Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Mittelniederdeutsche Sprache gehört zur niederdeutschen Sprache und entwickelte sich aus der Altniederdeutschen Sprache im Mittelalter etwa ab dem Jahr 1200. Sie zu dieser Zeit einer der beiden Zweige deutschen Sprache. Der andere Zweig ist das Mittelhochdeutsch .
Unter dem Begriff Mittelniederdeutsch werden sowohl als auch Mittelniedersächsisch zusammengefasst. Der Begriff Mittelniedersächsisch sich nicht auf das Bundesland Niedersachsen sondern auf das germanische Volk der Sachsen die im Gebiet zwischen Ijsselmeer und Pommern zuhause waren sowie auf das Reich der sächsischen Herzöge .
Aus dem Alt- bzw. Mittelniederdeutschen sind Sprachen entstanden:
Die mittelniederdeutsche Sprache war in der Hansezeit von etwa 1300 bis ca. 1600 Chr. die führende Schriftsprache im Norden Mitteleuropas diente als Lingua franca in der Nordhälfte Europas. Sie wurde zum Latein auch für Zwecke der Diplomatie und für Urkunden verwendet. So wurden der größte Teil Schriftverkehrs der Hanse in Mittel- und Nordeuropa Mittelniederdeutsch durchgeführt. Mittelniederdeutsche Urkunden gibt es von London im Westen bis Nowgorod im Osten und Bergen im Norden bis Westfalen im Süden. Auch in Wisby auf Gotland Riga Reval und Dorpat wurde mittelniederdeutsch kommuniziert. Insbesondere aus dieser resultiert ein erheblicher Einfluss des Niederdeutschen auf skandinavischen Sprachen Norwegisch Dänisch und Schwedisch der durch zahlreiche Lehnworte gekennzeichnet ist. Skandinavisten meinen rund die Hälfte des schwedischen gehe auf Niederdeutsch zurück.
Grammatikalisch und im Vokabular ist die Sprache etwas stärker mit dem heutigen Niederländisch dem Hochdeutsch verwandt als mit dem heutigen Nordniedersächsisch das seitdem zusätzliche skandinavische Elemente (Partizipbildung aufgenommen hat.
Neben den mittelniederdeutschen Urkunden stellen insbesondere Werke wichtige Sprachdenkmäler der mittelniederdeutschen Sprache dar: