Die ältesten Besiedlungsspuren stammen aus dem Neolithikum . Ca. um 3000 v. Chr. beginnt in Kreta die Bronzezeit. In Orten bilden sich wirtschaftlich dominierende Oberschichten. Ungefähr Jahrtausend später entstehen Paläste wie sie in Knossos Mallia Phaistos Galatas und Kato Zakros ausgegraben wurden. 1700 v. Chr. führt ein Erdbeben zur Zerstörung der Paläste und zum anschließenden Wiederaufbau. Nach einer tektonischen Erschütterung werden die neuen Paläste etwa Jahre später noch prächtiger ausgestaltet. In der SM I B (s. u.) beginnt der mykenischer Griechen auf der Insel wirksam zu werden. um 1430 v. Chr. kommt es zur endgültigen Zerstörung der Nur der Palast in Knossos wird wieder Dort ist nun eine griechische Herrscherschicht feststellbar. 1330 v. Chr. wird auch der Palast in Knossos
Evans führte eine Periodisierung ein die hauptsächlich auf Stilvergleiche der aufgefundenen Keramik stützt. Eine zweite Einteilung stammt von Platon dem Entdecker des Palastes in Kato Diese orientiert sich an den Bauphasen der Paläste. Beide Periodisierungen sind allgemein anerkannt. Die der Epochen zu bestimmten Jahreszahlen ist jedoch gesichert und wird weiter diskutiert. Wichtigster Anhaltspunkt die zeitliche Einordnung sind Funde kretischer Importware Ägypten und umgekehrt jedoch ist auch die Ägyptens vom jeweils aktuellen Stand der Forschung
Die Vermutung ein Vulkanausbruch auf der Insel Thera ( Santorini ) habe zum Untergang der minoischen Kultur gilt mittlerweile als eher unwahrscheinlich da die in Thera aufgefundene Keramik aus der Phase I A stammt. Das Ereignis ist deshalb hauptsächlich für die Datierung dieser Epoche von Die unterschiedlichen Einordnungen schwanken zwischen 1628 v. Chr. und 1520 v. Chr. .
Weiter stehen aber schwere Erdbeben der von Absatzmärkten für kretische Produkte oder innere als Ursachen für den Niedergang der Minoer Diskussion. Sicher ist nur dass schließlich achäische Fürsten den Palast in Knossos übernahmen. kommt eine militärische Eroberung ebenso in Betracht eine Übernahme durch eine geschickte Heiratspolitik.
Die Frage nach dem Untergang der Kultur fand zu Beginn der Forschungen auch großes Interesse weil die Minoer ohne jede zur späteren Kultur Griechenlands verschwunden zu sein Die Entzifferung der Linearschrift B bewies aber die Anwesenheit einer griechisch sprechenden Herrscherschicht in der Nachpalastzeit. Die Kontinuität in der Kultur Kretas über den hinweg und der Beitrag der Minoer zur des späteren Griechentums werden seitdem immer deutlicher.
Die Besiedlungsdichte Kretas in minoischer Zeit auf dem Land etwa der heutigen. Die waren jedoch deutlich kleiner als die modernen. Knossos schwanken die Schätzungen zwischen 10 000 20 000 Einwohnern. Kreta war damit für Verhältnisse äußerst dicht besiedelt.
Viel zitiert ist Homers Beschreibung Kretas als Land mit 90 und einem bunten Gemisch von Völkern und (Odyssee 19. Gesang 173). Diese Verse beziehen zwar auf eine spätere Epoche jedoch könnten in minoischer Zeit verschiedene Ethnien die Insel haben.
Die minoische Kultur war die erste Hochkultur. Der Name Europa leitet sich von der phönizischen Königstochter ab die der Sage nach von Zeus nach Kreta entführt wurde. Von der Kunstfertigkeit der zeugen insbesondere die minoischen Palastanlagen in Knossos Phaistos und Malia. Zahlreiche kunstvolle Wandfresken und Siegel bezeugen den hohen Entwicklungstand der minoischen Die Minoer verwendeten eine eigene Schrift die nicht sehr zahlreichen Tontafelfragmenten überliefert ist. Aus Linearschrift A leitet sich die von den Mykenern Linearschrift B ab. Die Mykener übernahmen zahlreiche weitere kulturellen Errungenschaften der Minoer womit die minoische ein direkter Vorläufer der griechischen Kultur war.
Einer der wohl erstaunlichsten auf Kreta Gegenstände ist eine Tonscheibe mit eingestempelten Schriftzeichen. Verwendung von Stempeln stellt für die Zeit 3700 Jahren eine einzigartige Innovation dar. Bei einmaligen und rätselhaften Objekt handelt sich um Diskos von Phaistos .
Zentren kretischer Religion bildeten Gipfel- und Auch die Paläste dürften kultischen Funktionen gedient
Darstellungen vor allem auf Siegeln und lassen auf eine polytheistische Religion schließen. Möglicherweise war die kretische Religion Frauen werden meist mit weiblichen Gottheiten dargestellt mit männlichen.
In den Heiligtümern wurden Votivgaben aus Ton Bronze und Silber entdeckt die Miniaturabbildungen von Tieren Fabelwesen und menschlichen Gliedmaßen darstellen. Abbildungen eines Stieres können als symbolisches Opfer des dargestellten Tieres ein Fuß als um Gesundheit des Körperteils interpretiert werden.
Die Bemalung eines in Agia Triada Sarkophags zeigt u.a. eine Opferszene: Mehrere im dargestellte Priesterinnen bringen ein Stieropfer dar. Der wird auf einem separaten Opfertisch geschlachtet. Im ist ein Flötenspieler erkennbar. Am rechten Rand Bildes sind ein Altar ein mit einer Doppelaxt geschmückter Pfeiler eine Art Schrein mit Doppelhörnern und einem zu erkennen.