Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 23. Dezember 2014 

Mittelmächte


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Mittelmächte waren ein Militärbündnis während des Ersten Weltkriegs . Die Bezeichnung resultierte aus der zentral-europäischen der beiden Hauptverbündeten Deutschland und Österreich-Ungarn . Später schlossen sich das Osmanische Reich und Bulgarien dem Bündnis an.

Historische Entwicklung vor dem Ersten Weltkrieg

Nach dem Sieg über Frankreich im Jahr 1871 wollte Reichskanzler Otto von Bismarck das deutsche Reich außenpolitisch absichern und isolieren. Dieses Ziel erreichte er mit dem Dreikaiserabkommen vom 22. Oktober 1873 in dem sich die Kaiser Deutschlands und Russlands anläßlich einer Zusammenkunft in Berlin zur wohlwollenden Neutralität verpflichteten. Obwohl die Allianz in erster Linie der Friedenssicherung dienen war es auch von entscheidender Wichtigkeit Russland einem Bündnis mit Frankreich fernzuhalten.

Am 7. Oktober 1879 wurde der Zweibund zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn um sich gegenseitig vor einem möglichen Überfall Russischen Reichs zu schützen. Aufgrund der Machtverluste im Nahen Osten (siehe Berliner Kongress ) schätzte man das zaristische Reich als Gegner ein. Des weiteren sollte um das der Kräfte zu wahren Österreich-Ungarn eine Großmacht europäischen Raum bleiben. Es war Bismarcks Absicht Doppelmonarchie auf jeden Fall zu schützen selbst sie für einen Angriffskrieg verantwortlich gewesen wäre. der Folgezeit verschärfte sich der Ton zwischen und Russland deren Generäle bereits Pläne für möglichen Krieg ausarbeiteten.

Zu einer allgemeinen Entspannung zwischen den Staaten kam es erst am 18. Juni 1887 mit dem Abschluss des geheimen Rückversicherungsvertrags in dem sich die Russen der verpflichten falls es zu einem erneuten Krieg Frankreich und Deutschland gekommen wäre. Ein Jahr bestieg Wilhelm II. den kaiserlichen Thron Deutschlands. Der überhebliche von Friedrich III. ließ Bismarck absetzen und machte sich seine Politik des Imperialismus und Nationalismus durchzusetzen.

Obwohl Russland den auf 3 Jahre Rückversicherungsvertrag verlängern wollte lehnte Wilhelm II. eine der Vereinbarung ab. In Folge dessen kam zu einem Ereignis das Bismarck immer verhindern Russland näherte sich Frankreich an.

Wilhelms Politik verstärkte die Rivalität der Großmächte wodurch sich die Anzahl der Konflikte Besonders die deutschen Rüstungsbemühungen zwangen andere Staaten gegen das Kaiserreich zu verbünden. Selbst Frankreich Großbritannien die wegen der Interessenkonflikte in Afrika Gegnern geworden waren einigten sich 1904 über ihrer Kolonialpolitik wodurch ein Krieg werden konnte (siehe Entente ). 1907 wurde ihr Bündnis durch Russland zur Triple Entente erweitert.

Die friedenssichernde Außenpolitik Bismarcks galt nicht Das Deutsche Reich konnte nur noch einen mit Italien und Österreich-Ungarn aufrechterhalten. Da sich Italien jedoch schon 1902 durch einen Nichtangriffsvertrag mit Frankreich an Westmächte angenährt hatte bildeten nur noch Deutschland die österreichische Doppelmonarchie eine feste Allianz.

Die Mittelmächte im Ersten Weltkrieg

Nachdem sich der Balkan zum größten von der türkischen Besetzung befreit hatte machten und Österreich-Ungarn ihre Ansprüche in dem Gebiet 1908 wurde Bosnien durch Österreich besetzt. Serbien das mit Russland alliiert war strebte Einigung aller slawischen Völker an ( Panslawismus ) wodurch sich der Konflikt mit der verstärkte. Die daraus resultierenden Spannungen führten zu gewaltigen Wettrüsten und letztlich zum Ausbruch des Weltkriegs. An einer Verhinderung des Krieges waren die Mittelmächte noch die Entente wirklich ernsthaft interessiert. Beide Seiten glaubten der Krieg bereits bis zum Winter des 1914 entschieden sein könnte.

Die Entente waren den Mittelmächten an und Material überlegen. Die Deutschen und die waren dagegen besser organisiert und ihre Kampfmoral ausgesprochen hoch. Auch waren Truppenbewegungen durch das gut ausgebaute Eisenbahnnetz schnell möglich.

Am 2. August schloss Berlin mit dem Osmanischen Reich geheimen Bündnisvertrag. Die Türken hofften auf eine ihre Expansionsziele die auf den Kaukasus und Mittelasien gerichtet waren. Vorerst blieben sie jedoch da die türkischen Heere noch nicht ausreichend einen Krieg gerüstet waren. Für die Mittelmächte der Eintritt des Osmanischen Reichs von größter da man sich erhoffte den Seeverkehr zwischen und den westlichen Alliierten unterbinden zu können. 3. November 1914 erklärte Russland der Türkei den da diese zuvor 3 russische Häfen im Schwarzmeer angegriffen hatten. Am 5. November erfolgte die Kriegserklärung Frankreichs und Großbritanniens.

In der nachfolgenden Zeit erstarten die in Europa zu einem Stellungskrieg der sich über Jahre hinwegziehen sollte. 4. September 1915 trat Bulgarien an die Seite der in den Krieg ein. Bulgarien stellte die militärische Macht auf dem Balkan dar weswegen Mittelmächte und die Entente ihr Interesse für Bündnis mit dem Land bekräftigten. Letzten Endes sich die bulgarische Führung für den Beitritt den Mittelmächten um somit das während des zweiten Balkankrieges verlorene Mazedonien wieder zurückzugewinnen.

Die Mittelmächte konnten während des Krieges militärische Erfolge erzielen (u.a. in Rumänien und an der russischen Ostfront). Doch endete der Krieg mit einer Niederlage die dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 besiegelt worden war. Zuvor kapitulierte Bulgarien 29. September das Osmanische Reich am 30. September und Österreich-Ungarn am 3. November . Zum Ende des Krieges standen sich 24 Millionen Soldaten der Mittelmächte und 42 Millionen Soldaten der Alliierten gegenüber.




Bücher zum Thema Mittelmächte

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Mittelm%E4chte.html">Mittelmächte </a>