Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 2. September 2014 

Mittelalter


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Das Mittelalter bezeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte zwischen der Antike und der Neuzeit welche christliche antike und germanische (auch Überlieferungen vereint.

Grundzüge des Mittelalters sind die nach Ständen geordnete Gesellschaft die gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur Kunst und Wissenschaft Latein oder Griechisch als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache die der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nach dem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) und ein recht Weltbild .

Inhaltsverzeichnis

Zeitliche Festlegung

Das Mittelalter ersteckt sich ungefähr von Völkerwanderung ( 4. bis 6. Jahrhundert ) bzw. dem Untergang des weströmischen Reiches 476 bis zum Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts .

Die Datierungen sind nicht immer einheitlich kommt oft darauf an welche Aspekte der bevorzugt werden und von welchem Land man ausgeht. Stellt man z.B. den des Islam in den Vordergrund kann man Mohammeds Hedschra ( 622 ) als Beginn sehen. Ebenso gibt es Datierungsmöglichkeiten für das Ende des Mittelalters z.B. Erfindung des Buchdrucks (um 1450 ) oder auch die Reformation ( 1517 ). Legt man den Fokus auf einzelne kann man auch zu verschiedenen Eckdaten kommen. war z.B. um 1420 in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen während man zur gleichen Zeit England noch vom Mittelalter spricht.

Mittelalter bezieht sich in erster Linie die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation - der Begriff kaum im Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen verwendet.

Epochen des Mittelalters

Man kann das Mittelalter grob in Phasen gliedern:

  • Frühmittelalter (5. bis 11. Jahrhundert)
  • Hochmittelalter (11. bis 13. Jahrhundert)
  • Spätmittelalter (13. bis beginnendes 16. Jahrhundert)

Frühmittelalter

Das Frühmittelalter umfasst die Zeit der Völkerwanderung die weitgehende Christianisierung Europas das Frankenreich den Einfall der Wikinger den Beginn des römisch-deutschen Kaiserreichs die zwischen Kaisertum und Papsttum . Außerdem wirkt der Aufstieg des Islam und sein schnelles Ausgreifen bis nach prägend. Wirtschaftlich ist es eine Zeit der mit Adels- und Grundherren und Leibeigenen. Wesentliche sind das Byzantinische Reich die Klöster insbesondere die des Benediktinerordens sowie die Gelehrten des arabisch - muslimischen Kulturkreises.

Hochmittelalter

Das Hochmittelalter ist die Blütezeit des Rittertums und des römisch-deutschen Kaiserreichs und Lehnswesens und des Minnesangs . Es ist auch die Epoche der zwischen weltlicher und geistlicher Macht im Investiturstreit welcher die Einsetzung mehrerer Gegenpäpste zur Folge hatte. Der Einfluss der zeigte sich vor allem an den Kreuzzügen gegen den Islam denen auch Juden Opfer fielen. Die wichtigsten Orden sind jetzt neben den Zisterziensern die Bettelorden der Franziskaner und Dominikaner . Im Hochmittelalter entstand das Zunftwesen das die sozialen und wirtschaftlichen Vorgänge den Städten stark prägte.

Spätmittelalter

Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der beginnenden Geldwirtschaft . In dieser Zeit steigt die Hanse zur Welthandelsmacht auf. Seit etwa 1280 bis einige Jahrzehnte nach der "Großen ( Schwarzer Tod ) um 1350 macht die europäische Geschichte einige krisenhafte durch die zu einem starken Bevölkerungsrückgang ( Wüstung Pest ) führten aber auch zu starken Veränderungen Gesellschaftstruktur die so langsam zur Neuzeit überleiten (siehe auch: Krise des 14. Jahrhunderts ).

Als wesentlich für den Übergang vom zur Neuzeit betrachtet man im allgemeinen die der Renaissance (je nach Land spätes 14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert ) die Entdeckung insbesondere der "neuen Welt" Christoph Kolumbus 1492 die Erfindung des Buchdrucks 1454 und in engen Zusammenhang damit der des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche und Beginn der Reformation . Diese Ereignisse sind alle in etwa der Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert

Auch die Eroberung Konstantinopels durch die Türken ( 1453 ) wird als ein Ereignis genannt das Ende des Mittelalters markiert. Dies ist nicht eine zeitlich passende Vereinfachung sondern hat einige weil mit dem Untergang von Byzanz das letzte lebendige Überbleibsel der Antike Desweiteren war der dadurch ausgelöste Strom byzantinischer und Gelehrter nach Italien hauptverantwortlich für den Beginn der Renaissance . Darüber hinaus wurden die Handelsrouten nach durch die Ausbreitung des Osmanischen Reiches blockiert dass westeuropäische Seefahrer neue Wege erkundeten. Dabei unter anderem Amerika (wieder-)entdeckt.

Der Begriff Mittelalter

Der Begriff Mittelalter bekam vom 16. bis 17. Jahrhundert eine negative Bedeutung. Der Begriff selbst von den Humanisten im 16. Jahrhundert geprägt weil sie Mittelalter als "dunkle" Epoche zwischen der Antike ihrer Zeit ansahen in der antike Traditionen wurden. In der Romantik wurde das Mittelalter dann aber wieder gesehen.

Sonstiges

Auch gibt es die umstrittene Theorie erfundenen Mittelalter .

Siehe auch:

Artikel über verwandte Themen:

Artikel über Personen des Mittelalters (Auswahl)

Bedeutende Dichter siehe unter Deutsche Literatur im Mittelalter

Literatur

  • The New Cambridge Medieval History Cambridge ff. (noch im Entstehen begriffen).
  • Lexikon des Mittelalters 9 Bde. Ausgabe dtv-Verlags München 2002 (in Hardcover München-Zürich 1980-1998). Werk!
  • Mittelalter in: Meyers Konversationslexikon 4.Aufl. 1888-90 Bd.11 S.689.
  • Fischer Weltgeschichte Mittelalter und frühe Neuzeit Bände) ISBN 3596507324
  • Oldenbourg Grundriß der Geschichte Bd. 5 verschiedene Jahrgänge.

Weblinks




Bücher zum Thema Mittelalter

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Mittelalter.html">Mittelalter </a>