Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Johann Moritz Fürst von Nassau-Siegen (1604-1679) niederländischer Feldmarschall der Brasilianer genannt geboren am 17. Juni 1604 zu Dillenburg als Sohn des Grafen Johann VIII. Nassau-Dillenburg entstammte er dem weitverzweigten Nassauer Fürstengeschlecht dem auch das Haus Oranien hervorging.
Moritz trat 1621 in die Dienste der holländischen Republik zeichnete sich unter der Leitung des Prinzen Heinrich von Oranien 1626 bei der Belagerung von Grol und 1632 vor Maastricht aus.
1636 zum General-Gouverneur der Besitzungen der Westindischen in Brasilien (Niederländisch-Brasilien) ernannt eroberte er obwohl er geringe Streitkräfte zur Verfügung hatte einen großen des Landes und verwaltete es so vortrefflich es zu hoher Blüte gedieh. Seine umfangreiche Brasilien zusammengetragene naturhistorische und ethnographische Sammlung veränderte ihre Verbreitung an den europäischen Fürstenhöfen das der Neuen Welt.
Er entsandte 1637 eine Expedition an die afrikanische Küste welche den die Hauptfestung von Guinea St. George del Mina erwarb und im Frühjahr 1638 an der brasilischen Küste südlich vor aber vergeblich Bahia .
Nachdem die portugiesische und die spanische durch die Holländer vor Itamarica ( 12. - 17. Januar 1640 ) beinahe ganz vernichtet worden waren begann Krieg in Brasilien aufs neue und wurde großer Grausamkeit geführt. Um die große Anzahl Abenteurern unter seinen Fahnen zu beschäftigen unternahm eine Expedition nach Chile ( 1643 ).
Zwei von ihm gegründete Orte die Moritzschloss an der Mündung des Sao Francisco die Stadt Moritzstadt bei Pernambuco erinnern in Brasilien an ihn.
1644 nach Holland zurückgekehrt wurde er zum von Wesel und General der Reiterei ernannt. Freundschaft mit dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm den er 1635 kennengelernt hatte festigte sich als dieser 1646 Louise Henriette die älteste Tochter des Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien heiratete. 1647 ernannte ihn der Kurfürst zu seinem in Kleve und Mark ab 1658 auch von Minden. Als niederländischer Kommandant rechtsrheinischen Festungen und als brandenburgischer Statthalter hatte Moritz somit eine Doppelfunktion inne die ihn einem Garanten der Stabilität der westlichen Territorien machte.
Seine Erfahrungen sein Verhandlungsgeschick und die Kontakte prädestinierten ihn für hochrangige diplomatische Missionen Dienste Brandenburgs. 1652 erhob ihn Kaiser Ferdinand II. in den Reichsfürstenstand. Im gleichen Jahr Johann Moritz auf Antrag des Großen Kurfürsten Meister des Johanniterordens der Ballei Brandenburg ernannt. Auch dieses bekleidete er mit großem Erfolg. Es gelang das durch den Dreißigjährigen Krieg verwüstete Ordensgebiet wirtschaftlich und kulturell zu Dazu gehörte auch die Neubau des Johanniterschlosses Sonnenburg/Neumark.
Der Bau- und Gartenkunst mehr noch großräumigen Landschaftsgestaltung galt seine besondere Leidenschaft. Als Moritz 1679 starb hatte der Fürst dessen bereits in jungen Jahren Qua patet orbis (Soweit der Erdkreis reicht) lautete dank geografisch weit gestreuten Ämter von Brasilien bis die Neumark zahlreiche Residenzen und Landschaften gestaltet.
Von weitreichender kunst- und kulturhistorischer Bedeutung sein Beitrag zur Verbreitung der palladianisch-klassizistischen Architektur der Alpen. Während seines Aufenthaltes am statthalterlichen im Haag ließ sich Johann Moritz von van Campen ( 1595 - 1657 ) ein repräsentatives Stadtpalais das Mauritshuis errichten. diesem Bau entstand erstmalig in den Niederlanden in Grund- und Aufriss rein klassizistischer Bau Grundlage der italienischen Architekturtheorie.
Durch Johann Moritz wurde der neue Klassizismus auch nach Brandenburg exportiert. Von Anfang widmete er sich der Modernisierung und Erweiterung statthalterlichen Residenz Kleve . Auf großartige Weise bezog er ihre und waldreiche Umgebung in ein System von Kanälen und Sichtachsen ein die blühende Gärten kleine Schlösser miteinander verbanden. Ohne Zweifel waren Klever Anlagen Vorbild für die vom Großen geplante Verschönerung der Insel Potsdam. Johann Moritz den Großen Kurfürsten in allen Fragen der und Gartengestaltung vermittelte Baumeister Festungsingenieure Maler Bildhauer Handwerker an den Berliner Hof. Neben der Louise Henriette war Johann Moritz von Nassau-Siegen wichtigste Vermittler niederländischer Kunst in Brandenburg.
1658 war er als brandenburgischer Gesandter bei Wahl Kaiser Leopold I. in Frankfurt tätig schloss 1661 den Defensivvertrag zwischen England und Brandenburg erhielt 1665 das Kommando der holländischen Truppen gegen Münster wurde 1671 erster Feldmarschall der Niederlande befehligte die im Krieg gegen Ludwig XIV. ( 1672 - 74 ) und nahm an der Schlacht bei 11. August 1674 hervorragenden Anteil.
1674 wurde er Gouverneur von Utrecht und trat 1676 ins Privatleben zurück. Er starb am Dezember 1679 in Bergenthal bei Kleve und ist Siegen beigesetzt. Sein Palast im Haag war "Moritzhaus" (jetzt Museum).
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