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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 23. Oktober 2014 

Mongolische Kriegsführung


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Die mongolische Kriegsführung fasste alle Elemente des Steppenkrieges in bis dahin effektivsten und vernichtendsten Form zusammen.

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen

Die erste Voraussetzung jeder Heeresorganisation bei Nomaden war das Dezimalsystem . Die Truppen wurden nach dem Vorbild Armeen in Zehner- Hundert- Tausend- und Zehntausendschaften wobei man keine Rücksicht auf Stammeszugehörigkeiten nahm. vertrauenswürdigen Leuten wurde ihr unmittelbarer Stammesanhang gelassen.) System sollte die Unabhängigkeit der Sippen und Führer (der noyane ) im Kriegsfall einschränken und eine klare gewährleisten. Zudem erleichterte es die Eingliederung neuer

An sich ist das keine Neuerung machten schon Hunnen Kök-Türken und andere mächtige Steppenvölker so. Aber mußte bei jeder Staatsbildung neu durchgesetzt werden von Dschingis Khan 1204 kurz vor dem letzten Krieg die Naimanen der die Mongolei einigte.

Strategie und Taktik

Die Mongolen verwendeten erstmalig das wirksame der "operativen Kunst":

Als Nomaden trugen sie alles was benötigten mit sich zu Pferde. Sie transportierten den gesamten Gegenwert einer Stadt auf dem Somit waren sie flexibler als viele Armeen Konkurrenten die für ihre Logistik an feste gebunden waren.

Da ihre Kriegführung überlegen war (gegliederte Kavallerie) mussten sie nicht jeden Kampf gewinnen. traditionelle Lösung dieses Problems war der Angriff die Logistik der Feinde (Nahrung Felder Wasser Anders als die Mongolen waren die städtebewohnenden an ihre Logistik gebunden. Man schnitt den die Nahrungsmittelzufuhr ab und zwang die Bauern Flucht in die Städte so dass dort ausbrachen. Die Städte wurden so erdrückt bevor sie überhaupt angriff. Manche Ruinenstädte (in Afghanistan der Seidenstraße) sind bis heute verlassen.

Dieses wirksame Konzept stellte meistens einen Sieg sicher. Allerdings wurden lange Belagerungen wegen notwendigen Weideflächen gern vermieden. Man bevorzugte einen Sturm eine Kriegslist oder den Vertragsbruch. Wenn nichts half zog man ab.

Die modernere Entsprechung zu dieser Strategie der Flugzeugträger mit seiner Fähigkeit mit einer gesamten vor das Land des Gegners zu rücken Schläge auszuüben und sich zurückzuziehen.

Die Mongolen setzten politischen Terror systematisch als psychologische Waffe ein. Normalerweise der Oberschicht einer eroberten Stadt der Wechsel eine neue Gegend befohlen. Bei Ablehnung wurde gesamte Stadtbevölkerung vertrieben (bis auf eine Handvoll Stadt und umgebende Felder wurden niedergebrannt. Im 14. Jahrhundert errichteten sie ein Bauwerk aus Menschenknochen einer zerstörten Stadt als Wahrzeichen ihres Durchzuges. ließen sie einige Überlebende entfliehen um den in der Umgebung zu verbreiten.

Die Reiterei

Die Mongolen gründeten ihre Macht fast auf leichte Kavallerie . Ihre leichte Reiterei bestand hauptsächlich aus mit zwei Bögen zu Pferde. Sie waren einen Pfeilhagel zuständig den man sowohl im als auch bei einer (z.B. vorgetäuschten) Flucht Im Nahschuß (bis zu 50m) zerschlugen die asymetrischen Reflexbögen jede Panzerung. Beweglich und zahlreich die leichte Kavallerie im Kampf gute Angriffs- Rückzugsmöglichkeiten vor feindlicher schwerer Kavallerie.

Man versuchte die feindliche Schlachtordnung vor Angriff irgendwie aufzulösen und ihre Truppenteile voneinander isolieren. Dazu täuschte man entweder zahlenmäßige Überlegenheit eine Flucht vor. War das geschafft setzte die Schwere Reiterei ein. Die Schwere Reiterei mit ihren meterlangen Lanzen die Reste des die den Bogenschützen entkommen waren. Zog man zurück so deckte diese Einheit den Rückzug.

Militärische Kommunikation

Die Mongolen bedienten sich eines entwickelten von Horn - und Flaggen signalen die vom Heerführer gegeben wurden woraufhin ihre Truppen auf bestimmte Positionen des Kriegsschauplatzes bzw. zum Angriff Rückzug oder in bestimmte übergingen. Zusätzlich verwendeten sie Unterführer die die vor Ort zu tragen hatten.

Schutz

Die mongolische Bewaffnung unterschied sich wesentlich der europäischen. Im Gegensatz zu europäischen Rittern Plattenpanzer (Helm Kettenhemd und Metallteilen die Blick Bewegung einschränkten) verwendeten hüllten die Mongolen sich Seidentücher und in eisenverstärkte aus Ringen zusammengesetzte Das gestand den mongolischen Kriegern größere Bewegungsfreiheit Ausdauer und Widerstandsfähigkeit gegen Waffen zu und somit einen qualitativen Vorteil gegenüber dem Feind

Wenn ein Pfeil einen Krieger verletzte dieser die Haut bis ins Fleisch durchschlug die Seide nicht so daß der Blutverlust wurde. Ein mongolischer Feldarzt zog dann den mittels der Seide aus der Wunde säuberte verband sie. Dieses einfache und hygienische Verfahren Infektionen und rettete viele Leben.




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