Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Prinz Moritz von Anhalt-Dessau (* 31. Oktober 1712 ; † 11. April 1760 ) war ein preußischer Heerführer.
Als einer der fünf Söhne des Dessauers" Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau (1676-1747) und dessen Jugendliebe der gegen Willen der anhaltinischen Aristokratie in den Adel Apothekerstochter Anna Luise Föhse schlug er traditionsgemäß militärische Laufbahn in preußischen Diensten ein und als persönliche Einheit das Infanterieregiment Nr. 22 Moritz". Über seine Jugend ist bekannt dass urwüchsiger nicht eben intellektueller aber aufrichtig religiöser offenherziger Vater an ihm ein "Experiment" unternommen indem er ihn "natürlich" d.h. ohne besondere oder höfische Ausbildung und unter Betonung ländlicher habe aufwachsen lassen. Inwieweit diese Schilderung dem der Legende angehört lässt sich in der nur vermuten - Tatsache ist dass Moritz Heerführer keine unvernünftigeren Entscheidungen als seine Kameraden und keine Anzeichen geistiger Zurückgebliebenheit zeigte.
Zur Bewährungsprobe wurde für den ehrgeizigen sein Einsatz im Siebenjährigen Krieg wo er insbesondere bei Kolin Leuthen Zorndorf und Hochkirch Trotz gelegentlich heftiger Kontroversen mit dem mindestens eigenwilligen und hochmütigen Monarchen bestand ein durchaus Verhältnis zwischen den beiden Reichsfürsten die einander aus Jugendtagen kannten. Dennoch wurde die Niederlage Kolin zum Schlüsselerlebnis für König Friedrich und Moritz als sich der General mit gutem zweimal weigerte den Befehl des Königs zum auszuführen; erst auf die Worte des erbosten hin: "Bei allen Teufeln Prinz Moritz machen Front wenn ich es befehle!" (wobei Friedrich gezogenem Degen auf den Fürsten zuritt) gab "mit trauriger Stimme" die Anweisung weiter die die Niederlage einleiten sollte: Die vom König einseitige Umfassung des Gegners endete in einem die österreichisch-sächsiche Reiterei richtete unter Ausnutzung einer Lücke in der preußischen Front unter den versammelten Infanterieregimentern ein Blutbad an und fügte königlichen Armee ihre erste schwere Niederlage zu. trägt auch Moritz eine gewisse Mitschuld insofern den vorschnellen Angriff seines Unterführers General von auf die kroatischen Stellungen auf halber Strecke österreichischen rechten Flügel nicht energisch genug zu suchte diese fatale Operation im Gegenteil sogar
Glücklicher taktierte der General bei Leuthen ihm sein vorzügliches Manövrieren die Beförderung zum Generalfeldmarschall einbrachte (diesen Rang trugen ebenso seine Leopold II. Maximilian und Dietrich). 1758 nahm er an großen Schlachten teil wobei er sich das des linken preußischen Flügels bei Zorndorf wenigstens anrechnen lassen muss. Bei Hochkirch schlug er letzte Schlacht: Eine feindliche Kartätsche verwundete ihn der Hand und rief eine gefährliche Krebserkrankung der er nach einem Jahr in Kriegsgefangenschaft in seiner Residenzstadt Dessau erlag.