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Mit brennender Sorge


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Die Enzyklika "Mit brennender Sorge" wurde von Papst Pius XI. am 10. März 1937 unterzeichnet. Das päpstliche Rundschreiben befasst sich der Situation der römisch-katholischen Kirche und ihrer Mitglieder in Deutschland in konkreten Situation zur Zeit des Nationalsozialismus . Die Benennung erfolgt - wie bei üblich - nach ihren Eingangsworten stellt aber eine Besonderheit dar als die Enzyklika im in deutscher Sprache verfasst ist und deshalb offizielle Bezeichnung ausnahmsweise nicht lateinisch ist.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Ausgangspunkt für das Schreiben ist die der katholischen Kirche im nationalsozialistisch beherrschten Staat nach dem Abschluss des Reichskonkordats aus dem Jahre 1933 . Es war aufgrund der Politik der immer wieder zu Protestnoten des heiligen Stuhls über die in Art. 31 des garantierte Betätigungsfreiheit der katholischen Organisationen gekommen die Maßnahmen der Gleichschaltung bedroht waren. Weiter gab die päpstliche wiederholt ihrer Sorge über Schwierigkeiten bei den und der Priesterausbildung sowie der Gottesleugnung z.B. die Schriften Alfred Rosenbergs Ausdruck. Als auch zahlreiche Beschwerdeschreiben der Bischöfe und eine persönliche Vorsprache des Bischofs München und Freising und Vorsitzenden der Bischofskonferenz Michael von Faulhaber bei Adolf Hitler ohne blieben beriet die Vollversammlung der Bischofskonferenz im 1937 über das weitere Vorgehen. Dabei konnten Bischöfe keine Einigung erzielen ob die bisherige der Beschwerdeschreiben fortgesetzt werden sollte oder ob in die Öffentlichkeit gehen sollte. Letztere Position insbesondere der Bischof von Münster Clemens August Graf von Galen und der Bischof von Berlin Konrad von Preysing.

Entstehung

Bei einem Besuch im Januar 1937 Rom bot der Kardinalstaatssekretär Eugenio Pacelli der spätere Papst Pius XII. gegenüber Kardinal von Faulhaber an gegen Konkordatsverletzungen einen Hirtenbrief des Papstes zu veranlassen. Tage später übergab Faulhaber einen - in Anschreiben als "unvollkommen und wohl auch ganz bezeichneten - Entwurf. Diesen Entwurf hat Pacelli Grundlage seiner Formulierung der Enzyklika benutzt. Er dabei die die durch das Reichskonkordat gegebene Lage als Einleitung eingefügt die den Nationalsozialismus ausdrücklich nennenden Formulierungen Kardinal Faulhabers klarer auf NS-Ideologie bezogen und das Schreiben nicht als an die Kirche in Deutschland adressierten Hirtenbrief als Enzyklika an die ganze Kirche konzipiert.

Inhalt

Die Enzyklika gliedert sich in Einleitung Hauptteile die sich mit einzelnen Fragestellung befassen sich an bestimmte Adressaten wenden und den

Einleitung

In der Einleitung weist der Papst brennender Sorge und steigenden Befremden auf die Bedrängnis der Kirche in Deutschland hin. Anknüpfend das trotz mancher Bedenken abgeschlossene Reichskonkordat wird Verhalten der Reichsregierung als "Machenschaften die von kein anderes Ziel kannten als den Vernichtungskampf" Die Reichsregierung habe Vertragsumdeutung die Vertragsaushöhlung schließlich mehr oder minder öffentliche Vertragsverletzung zum Gesetz Handels gemacht.

Reiner Gottesglaube

Der erste Hauptteil wendet sich gegen Verwendung des Begriffs "gottgläubig" durch die Machthaber Deutschland. Wer in pantheistischer Verschwommenheit Gott mit Weltall gleichsetze wer das düstere Schicksal an Stelle des persönlichen Gottes rücke oder wer oder das Volk oder den Staat oder Staatsform die Träger der Staatsgewalt oder andere menschlicher Gemeinschaftsgestaltung zur höchsten Norm mache gehöre zu den Gottgläubigen. Denjenigen die ihre Christenpflicht ein angriffslüsternes von einflussreicher Seite vielfach begünstigtes erfüllten spricht der Papst anerkennende Bewunderung aus.

Reiner Christusglaube

Im zweiten Hauptteil wird dargelegt dass sagen dürfe gottgläubig zu sein sei ihm genug. Der Gottesglaube müsse durch den Glauben Christus gestützt werden. In diesem Zusammenhang wird dass die - von den Nationalsozialisten als abgelehnten - Bücher des Alten Testaments organischer Teil der Offenbarung Gottes seien. Blindheit und Hochmut könnten die Augen vor Schätzen verschließen die das Alte Testament berge. gegen den Kult um die Person Hitlers heißt es dass derjenige der in Verkennung Unterschieds zwischen Gott und Geschöpf irgendeinen Sterblichen Christus zu stellen wage oder gar über oder gegen ihn ein Wahnprophet sei.

Reiner Kirchenglaube

Nach näherer Darlegung der römisch-katholischen Auffassung der Einheit der Kirche heißt es im Hauptteil nur eine sich in allen ihren auf sich selbst besinnende jede Veräußerlichung und abstreifende mit den Geboten Gottes und der ernst machende in Gottesliebe und tätiger Nächstenliebe bewährende Christenheit werde der im tiefsten Grunde Welt Vorbild sein können und müssen wenn unsagbares Unglück und ein alle Vorstellung hinter lassender Niedergang hereinbrechen solle. Die Aufrufe zum aus der Kirche der mit verhüllten und Zwangsmaßnahmen Einschüchterungen und Inaussichtstellung wirtschaftlicher beruflicher bürgerlicher insbesondere von katholischen Beamten als Form des zum gegenwärtigen Staat gefordert werde müsse von Gläubigen auch um den Preis schwerer irdischer als Verrat am Taufgelübde zurückgewiesen werden. Wer einen äußerlichen Kirchenaustritt mit dem innerlichen Festhalten der Treue zur Kirche zu verbinden dem das Schriftwort "Wer mich vor den Menschen den werde ich auch vor meinem Vater eine Warnung sein.

Reiner Glaube an den Primat

Der vierte Teil befasst sich mit von der römisch-katholischen Kirche beanspruchten Vorrang des und erteilt dem Wunsch- und Lockbild einer Nationalkirche eine Absage.

Keine Umdeutung heiliger Worte und Begriffe

Die Umdeutung religiöser Grundbegriffe ist das des fünften Abschnitts. Dort werden beispielsweise "Offenbarung" die Gleichsetzung mit den Einflüsterungen von Blut Rasse "Glauben" gegen die Benutzung für das auf die Zukunft des Volkes und "Unsterblichkeit" die Verwendung als kollektives Mitfortleben im Weiterbestand Volkes verteidigt.

Sittenlehre und sittliche Ordnung

Im sechsten Teil wird festgestellt dass Zwangsgewalt des Staates und keine rein irdischen auch in sich genommen hohen und edlen auf die Dauer im Stande seien die dem Gottes- und Christusglauben kommenden letzten und Antriebe zu ersetzen. Die Auslieferung der Sittenlehre eine subjektive mit den Zeitströmungen wechselnde Menschenmeinung zersetzenden Kräften Tür und Tor.

Anerkennung des Naturrechts

Der siebte Teil hat zum Gegenstand jedes positive vom Gesetzgeber gesetzte Recht auf sittlichen Gehalt nachgeprüft werden müsse. Daran gemessen der Satz "Recht ist was dem Volke zu verwerfen. Nicht weil es nützlich sei es sittlich gut sondern weil es dem entspreche sei das positive Recht nützlich. Von Grundregel lösgelöst müsse der Grundsatz Recht sei dem Volke Nützliche den ewigen Kriegszustand zwischen verschiedenen Nationen bedeuten. In diesem Zusammenhang werden Recht zum Bekenntnis des Glaubens und das und Schulwahlrecht der Eltern als Bestandteile des angeführt.

An die Jugend

Ausdrücklich an die Jugend - und formal außerhalb des Adressatenkreises weil die Enzyklika den damaligen Gepflogenheiten an die Bischöfe gerichtet - wendet sich der achte Hauptteil. Im auf die nicht ausdrücklich genannte Hitlerjugend wird gesagt es sei selbstverständlicher Rechtsanspruch Eltern und Kinder dass staaliche Pflichtorganisationen für Jugend von allen Betätigungen christentums- und kirchenfeindlichen gesäubert würden. Nicht nur in der viel heldischen Größe sondern auch im sittlichen Kampf es Heldentum. Es wird der Erwartung Ausdruck die gläubige katholische Jugend werde ihr Recht christliche Sonntagsheiligung auch in den staatlichen Pflichtorganisationen machen.

An die Priester und Ordensleute

Im neunten Teil spricht der Papst Kleriker an spricht ihnen Mut und Zuversicht und fordert sie auf im Dienst an Wahrheit auszuharren. Denjenigen die wegen ihrer Ausübung Hirtenpflicht Leid und Verfolgung bis in die und das Konzentrationslager hinein tragen mussten und wendet er seinen Dank und die väterliche zu.

An die Getreuen aus dem Laienstande

Der letzte und zehnte Hauptteil richtet an die Laien und grüsst alle die zu dem geblieben sind was sie geglaubt Je mehr die Gegner sich bemühten ihre Absichten abzustreiten und zu beschönigen um so sei wachsames Misstrauen und durch bittere Erfahrung Wachsamkeit am Platze. Keine irdische Gewalt könne Eltern von dem Band der Verantwortung entbinden sie mit ihren Kindern verbinde.

Schluss

Der Schlussteil wendet sich wieder an Bischöfe als die eigentlichen Adressaten. Ihnen versichert Papst jedes Wort der Enzyklika abgewogen zu um nicht durch unzeitgemäßes Schweigen mitschuldig zu und nicht durch unnötige Strenge die auf Wege des Irrtums Wandelnden zu verhärten. Abschließend der Papst Gott zum Zeugen an das kein innigerer Wunsch leite als die Wiederherstellung wahren Friedens zwischen Kirche und Staat in Wenn aber der Friede nicht sein solle werde die Kirche ihre Rechte und Freiheiten

Verbreitung

Die Verteilung der Enzyklika konnte in nur unter Geheimhaltung erfolgen. Nachdem die Nuntiatur Schreiben an die Bischöfe weiter gegeben hatte diese für die Verbreitung in ihren Diozösen In den meisten Bistümern wurden Abschriften an Kleriker gesandt in den Bistümern München Münster Speyer wurden Sonderdrucke in hohen Auflagen (man insgesamt 300.000 Stück) gefertigt. Am 21. März wurde die Enzyklika in allen katholischen Gemeinden

Literatur

  • Ebinger Thomas: Die Enzyklika "Mit brennender Sorge" vom 21. 1937 - Die katholische Kirche antwortet auf Herausforderung durch den Nationalsozialismus Seminararbeit 1996

Weblinks

Siehe auch: Barmer Theologische Erklärung



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