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Montierung


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Eine Montierung ist eine Einrichtung die in der Astronomie folgende Aufgaben erfüllen soll:
  1. ein astronomisches Beobachtungsinstrument (ein Teleskop oder ein Fernrohr ) zu tragen und es auf ein Beobachtungsobjekt zu richten.
  2. die Rotation der Erde zu kompensieren. Hierzu ist ein motorischer notwendig. Das Beobachtungsinstrument bleibt so über einen langen Zeitraum auf bestimmte Koordinaten des Himmelshintergrundes gerichtet.
  3. Beobachtungsobjekte die sich relativ zum Himmelshintergrund bewegen Sonne Mond Planeten Kometen Planetoiden Erdsatelliten usw.) zu verfolgen. Hierzu muss die über weitere Antriebe eventuell auch Achsen verfügen.
Bei einfachen Montierungen reduzieren sich die auf den ersten oder auf den ersten zweiten Punkt.

Inhaltsverzeichnis

Parallaktische Montierungen

Auch als äquatoriale Montierungen bezeichnet erfordern den geringsten Steuerungs- und Antriebsaufwand. Es handelt dabei um zweiachsige Montierungen bei denen eine parallel (deshalb parallaktische Montierung ) zur Erdachse ausgerichtet ist. Sie wird als Stundenachse Eine zweite Achse die Deklinationsachse liegt quer Stundenachse und erlaubt es die Öffnung des von Pol zu Pol zu schwenken. Parallaktische können im einfachsten Fall manuell nachgeführt werden. sorgt der Antrieb der Stundenachse für die der Erdrotation. Die parallaktichen Montierungen gibt es einer Vielfalt von Bauformen:
  • deutsche Montierung
  • Kniemontierung
  • englische Montierung
  • englische Rahmenmontierung
  • Hufeisenmontierung
  • Gabelmontierung
  • Stützmontierung (nach Jensch )
Bei einigen dieser Montierungen befindet sich Schwerpunkt des Beobachtungsinstrumentes im Schnittpunkt der beiden (Gabelmontierung englische Rahmenmontierung und Hufeisenmontierung). Alle anderen benötigen Ausgleichsgewichte damit der Schwerpunkt aller beweglichen im Schnittpunkt der Achsen zu liegen kommt.

Azimutale Montierungen

Azimutale Montierungen auch alt-azimutale-Montierung genannt (siehe auch Azimut ) haben eine senkrechte Hauptachse um die die gesamte Anlage drehen kann. Das Beobachtungsinstrument kann zusätzlich zwischen Horizont zum Zenit geschwenkt werden. Diese Montierungen sind mechanisch und tragfähiger. Es muss aber in Kauf werden dass die Bewegungen um beide Achsen ständig veränderlichen Geschwindigkeiten erfolgen muss. Außerdem rotiert Gesichtsfeld des Beobachtungsinstruments. Das heißt alles Zubehör Fokus des Beobachtungsinstruments muss ebenfalls motorisch gedreht Durch den Einsatz entsprechender Computertechnik können diese jedoch heute gelöst werden. Die größten Teleskopanlagen azimutale Montierungen.

Es sind auch "Alt-Alt-Montierungen" denkbar. Der ist abgeleitet von alt für Höhe (engl: altitude ). Die Hauptachse liegt horizontal. Das heißt Beobachtungsinstrument wird sowohl um diese Achse in Höhe geschwenkt als auch um eine zweite zur ersten verlaufenden Achse. Dieser Montierungstyp ist von theoretischem Interesse.

Hexapod-Montierungen

Diese Bauart ist bisher kaum in hat aber den Vorteil einer äußerst geringen Die notwendigen Freiheitsgrade für die Bewegung des ergeben sich nicht durch zwei Achsen sondern sechs in ihrer Länge veränderbaren Beine. Jeweils dieser Beine berühren sich am Fundament das Montierung trägt in einem gemeinsamen Knotenpunkt. Sie dann auseinander und treffen sich mit dem benachbarten Bein in einem Knotenpunkt am Beobachtungsinstrument. Anforderungen an die Präzision der längenveränderlichen Elemente sehr hoch verglichen mit dem mechanischen Aufwand eine andere Montierungsart. Auch zur Steuerung dieser ist ein gewaltiger Rechenaufwand nötig der aber im Bereich des Machbaren liegt. Die Montierung nur vergleichweise geringe Instrumentengewichte tragen weswegen sie für Instrumente in Frage kommt die nur einer Glasfaser an das Teleskop gekoppelt werden. Dies z.B. für Spektrografen möglich. Die Hexapod-Montierung hat andererseits den dass sie im Vergleich zu anderen Montierungen in jede beliebige Richtung schwenken kann. Sie daher gegewärtig u.a. von militärischen Teleskopen zur Satellitenverfolgung benutzt sowie zur Aufhängung von Sekundärspiegeln in sehr großen Teleskopen.

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