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Moderne


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"Die Moderne" wurde geboren aus den gesellschaftlichen Umbrüchen durch die Aufklärung und der "Entdeckung" des Menschen als Kunsthistorisch betrachtet ist sie die Epoche die im 19. Jahrhundert mit den revolutionären Werken der Suprematisten Avantgardisten in Europa zunächst in der Malerei und mit Theateraufführungen ihren Höhepunkt fand und Ende in (zunächst West-) Europa durch das reaktionäre Wirken (vgl. entartete Kunst) der Nationalsozialisten wurde. Viele der verfolgten Protagonisten flohen zunächst Frankreich später in die Vereinigten Staaten und wo die weitaus meisten architektonischen (spät-) Werke Moderne entstanden. "Die Moderne" kehrte nie wieder Europa zurück.

Gelegentlich wird die Moderne auch als Art Endstadium einer Entwicklung bezeichnet für das folglich keine Überwindung mehr gibt.

Epochengeschichtliche Betrachtung

Der Beginn der Moderne wird häufig die Französische Revolution gelegt. So sieht der US-amerikanische Soziologe Bell den Hereinbruch der Moderne mit dem 1789 . Andere sehen eher einen Prozess der der Moderne der sich allmählich nach 1789 im 19. Jahrhundert vollzieht.

Als wesentliche Elemente der Moderne werden


Man muss sich zum Verständnis der deutlich machen dass alle diese Elemente die von uns heute als selbstverständlich erscheinen keineswegs und überall vorherrschende Überzeugungen waren und sind. Epochen lassen sich am besten dadurch kennzeichnen die Menschen dieser Epoche ohne Nachfragen als "Wahrheiten" und Grundüberzeugungen akzeptieren. Diese Selbstverständlichkeiten ändern im Laufe der Zeit. Zu den Änderungen Selbstverständlichkeiten siehe z. B. die Paradigmen-Theorie von Thomas S. Kuhn .

Neben der zeitlichen Dimension sollte auch räumliche Begrenzung der Moderne betrachtet werden. Auch moderne Einflüsse heute auf alle Kulturen festzustellen sind so ist das beispielweise Asien vorherrschende zirkulare Denken dem linearen Denken des westlichen Fortschrittsglaubens deutlich entgegengesetzt.

Den kulturellen Höhepunkt erreicht die Moderne Europa und Nordamerika in der Zeit zwischen beiden Weltkriegen . Besonders das deutsche Bauhaus hat sich als kulturelle Keimzelle der hervorgetan. Während in Russland die Bolschewiki und in Italien die Faschisten wenigstens in bildenden Kunst und insbesondere der Architektur mit der Moderne übereinstimmten haben deutschen Nationalsozialisten die Moderne zum Teil als "entartet" Auch Stalin war kein Anhänger der Moderne; seine in Kunst und Architektur lagen beim sozialistischen und damit war er den Nationalsozialisten weit näher gekommen als im Hitler-Stalin-Pakt vereinbar wurde.

Doch auch in anderen europäischen Ländern in den USA stand die internationale Moderne im Gegensatz dem wiedererweckten Nationalismus und vielen fundamentalistischen Tendenzen.

Die Nachfolge-Epoche der Moderne nennt sich die Postmoderne und auch für die Wegbereiter der hat man zwischenzeitlich den richtigen Fachbegriff bereit: Protomoderne.

Zitat

  • Was wir Moderne nennen - also die zwischen der europäischen Aufklärung und dem Ersten - hat uns mit idealistischen Zumutungen überlastet mit humanistischen Idealen geködert. Deshalb haben wir eine ambivalente Einstellung zur Moderne: sie ist und Alptraum zugleich. Deshalb fällt es uns schwer souverän in eine neue Zeit einzutreten. haben ein Entwöhnungstrauma der beendeten Moderne.

Abweichende Bedeutungen bei den Worten Mode und modern sind zu beachten sowie Sinnüberschneidungen mit Neuzeit .



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