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Königsbote


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Der lateinische Begriff missus bezeichnet im Mittelalter allgemein einen Bevollmächtigten eines Großen im Bereich. Die missi dominici / Königsboten (auch „missi fiscales missi regales missi stellen dabei die wichtigste Gruppe dar.

Schon unter den frühen Karolingern beginnt eine regelmäßige Aussendung von „missi Sie wurden aus den königlichen Vasallen gewählt. Hauptaufgabe war die Kontrolle des Königsguts. Daneben sie noch mehrere andere Aufgaben:

  • Funktion als Verbindungsglieder zwischen den geistlichen weltlichen Großen.
  • Überwachung und Durchführung von königlichen Anordnungen.
  • Beseitigung von Mängeln.
  • Meldung bei Verstößen.

Im Jahr 802 kommt es unter Karl d. Gr. zu einer Neuordnung der Institution der Königsboten:

  • Keine niederen Vasallen mehr sondern nur noch "potentes".
  • Zu zweit ausgeschickt: Ein Weltlicher und Geistlicher.
  • Zuteilung der missi zu bestimmten Sprengeln („missaticum“) die viermal im Jahr bereist mussten.
  • Ein Jahr Amtszeit bei bewährten „missi" war Verlängerung möglich.

Das System bewährte sich gut unter Karl d. Bald aber traten durch immer größere Eigeninteressen Adels Schwierigkeiten auf. Dadurch kam es schon 9. Jahrhundert zum Verfall des Systems im 10. Jahrhundert ist es verschwunden.




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