Der Gemeindeverband des Montbéliarder Lands (Communauté du Pays de Montbéliard) besteht aus 29 Allenjoie Arbouans Audincourt Badevel Bart Bavans Bethoncourt Brognard Courcelles-lès-Montbéliard Dambenois Dampierre-les-Bois Étupes Exincourt Fesches-le-Châtel Grand-Charmont Hérimoncourt Mandeure Mathay Nommay Sainte-Suzanne Seloncourt Sochaux Taillecourt Valentigney Vandoncourt et Voujeaucourt.
Die Stadt Montbéliard und die Communauté sind auch Glieder Syndicat mixte des Ballungsraumes (aire urbaine Belfort-Montbéliard-Héricourt-Delle).
Die Stadt ist der Hauptort zweier
Der Kanton Ostmontbéliard (Montbéliard-Est) besteht aus Teil der Stadt Montbéliard und die Stadt (zusammen 29.080 Einwohner);
Der Kanton Westmontbéliard (Montbéliard-Ouest) besteht aus Teil der Stadt Montbéliard und den Gemeinden Allondans Bart Bavans Beutal Bretigney Désandans Dung Échenans Laire Lougres Présentevillers Raynans Saint-Julien-lès-Montbéliard Sainte-Marie Sainte-Suzanne und Le Vernoy (zusammen 18.107 Einwohner).
Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt aus dem Jahr 985; sie soll bereits befestigt gewesen sein. Daher rührt auch die bei französischen Städten sonst unübliche - deutschsprachige des Namens: Mömpelgard. Durch die Eheschließung des Eberhard der Milde (1392-1417) mit Gräfin Henriette Mömpelgard (Montbéliard) kam 1397 umfangreicher Besitz in burgundischen Pforte an das Haus Württemberg da Henriettes Vater ohne männliche Erben Die Grafschaft Mömpelgard bestand schließlich um 1600 sieben Herrschaften; im Wappen der Herzöge von erscheinen die Fische (Barben) von Mömpelgard bis Da in der Folgezeit keine starken Persönlichkeiten Württemberg regierten gelang es nicht die französischen weiter zu vergrößern und zu einem geschlossenen zu vereinigen. Im 15. Jahrhundert als die Württemberg geteilt wurde (1442) trat Herzog Eberhard Bart alle linksrheinischen württembergischen Besitzungen - neben Grafschaft Mömpelgard auch die Herrschaften Reichenweiher ( Riquewihr ) und Horburg an seinen Vetter Heinrich so daß nun ein eigener Regent im in Montbéliard saß. Allerdings war die Herrschaft Machtansprüche Burgunds ständig bedroht. Im Münsinger Vertrag 1482 der das geteilte Land wieder vereinigte die linksrheinischen Besitzungen dann wieder an Herzog im Bart. Bedeutsam wurden die württembergischen Besitzungen Herzog Ulrich im Jahr 1524 - zehn vor Württemberg - die Reformation einführte. Als aus Württemberg vertrieben worden war hatte er Zuflucht gefunden. Seit der Reformation war Montbéliard eine protestantische Enklave inmitten einer katholischen Umgebung. Pfarrer für Mömpelgard und Horburg-Reichenweier wurden mit württembergischen Theologen im "Stift" an der Universität Tübingen ausgebildet. Durch das gemeinsame lutherische Bekenntnis eine starke Verbindung zwischen Württemberg und den Gebieten obwohl die württembergischen Herzöge zeitweise wieder Regenten aus den Nebenlinien des Hauses einsetzten. blieben vor allem die Herrschaften um Mömpelgard Frankreich bedroht. Allerdings gingen von ihnen auch kulturelle Impulse aus. Im 17. Jahrhundert befestigte bedeutende Baumeister Heinrich Schickhardt die württembergische Residenzstadt Montbéliard und erbaute der Stadtmitte eine große protestantische Kirche.
Allerdings stürzte der Dreißigjährige Krieg auch linksrheinischen würtembergischen Gebiete in tiefes Elend. Im der französischen Eroberungspolitik unter König Ludwig XIV. Frankreich auch die württembergischen Besitzungen unter seine zu bringen. Seit 1617 regierte wieder ein der Herzöge von Württemberg in Mömpelgard. Der Herzog Leopold Eberhard versuchte absolutistisch zu regieren zu schweren Spannungen führte. Nach seinem Tod fiel Mömpelgard wieder an den Herzog in allerdings waren alle Herrschaften noch bis 1736 Frankreich besetzt. Die letzten Jahrzehnte der württembergischen verliefen ruhig seit 1769 residierte Herzog Friedrich in Mömpelgard und hielt vor den Toren Stadt in Etupes Hof von wo aus einige seiner Kinder sehr vorteilhaft verheiraten konnte. Tochter Herzogin Sophie Dorothee wurde als Maria und Gattin des Zaren Paul II. Zarin Rußland. Zahlreiche junge Männer aus den linksrheinischen besuchten die Hohe Karlsschule in Stuttgart. Im der Französischen Revolution kam es seit 1789 den württembergischen Herrschaften zu Aufständen. Die revolutionäre tobte auch hier. 1796 trat Herzog Friedrich die linksrheinischen Herrschaften im Pariser Sonderfrieden an ab. Dafür erhielt der Herzog von Württemberg durch die Enteignung von Adligen und Klöstern und Säkularisation) große weltliche und geistliche Gebiete.
Obwohl die Einwohner der ehemals linksrheinischen heute französische Bürger sind macht sich die Tradition heute noch bemerkbar. Es gibt noch die an die einstige Herrschaft erinnern. Vor in der lutherischen Ausrichtung der Städte und aber hat sich eine Eigenart erhalten die und allein auf die ehemalige Zugehörigkeit zu zurückgeht. Als erste deutsch-französische Städtepartnerschaft nach dem Weltkrieg entstand eine Verbindung zwischen Ludwigsburg und beide Städte ehemalige Residenzen der Herzöge von
Sönke Lorenz/Peter Rückert: Württemberg und Mömpelgard 600 Jahre Begegnung; 600 ans de relations Montbéliard et le Wurtemberg. Ausstellungskatalog. Stuttgart 1997. ISBN 3871814261
Ehrenfried Kluckert: Reise nach Mömpelgard. Kulturgeschichtliche ins schwäbische Frankreich. Stuttgart 2001. ISBN 3421054711