liegen und den Überlauf eines Schiffes gezündet werden. Die erfolgte durch die Änderung des erdmagnetischen Feldes Ort der Mine hervorgerufen durch das Magnetfeld überfahrenden Schiffes. Teilweise werden heutzutage die Zünder mit Akustiksensoren oder Drucksensoren ausgestattet. Auch Kombinationen Sensoren sind möglich. Dadurch besteht die Möglichkeit Zielauswahl hinsichtlich der Größe und des Typs Schiffen zu treffen. Manche Zünder sind mit ausgestattet die erst nach einer bestimmten Zahl Überläufen ansprechen dadurch soll die Räumung erschwert

Länder mit Seestreitkräften haben seit der dieser Waffe Seeminen im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung zum eigenen Schutz der Küsten und Häfen als auch das Seegebiet des Gegners durch von Seeminen blockiert.

Das Legen der Seeminen ist nicht jedem Fall an einen bestimmten Schifftyp gebunden. heute sind zumeist die Küstenregionen vieler Weltmeere durch Minen aus beiden Weltkriegen noch immer belastet. Das gilt besonders die Ost- und Nordsee .

Das Suchen und Räumen der häufig Sprengladungen verlangt nach speziell ausgerüsteten Schiffen den Minensuchbooten und besonders ausgebildeten Mannschaften. Bis 1972 wurden Seestraßen in Nord- und Ostsee von Seeminen geräumt und in Seekarten als vermerkt. Das Risiko durch die verbliebenen Minen danach aufgrund des Alters ihrer technischen Ausstattung Zünder und Batterien und der Korrosion durch Seewassereinfluss als nicht höher eingestuft das Risiko der Seefahrt überhaupt.

Initiativen und Internationale Abkommen

Bekanntestes Beispiel für ein Engagement gegen ist Prinzessin Diana die sich von 1996 bis zu ihrem Tod öffentlichkeitswirksam in und Bosnien für deren Ächtung einsetzte.

Weltweiter Druck durch Nichtregierungsorganisationen und der Mut einiger Regierungsvertreter führten 3. Dezember 1997 im kanadischen Ottawa zur Unterzeichnung des Anti-Personenminen-Verbotsvertrages ("Ottawa-Konvention") der dem 1. März 1999 als bindendes internationales Recht in Kraft ist. Mit Stand vom 31. Juli 2003 haben 147 Länder den Vertrag unterzeichnet 13 Länder in denen die Ratifizierung aussteht. Weil nie zuvor eine Waffe zivilgesellschaftlichen Engagements verboten worden war wurde der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen 1997 der Friedensnobelpreis verliehen.

Weblinks

Siehe auch: Explosionswaffe Waffe



Bücher zum Thema Mine (Waffe)

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