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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 18. Dezember 2014 

Mond


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Dieser Artikel behandelt den Mond der Erde. Monde im Allgemeinen siehe Mond (Trabant) . Für weitere Bedeutungen siehe Mond (Begriffsklärung) .



Umlaufbahn
erdfernster Punkt 406.740 km
Mittlerer Radius 384.405 km
erdnächster Punkt 356.410 km
numerische Exzentrizität 0 0549
Umlaufdauer 27d 7h 43 7m
Siderischer Monat 27 32166 Tage
Synodischer Monat 29 53059 Tage
Ø Orbitalgeschwindigkeit 1 03 km/s
Inklination 5 1454°
Ist ein Mond der Erde
Physikalische Eigenschaften
Äquatorialer Durchmesser 3.474 8 km
Oberfläche 38 Mio km 2
Masse 7 349 × 10 22 kg
Mittlere Dichte 3 34 g/cm 3
Oberflächenbeschleunigung 1 62 m/s 2
Rotationsdauer 27d 7h 43 7m
Neigung der Rotationsachse 1 5424°
Albedo 0 12
Oberflächentemperatur [ K ]
min mittl. max
250
Eigenschaften der Atmosphäre
Luftdruck 3 × 10 -13 kPa
Helium 25%
Neon 25%
Wasserstoff 23%
Argon 20%
Methan
Ammonium
Kohlendioxid
Spuren
Zusammensetzung der Kruste
Sauerstoff 43%
Silizium 21%
Aluminium 10%
Kalzium 9%
Eisen 9%
Magnesium 5%
Titan 2%
Nickel 0 6%
Natrium 0 3%
Chrom 0 2%
Kalium 0 1%
Mangan 0 1%
Schwefel 0 1%
Phosphor 500 ppm
Kohlenstoff 100 ppm
Stickstoff 100 ppm
Wasserstoff 50 ppm
Helium 20 ppm
Der Erdmond (lateinisch Luna ) der meist nur Mond genannt wird ist der einzige natürliche der Erde . Er ist der einzige Himmelskörper außer Erde der jemals von Menschen betreten wurde gleichzeitig der bestuntersuchte. Trotzdem birgt er noch Geheimnisse weder die Frage seiner Entstehung noch die seiner Entwicklung oder seines Aufbaus können zu Beginn des 21. Jahrhunderts zweifelsfrei beantwortet werden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Mondbeobachtung

Es liegt in der Natur des sich über seine Umwelt Gedanken zu machen. Mond mit seinen selbst mit bloßem Auge Details ist nach der Sonne mit Abstand das hellste Objekt des zugleich kann man seinen einzigartigen Helligkeitswechsel zwischen Vollmond und Neumond sehr gut beobachten.

Mythologische Anfänge

Himmelsscheibe von Nebra

Die älteste bekannte Darstellung des Mondes eine 5000 Jahre alte Mondkarte aus dem irischen Knowth; in allen archäologisch untersuchten Kulturen gibt es Hinweise auf die große des Mondes für die damaligen Menschen. Der stellte meist eine zentrale Gottheit dar als weibliche Göttin z. B. bei Thrakern Bendis bei den Ägyptern Isis bei den Griechen Selene Diana und Hekate sowie bei den Römern Luna und Artemis oder als männlicher Gott wie z. B. den Sumerern Nanna in Ägypten Thot in Japan Susanowo bei den Azteken Tecciztecatl und bei den Germanen Mani . Ein häufig vorkommender Gedanke ist auch Bild von den drei Gesichtern der Mondgöttin: Neumond die verführerische Jungfrau voller Sexualität bei die fruchtbare Mutter und bei abnehmendem Mond alte Weib oder die Hexe mit der zu Heilen z. B. bei den Griechen mit Selene und Hekate sowie bei den Kelten Blodeuwedd Morrigan und Ceridwen.

Der Mond hat bis in die hinein seine Faszination nicht verloren und ist heute Gegenstand von Romanen und Fiktionen von Jules Vernes "Reise zum Mond" über Jacques Offenbachs "Frau Luna" bis hin zum "modernen" einer Besiedelung des Mondes.

Kalender

Neben der mythologischen Verehrung nutzten unsere schon sehr früh den regelmäßigen und leicht Rhythmus des Mondes für die Beschreibung von und als Basis eines Kalenders noch heute basiert der islamische Kalender auf dem Mondjahr mit 354 Tagen synodische Monate). Mit dem Übergang zum Ackerbau wurde die Bedeutung des Jahresverlaufs für und Ernte wichtiger. Um dies zu berücksichtigen nach dem metonischen Zyklus Schaltmonate eingefügt die das Mondjahr mit Sonnenjahr innerhalb von 19 Jahren synchronisierte. Auf lunisolaren Schema basieren z. B. der altgriechische und jüdische Kalender . Von den alten Hochkulturen hatten einzig die Ägypter ein reines Sonnenjahr mit 12 Monaten 30 Tagen sowie 5 Schalttagen d. h. ohne Bezug zum synodischen Monat von 29 5 vermutlich weil für die ägyptische Kultur die Vorhersage der Nilüberschwemmungen und damit der Verlauf des Sonnenjahres war.

Entwicklung der Mondforschung

Die erste wenn auch nur skizzenhafte der sichtbaren Strukturen des Mondes stammt von Galilei ( 1609 ) die ersten brauchbaren stammen von Johannes Hevelius der mit seinem Werk Selenographia ( 1647 ) als Begründer der Selenographie gilt. In Nomenklatur der Mondstrukturen setzte sich das System Riccioli durch der in seinen Karten von 1651 die dunkleren Regionen als Meere ( Mare pl. Maria ) und die Krater nach Philosophen und Astronomen bezeichnete. Allgemein anerkannt ist System jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert .

Tausende Detailzeichnungen von Bergen Kratern und wurden von Johann Hieronymus Schröter (1778-1813) angefertigt der auch viele Mondtäler Rillen entdeckte. Den ersten Mondatlas gaben Beer & Mädler 1837 heraus ihm folgte bald eine lange fotografischer Atlanten . Die Qualität der Karten wurde in 1960ern deutlich verbessert als zur Vorbereitung des eine Kartierung durch die Lunar Orbiter -Sonden aus einer Mondumlaufbahn heraus stattfand. Die genauesten Karten stammen aus den 1990ern durch die Clementine - und Lunar Prospector -Missionen.

Die Höhenbestimmung von Kratern Gebirgen und war mit Fernrohrbeobachtungen sehr problematisch und erfolgte meist durch von Schattenlängen wofür Josef Hopmann Spezialmethoden entwickelte. Erst durch die Sonden-Kartierungen man verlässliche Werte: die Krater mit Durchmessern zu 300 km wirken zwar steil sind aber wenige Grad geneigt die höchsten Erhebungen hingegen eine Höhe von bis zu 10 km über mittleren Niveau.

Einen bedeutenden Fortschritt in der Untersuchung Mondes erbrachte das amerikanische Apollo- und das sowjetische Luna-Programm die bei neun Missionen zwischen 1969 und 1976 insgesamt 382 kg Mondgestein von der Mondvorderseite die Erde zurückbrachten.

Datum Mission Menge Landestelle
20. Juli 1969 Apollo 11 21 6 kg Mare Tranquillitatis
19. November 1969 Apollo 12 34 3 kg Oceanus Procellarum
20. September 1970 Luna 16 100 g  Mare Fecunditatis
31. Januar 1971 Apollo 14 42 6 kg Fra Mauro Hochland
30. Juli 1971 Apollo 15 77 3 kg Hadley-Apenninen (Mare und Hochland)
21. Februar 1972 Luna 20 30 g  Apollonius Hochland
21. April 1972 Apollo 16 95 7 kg Descartes
11. Dezember 1972 Apollo 17 110 5 kg Taurus-Littrow (Mare und Hochland)
18. August 1976 Luna 24 170 g  Mare Crisium

1982 wurde der erste Mondmeteorit in der Antarktis entdeckt mittlerweile kennt man noch mehr zwei Dutzend weitere. Diese bilden eine komplementäre zu den Gesteinen die durch die Mondmissionen Erde gebracht wurden: Während man bei den und Lunaproben die genaue Herkunft kennt dürften Meteorite trotz der Unkenntnis ihres genauen Herkunftsortes dem Mond repräsentativer für die Mondoberfläche sein einige aus statistischen Gründen auch von der des Mondes stammen sollten.

Menschen auf dem Mond

Im Rahmen des kalten Kriegs unternahmen die USA und die UdSSR in den 1960ern einen Anlauf zu bemannten Mondlandungen die nur von den USA realisiert wurden. Am 20. Juli 1969 setzte mit Neil Armstrong der erste von 12 Astronauten im Rahmen des Apollo-Projekts seinen Fuß den Mond wegen der hohen Kosten wurde Programm nach 6 erfolgreichen Missionen 1972 eingestellt. Während des ausgehenden 20. Jahrhunderts wurde immer wieder über eine Rückkehr Mond und die Einrichtung einer ständigen Mondbasis aber erst durch Ankündigungen der US-Präsidenten George W. Bush und der ESA Anfang 2004 scheinen sich konkrete Pläne abzuzeichnen. Aufgrund hohen Kosten bestehen jedoch noch immer Zweifel der Realisierung.

Bahn und Rotation des Mondes

Mondbahn

Die Bahn des Mondes um die ist eine Ellipse der Exzentrität 0 055 große Halbachse hat eine Länge von 384.400 km. erdnächsten Punkt der Bahn nennt man Perigäum den erdfernsten Apogäum . Die Ebene der Mondbahn ist um 1° gegen die Ekliptik geneigt; die Durchgänge Mondes durch die Ekliptik nennt man Mondknoten wobei der aufsteigende Knoten den Eintritt die Nord- der absteigende den in die beschreibt.

Der Mond umläuft zusammen mit der die Sonne durch die Bewegung um die pendelt der Mond jedoch um eine gemeinsame Die Variation der Gravitationskraft während dieser Pendelbewegung zusammen mit geringeren Störungen durch die anderen zu Abweichungen von einer exakten Ellipsenbahn um Erde.

  • Das Perigäum umläuft die Erde direkt mit einer Periode von 8 85
  • Die Mondknoten umlaufen die Erde aufgrund einer retrograd also entgegen der Umlaufrichtung des Mondes einer Periode von 18 61 Jahren. Sie damit auch eine schwache Modulation der Erdpräzession mit eben dieser Periode die als Nutation bzeichnet wird.

Bahnperiode

Die Dauer eines Bahnumlaufs des Mondes Monat ) kann man nach verschiedenen Kriterien festlegen jeweils unterschiedliche Aspekte abdecken.
  • Nach einem siderischen Monat (27 32d) nimmt der Mond die gleiche Stellung zu den Sternen ein.
  • Nach einem synodischen Monat (29 53d) nimmt der Mond die gleiche Stellung zur Erde ein er die Periode der Mondphasen.
  • Einen drakonitischen Monat (27 2122d) benötigt der Mond wieder durch den gleichen Knoten seiner Bahn laufen; er ist wichtig für die Bestimmung Sonnen- und Mondfinsternissen.
  • Einen anomalistischen Monat (27 555d) benötigt der Mond einem Perigäumdurchgang zum nächsten.

Mondphasen

Das Aussehen des Mondes variiert im seines Bahnumlaufs und durchläuft die Mondphasen

Die Mondphasen beginnend mit Neumond

  • Neumond - der Mond steht zwischen der und der Erde
  • zunehmender Mond (abends sichtbar)
  • Vollmond - die Erde steht zwischen der und dem Mond
  • abnehmender Mond (morgens sichtbar)

Mondrotation

Durch die Gezeitenwirkung die durch die Gravitation der Erde entsteht hat der Mond Rotation der Umlaufzeit (siderischer Monat) angepasst ( gebundene Rotation ) d. h. bei einem Umlauf dreht er einmal um die eigene Achse. Daher ist der Erde aus immer die selbe Seite sehen. Die Rückseite des Mondes konnte 1959 erstmals durch Raumsonden beobachtet werden.

Libration

Die Bahnbewegung des Mondes führt zu geometrischen Librationen die bewirken dass man von der 59 Prozent der Mondoberfläche sehen kann. Die hierfür sind im Einzelnen:
  • Die Rotationsachse des Mondes ist um 6 gegen seine Bahnebene geneigt. Dies führt zu Libration der Breite so dass man etwas die Mondpole "hinausschauen" kann.
  • Die Rotation des Mondes bleibt während seines konstant während seine Bahngeschwindigkeit mit seinem Abstand Erde variiert. Dies führt zu einer Libration Länge von etwa 7 6°.
  • Die Parallaxe des Mondes führt zu einer täglichen von etwa 57 Bogenminuten da man durch Eigendrehung der Erde am Morgen und am jeweils einen etwas anderen Blickwinkel auf den hat.

Es gibt auch eine physische Libration des Mondes die durch Abweichungen von exakten Kugelgestalt hervorgerufen wird. Sie ist jedoch kleiner als die geometrische Libration und deshalb vernachlässigen.

Finsternisse

Finsternisse treten auf wenn Sonne Erde Mond auf einer Linie liegen d. h. nur Vollmond oder Neumond.

Mondfinsternis

Bei einer Mondfinsternis die nur bei Vollmond auftreten kann die Erde zwischen Sonne und Mond. Sie auf der gesamten Nachtseite der Erde beobachtet und dauert maximal 3h 40min. Man unterscheidet
  • totale Mondfinsternis bei der die komplette Mondscheibe Schatten der Erde liegt. Die Totalität dauert 100 Minuten. Betrachtet man die geometrischen Verhältnisse einer totalen Mondfinsternis so sollte der Mond Kernschatten der Erde liegen der sich theoretisch 1 4 Millionen Kilometer in den Raum sollte tatsächlich aber wegen der starken Streuung die Erdatmosphäre nur etwa 250.000 km weit reicht. Mond befindet sich deshalb auch bei totalen nur im Halbschatten der Erde. Da die die blauen Anteile des Sonnenlichts stärker streut das rote erscheint der Mond bei einer Finsternis als dunkle rotbraune Scheibe.
  • partielle Mondfinsternis bei der nur ein Teil Mondes von der Erde abgeschattet wird d. h. Teil des Mondes bleibt während des gesamten der Finsternis sichtbar.

Sonnenfinsternis

Bei einer Sonnenfinsternis die nur bei Neumond auftreten kann der Mond zwischen Sonne und Erde. Sie nur in den Gegenden beobachtet werden die Kern- oder Halbschatten des Mondes durchlaufen. Man zwischen einer
  • totalen Sonnenfinsternis bei der der Mond die vollständig bedeckt und die Erde den Kernschatten Umbra ) des Mondes durchläuft und einer
  • partielle Sonnenfinsternis bei der die Sonnenscheibe den nicht vollständig bedeckt; der Beobachter befindet sich im Halbschatten ( Penumbra ) des Mondes.

Sarosperiode

Bereits den Chaldäern war bekannt dass Finsternisse nach einem Zeitraum von 18 Jahren 11 Tagen der Sarosperiode wiederholen. Nach 223 synodischen bzw. 242 Monaten besteht wieder die selbe Stellung von Erde und Mond zueinander so dass sich Finsternisstellung nach 18a 11 33 Tagen erneut Die Ursache dieser Periode liegt darin begründet bei einer Finsternis sowohl die Sonne als der Mond nahe der Knoten der Mondbahn müssen.

Selenologie

Die Selenologie oder " Geologie des Mondes" beschäftigt sich mit seiner seinem Aufbau und seiner Entwicklung sowie mit Entstehung der beobachteten Strukturen und der dafür Prozesse während die Aufgabe der Selenographie in Kartierung der Mondoberfläche besteht.

Entwicklung des Mondes

Das heute weithin anerkannte Modell zur Entstehung des Mondes besagt dass vor etwa 4 5 Milliarden ein Körper von der Größe des Mars streifend mit der Erde kollidierte. Dabei wurde Materie vorwiegend aus der Erdkruste und dem des einschlagenden Körpers in eine Umlaufbahn der geschleudert ballte sich dort zusammen und formte den Mond.

Durch den Zusammenstoß und die freiwerdende bei der Bildung des Mondes wurde dieser und war vollständig von einem Ozean aus bedeckt. Im Laufe der Abkühlung bildete sich Kruste aus den leichteren Mineralen aus die heute in den Hochländern vorzufinden sind. Diese wurde bei größeren Einschlägen immer wieder durchschlagen dass aus dem Mantel neue Lava in entstehenden Krater nachfließen konnte. Es bildeten sich Maria die erst einige hundert Millionen Jahre vollständig erkalteten. Dieser Prozess endete erst vor 8 bis 3 2 Milliarden Jahren nachdem die der Meteoriteneinschläge vor etwa 3 9 Milliarden Jahren zurückgegangen war. Danach ist keine weitere vulkanische bekannt.

Innerer Aufbau des Mondes

Schematischer Aufbau des Mondes (links: Vorderseite rechts:

Aufbau der äußeren Schichten des Mondes; KREEP: Rare Earth Elements (d. h. Seltene Erden) Phosphor

Unser Wissen über den Aufbau des beruht im Wesentlichen auf den Daten der von den Apollo-Missionen auf dem Mond zurückgelassenen Seismometer die diverse Mondbeben und Erschütterungen durch aufzeichneten sowie den Kartierungen der Oberfläche des Gravitationsfeldes und der mineralischen Zusammensetzung durch die Clementine - und die Lunar Prospector -Mission.

Der Mond besitzt eine 70 (an Mondvorderseite) bis 150 km (an der Rückseite) dicke die von einer mehrere Meter dicken Regolithschicht ist. Darunter liegt ein fester Mantel aus Basaltgesteinen . Es gibt Anzeichen für eine Unstetigkeitsfläche 500 km Tiefe an der ein Wechsel der vorliegen könnte. Im Innern vermutet man einen bis 400 km großen eisenhaltigen Kern mit einer von ca. 1600 °C.

Die gebundene Rotation des Mondes hat Einflüsse auf Form und inneren Aufbau. Der ist in Richtung der Verbindungslinie mit der lang gezogen und sein Massenschwerpunkt liegt etwa näher zur Erde als sein geometrischer Mittelpunkt.

Mondbeben

Passives Seismisches Element (PSE) (Apollo 11 NASA)

Die zurückgelassenen Seismometer der Apollomissionen registrieren 500 Mondbeben pro Jahr. Die Beben sind Vergleich zu irdischen Beben sehr schwach das stärkste erreichte eine von knapp 5 auf der Richterskala die meisten liegen aber bei einer von 2. Die seismischen Wellen der Beben über mehr als eine Stunde lang verfolgt sie werden im Mondinneren also nur sehr gedämpft .

Mehr als die Hälfte der Beben in einer Tiefe von 800 bis 1000 km weisen Häufigkeitsspitzen beim Apogäum - und Perigäum -Durchgang auf d. h. alle 14 Tage. Die liegt darin dass sich der Aufbau des dem Mittelwert der durch die Erde verursachten angepasst hat. Durch die Beben werden die Spannungen abgebaut die am erdnächsten und erdfernsten der Mondbahn ihr Maximum erreichen. Der Ursprung Beben verteilt sich nicht gleichmäßig über eine Mantelschale sondern die meisten Beben entstehen an etwa 100 Stellen die jeweils nur wenige groß sind. Der Grund für diese Konzentration noch nicht bekannt.

Mascons

Das Gravitationsfeld des Mare Serenitatis (unten) sowie Topographie (oben) das Mascon ist im Zentrum zu erkennen (NASA)

Durch ungewöhnliche Einflüsse auf die Bahnen Lunar-Orbiter-Missionen erhielt man Ende der 1960er erste Hinweise auf Gravitationsanomalien die man ( Mas s con centrations Massenkonzentrationen) nannte. Durch Lunar Prospector wurden Anomalien näher untersucht sie befinden sich meist Zentrum der Krater und sind vermutlich durch Impaktprozesse entstanden. Möglicherweise handelt es sich um eisenreichen Kerne der Impaktoren die aufgrund der Abkühlung des Mondes nicht mehr bis zum absinken konnten. Nach einer anderen Theorie könnte sich um Lavablasen handeln die als Folge Impakts aus dem Mantel aufgestiegen sind.

Mondoberfläche

Die Oberfläche des Mondes ist nahezu von einer trockenen aschgrauen Staubschicht dem Regolith der scheinbare "Silberglanz" wird einem irdischen Beobachter den Kontrast zum Nachthimmel nur vorgetäuscht. Die zeigt Kettengebirge Gräben und Rillen flache Dome große Magma-Ebenen jedoch keinerlei aktive Tektonik wie auf der Erde.

Regolith

Der Mond besitzt keine nennenswerte Atmosphäre schlagen ständig Meteoriten jeder Größe ohne vorherige auf der Oberfläche ein und pulverisieren die Der durch diesen Prozess entstehende Regolith bedeckt bis auf die jungen Krater gesamte Oberfläche mit einer mehrere Meter dicken die die Detailstruktur des Untergrundes verbirgt. Diese erschwert die Untersuchung der Strukturen und ihrer Entstehungsgeschichte erheblich.

Der Regolith entsteht im Wesentlichen aus normalen Oberflächenmaterial aber er hat auch Beimengungen durch Einschläge an die jeweilige Position verfrachtet Obwohl er gemeinhin als Mondstaub bezeichnet wird entspricht der Regolith eher Sandschicht. Die Größe der Bestandteile reicht von direkt an der Oberfläche über Sandkorngröße wenig bis hin zu Steinen und Felsen die später hinzukamen und noch nicht vollständig zermahlen Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind kleine glasige von Einschlägen. An manchen Stellen besteht der fast zur Hälfte aus diesen Agglutinaten d. h. die wesentliche Bestandteile des normalen mineralischen Regoliths Sie entstehen wenn die geschmolzenen Impaktprodukte erst dem Auftreffen auf die Regolithschicht erstarren.

Im Mondmeteoriten Dhofar 280 der im Jahr 2001 im Oman gefunden wurde wurden neue Eisen - Silizium -Mineralphasen identifiziert. Eine dieser Mineralphasen (Fe 2 Si) die damit erstmals in der Natur nachgewiesen wurde ist nach dem Forscher Bruce als Hapkeit benannt worden. Bruce Hapke hatte in 1970ern die Entstehung derartiger Eisen-Verbindungen durch Weltraum-Erosion (engl. Space Weathering ) vorhergesagt. Weltraum-Erosion ist für die zeitliche speziell auch der optischen Eigenschaften (Reflektivität) der von atmosphärelosen Körpern verantwortlich.

Der Mond hat kein nennenswertes Magnetfeld die Teilchen des Sonnenwindes - vor allem Wasserstoff Helium Neon Kohlenstoff und Stickstoff - treffen nahezu ungehindert auf der auf und werden im Regolith implantiert ähnlich Ionenimplantation die in Wissenschaft und Technik angewandt Auf diese Weise bildet der Mond-Regolith eine "Klima"-Archiv des Sonnenwindes vergleichbar den Gletschern in Grönland und der Antarktis für das irdische Klima . Dazu kommt noch dass die kosmische Strahlung etwa einen Meter tief in die eindringt und dort durch Kernreaktionen (hauptsächlich Spallationsreaktionen ) neue Elemente gebildet werden. Folge davon dass Gesteine des Mondregoliths z. B. bedeutend Edelgase enthalten als irdische Gesteine oder auch Meteoriten aus dem Asteroidengürtel. Insbesondere das 3 He könnte eines Tages für Fusionskraftwerke sogar bedeutend werden.

Da der Mondregolith durch Impakte ab zu umgewälzt wird haben die einzelnen Bestandteile eine komplexe Bestrahlungsgeschichte hinter sich. Man kann durch radiometrische Datierungsmethoden für Mondproben oft herausfinden welchem Zeitpunkt diese direkt oder nahe der waren und der kosmischen Strahlung und dem ausgesetzt waren. Damit lassen sich Erkenntnisse über kosmische Strahlung und den Sonnenwind zu diesen gewinnen.

Maria

Mare Imbrium mit dem Kopernikuskrater (Apollo 17

Die dunklen Tiefebenen der Mondvorderseite die Prozent der Mondoberfläche bedecken hielt man früher Meere. Sie werden deshalb nach Riccioli als Maria bezeichnet. Sie bestehen aus 3 1 3 8 Milliarden Jahre alten dunklen Basalten nur wenige Krater auf und sind von 2 bis 8 Meter dicken Regolithschicht bedeckt reich an Eisen und Magnesium ist. Sie sind vermutlich durch große in der Frühphase des Mondes entstanden. Da diesem Entwicklungsstadium der Mantel noch flüssig war sie anschließend mit Lava aus dem Inneren (siehe auch: Liste der Maria des Erdmondes )

Die Maria weisen mit Ausnahme der nur sehr geringe Höhenunterschiede von maximal 100 auf. Zu diesen Erhebungen gehören die Dorsa (Rücken) flache Aufwölbungen die sich über Dutzend Kilometer erstrecken.

Terrae

Die Hochländer wurden früher als Kontinente und werden deshalb als Terrae bezeichnet. Sie weisen deutlich mehr Krater die Maria auf und werden von einer zu 15 Meter dicken Regolithschicht bedeckt die an hellem aluminiumreichen Anorthosit ist. Sie sind älter als die Maria die untersuchten Gesteine auf 3 8 bis etwa 4 5 Jahre datiert und sind vermutlich die Reste ursprünglichen Mondkruste. Aus der Samarium - Neodym -Isotopensystematik von mehreren Mond-Anorthositen konnte ein Kristallisationsalter 4 456±0 04 Milliarden Jahren für diese bestimmt werden was als Bildungsalter der ersten und als Beginn der Kristallisation des ursprünglichen interpretiert wird.

In den Hochländern gibt es mehrere die Höhen von etwa 10 Kilometern erreichen. sind möglicherweise dadurch entstanden dass der Mond der Abkühlung geschrumpft ist und sich dadurch aufwölbten. Nach einer anderen Erklärung könnte es um die Überreste von Kraterwällen handeln. Sie nach irdischen Gebirgen benannt worden z. B. Alpen Kaukasus und Karpaten. (siehe auch: Liste der Berge und Gebirge des Erdmondes )

Krater

Krater Theophilus (Apollo 16 NASA)

Hadley-Rille (Apollo 15 NASA)

Die Krater entstanden großteils durch Asteroiden -Einschläge ( Impaktkrater ) vor etwa 3 bis 4 5 Jahren in der Frühzeit des Mondes. Der Nomenklatur von Riccioli folgend werden sie nach und Philosophen benannt. Ihre Größen reichen von Durchmesser wie im Falle des Südpol-Aitken-Beckens bis zu Mikrokratern die erst unter dem Mikroskop werden. Mit irdischen Teleskopen kann man allein der Vorderseite mehr als 40.000 Krater mit von mehr als 100 Meter unterscheiden auf der gibt es jedoch ein Vielfaches mehr. ( Siehe auch: Liste der Krater des Erdmondes )

Vulkanische Krater dürften sehr selten sein werden vereinzelte Gasaustritte registriert.

Mondrillen

Auf der Mondoberfläche gibt es auch (Rima) über deren Ursprung vor dem Apolloprogramm spekuliert wurde. Man unterscheidet Seit den Untersuchungen der Hadley-Rille durch 15 geht man davon aus dass es bei den mäanderförmigen Rillen um Lavakanäle handelt zum Teil "überdacht" waren. Die Decken sind im Laufe der Mondentwicklung eingestürzt und zu zermahlen worden. Die Entstehungsgeschichte der anderen Rillenformen deutlich unsicherer sie könnten aber als Risse der erkaltenden Lava entstanden sein.

Rückseite des Mondes

Die Rückseite des Mondes unterscheidet sich mehreren Aspekten von der Vorderseite. Sie zeigt mehr Krater und besteht bis auf ein Becken am Südpol fast nur aus Hochländern. Südpol-Aitken-Becken ist ein 12 km tiefer Krater mit Durchmesser von 2500 km. Untersuchungen der Clementine -Mission und des Lunar Prospector legen die Vermutung nahe dass hier sehr großer Impaktkörper die Mondkruste durchstoßen und Mantelgesteine freigelegt hat. Die Mondkruste ist an Mondrückseite mit 150 km gegenüber 70 km an der auch etwa doppelt so dick. Es gibt keine Erklärung für diese fundamentalen Unterschiede zwischen und Rückseite des Mondes.

Wasser

Der Mond ist ein extrem trockener In den Apollo-Proben kommt Wasser im Gegensatz B. zu einigen chondritischen Meteoriten nicht mal in Form hydratisierter Minerale Man schätzt dass die gesamte Wassermenge des nur etwa der Wassermenge des Zürichsees entspricht. Umso erstaunlicher ist es dass Nachbarobjekt die Erde der wasserreichste Körper des Sonnensystems ist.

Die Lunar-Prospector-Sonde hat Hinweise auf Wassereis in den Kratern der Polarregionen des gefunden; dieses Wasser könnte aus Kometenabstürzen stammen. die polaren Krater aufgrund der geringen Neigung Mondachse gegen die Ekliptik niemals direkt von Sonne bestrahlt werden könnte es sein dass noch im Regolith gebundenes Wassereis vorhanden ist. Versuch durch den gezielten Absturz des Prospectors einen dieser Polarkrater eindeutige Beweise zu erhalten allerdings fehlgeschlagen. Es gibt bis heute keine Beweise.

Atmosphäre

Der Mond hat keine Atmosphäre im Sinn sondern nur eine Exosphäre. Sie besteht etwa gleichen Teilen aus Helium Neon Wasserstoff sowie Argon und hat ihren Ursprung eingefangenen Teilchen des Sonnenwindes. Ein sehr kleiner entsteht auch durch Ausgasungen aus dem Mondinneren insbesondere 40 Ar das durch Zerfall von 40 K im Mondinneren entsteht von Bedeutung ist. wird ein Teil dieses 40 Ar aber durch das im Sonnenwind mittransportierte Magnetfeld wieder auf die Mondoberfläche und in die oberste Staubpartikelschicht implantiert. Da 40 K früher häufiger war und damit mehr 40 Ar ausgaste kann durch Messung des 40 Ar/ 36 Ar-Verhältnisses von Mondmaterial bestimmt werden zu welcher es in der obersten Schicht des Mondregoliths Es besteht ein Gleichgewicht zwischen den eingefangenen und dem Verlust durch temperaturbedingtes Entweichen.

Sonstiges

Einflüsse des Mondes

Der Mond verursacht durch seine Gravitation der Erde Gezeitenwirkungen. Ebbe und Flut in den Meeren und im Erdmantel die Erdrotation und verlängern dadurch gegenwärtig die um etwa 20 Mikrosekunden pro Jahr. Die der Erde wird dabei in Wärme umgewandelt der Drehimpuls wird auf den Mond übertragen der dadurch um etwa 4 Zentimeter pro Jahr der Erde entfernt. Dieser schon lange vermutete ist seit etwa 1995 durch Laser-Distanzmessungen abgesichert.

Der Mond stabilisiert durch seinen Anteil Gesamtsystem des Erde-Mond-Systems auch die Drehachse der deren Lage ohne diesen Einfluss nicht über 100 Millionen Jahre konstant hätte bleiben können. die Erdachse nicht über diese langen Zeiträume geblieben hätte dies gravierende Konsequenzen für die und das Leben auf der Erde gehabt.

Ein Einfluss des Mondes auf die Menschen und andere Lebewesen auf der Erde ist sehr umstritten. gesichert gilt seine Funktion als Navigationsmittel für Tiere wie z. B. nachtaktive Insekten .

Mondtäuschung

Als Mondtäuschung bezeichnet man den Effekt dass der Mond in Horizontnähe größer aussieht als im Zenit . Dies ist keine Folge der Lichtbrechung an den Luftschichten sondern eine optische die von der Wahrnehmungspsychologie untersucht und erklärt

Eigentumsverhältnisse

Der Outer Space Treaty verbietet Staaten einen Eigentumsanspruch auf Weltraumkörper den Mond zu erheben. Der Vertrag gilt nur für Staaten aber das 1979 entworfene und am 11. Juli 1984 in Kraft getretene Agreement Governing the Activities of States on Moon and Other Celestial Bodies [1] der UN (Artikel 11 Absatz 2 3) schließt jedwede solche Ansprüche eindeutig aus.

Der Amerikaner Dennis M. Hope meldete 1980 beim Grundstücksamt von San Francisco seine Besitzansprüche auf den Mond an. niemand in der nach amerikanischem Recht ausgesetzten von acht Jahren Einspruch erhob behauptet Hope Grundstücke über seine dafür gegründete Lunar Embassy legal vertreiben zu können. Aufgrund des Space Treaty können jedoch keine Staaten Ansprüche deshalb ist nach Ansicht aller Organisationen ( UN Internationale Astronomische Union ) auch eine Ausweitung innerstaatlichen Rechts nicht Die Grundstücksverkäufe könnten sogar als Betrug gewertet es gibt aber noch keine gerichtliche Klärung Frage.

Siehe auch: Apollo-Projekt Luna-Programm Mondfinsternis Mondlandung Impaktkrater Monat Libration Lichtverschmutzung

Weblinks


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