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Mondtäuschung


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Als Mondtäuschung bezeichnen wir das Phänomen mit unseren Sinneseindrücken die Größe des Mondes falsch einzuschätzen.

Scheinbare Änderung der Mondgröße

Der Mond scheint wesentlich größer zu wenn er knapp über dem Horizont steht als wenn er sich im Zenit befindet.

Die Ursache dafür - ebenso auch die unterschiedliche Größenwahrnehmung der Sonne - ist nicht wie oft fälschlicherweise vermutet eine Folge "Rötung" (viel mehr blaues als rotes Licht durch die "Rayleigh-Streuung" an den Atomen und Molekülen der aus dem zum Beobachter gerichteten Strahlenbündel von und Mond in Horizontnähe herausgestreut so daß größerer Anteil an rotem Licht zum Auge Beobachters gelangt) und auch nicht eine Folge der Refraktion - der Brechung von Lichtstrahlen an Grenzflächen zweier Medien - weil eine durch oder Rötung erfolgte Größenveränderung auch auf einer zu sehen sein müsste was nicht der ist sondern es ist eine optische Täuschung die von der Wahrnehmungspsychologie untersucht und wird.

Wesentlich für die korrekte Größenwahrnehmung eines ist die ebenso korrekte Information über dessen tatsächliche Entfernung zum Beobachter. der Größe der Abbildung eines Objekts auf Netzhaut und dem gleichzeitig vorhandenen Wissen über dessen Entfernung "errechnet" sich das Gehirn unbewusst die tatsächliche Größe des Objekts es auf die entscheidende Erfahrung zurückgreift dass naher Gegenstand ein größeres Abbild auf der hervorruft als der derselbe weiter entfernte Gegenstand. der Mond stets etwa 385.000 km von Erde entfernt ist muss es sich bei vermeintlichen Größenzunahme des Mondes bei Auf- und bzw. seiner Größenabnahme im Zenit somit um Täuschung handeln.

Grund dafür ist die für den nicht unmittelbar wahrnehmbare Entfernung des Mondes der über uns" zu stehen scheint weil wir der Leere des Weltraums keine Anhaltspunkte zur Bestimmung von Distanzen "Folgerichtig" muss dieser Mond der uns scheinbar steht auch kleiner sein da sein Abbild selben Sehwinkel wie ein "unvorstellbar entferntes" "unvorstellbar großes"" auf die Netzhaut trifft: Der im Extremfall Greifen" nahe Mond muss logischerweise klein sein.

Der am Horizont stehende Mond erscheint dagegen relativ weiter entfernt da uns die liegende Objekte und Strukturen ein "Gefühl" für Entfernung geben. Bei gleich großer Abbildung auf Netzhaut des Auges wird somit dieser scheinbar entfernte Mond zwangsläufig größer wahrgenommen.

Das abgeflachte Firmament

Das abgeflachte Firmament: Die tatsächliche Größe des Mondes wird in Zenitnähe nicht korrekt wahrgenommen. Jeder Astronom daß der Mond einen weitaus größeren Durchmesser km) hat als die fehlerhafte leicht täuschbare Wahrnehmung ihn uns erscheinen lässt. Dahinter steht unkorrekte Entfernungseinschätzung: die wirkliche Entfernung (ca 385000 des Mondes ist für den Menschen nicht aber der Mond am Horizont scheint weiter zu sein als der Mond oben am Durch die Tiefeninformation (Bäume Häuser etc) bei Blickweise zum Horizont und die fehlende Tiefeninformation Blick nach oben erhält das Firmament auf dem Mond Sonne und auch Sterne scheinbar stehen eine abgeflachte Form . Bei real gleich großer Abbildung auf Netzhaut des Auges wird der scheinbar weiter Mond am Horizont größer wahrgenommen und wird scheinbar weniger weit entfernte Mond in Zenitnähe wahrgenommen.

Vergleichsobjekte: Zur scheinbaren Größenveränderung trägt auch das der Vergleichsobjekte bei: weil der Mond am im Vergleich mit kleineren Objekten (z.B. Bäume gesehen wird wirkt er dort größer als der Mond im Zenit im Vergleich mit großen Firmament gesehen wird.

Dazu kommt noch folgendes Paradoxon : Der wegen des scheinbar größeren "am Horizont" größer wahrgenommene Mond erscheint dann seiner ungewöhnlichen Größe wieder näher zu sein. Paradoxie könnte sich so auflösen: es vermischen hier die Täuschungen nach 2 Prinzipien der a) mehr Dinge (Tiefeninformation und Perspektive) dazwischen weiter weg. b) größer ist näher

Obwohl schon Ptolemäus (ca. 150 n.Chr.) von der Mondtäuschung hat und diese optische Täuschung seit über Jahren von der wissenschaftlichen Wahrnehmungspsychologie untersucht wird verblüffenderweise das Phänomen der Mondtäuschung noch immer nicht eindeutig geklärt . Es bleiben Widersprüche bei den unterschiedlichen Die derzeit anerkanntesten und von vielen Experimenten Erklärungen sind dabei die der falsch eingeschätzen mit dem abgeflachten Firmament und das Prinzip Vergleichsobjekte. Viele Fachleute glauben inzwischen daß die nie ganz erklärbar sein wird. Im Einzelnen dazu den unten angeführten Weblink.

Fehleinschätzung der absoluten Mondgröße

Größenvergleich des Mondes mit der Breite des einer ausgestreckten Hand. Der kleinste Mond ist richtigen Verhältnis gezeichnet.

Auf dem Bild rechts sehen wir ausgestreckte Hand mit emporzeigendem Daumen. Welche der Mondscheiben gibt das Größenverhältnis richtig wieder?

Es ist die kleine Mondscheibe rechts. scheinbare Durchmesser des Mondes beträgt 31  Bogenminuten also ungefähr 0 5 Grad. Drei bis Mondscheiben nebeneinander gelegt erscheinen unter dem gleichen wie die Breite des ausgestreckten Daumens die nach Daumenbreite bzw. Länge des Arms zwischen 1 5 und 2 Grad liegt.

Siehe auch: Emmertsches Gesetz Bewusstsein

Weblinks



Bücher zum Thema Mondtäuschung

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