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Morphem


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Ein Morphem ist das kleinste bedeutungstragende Element einer Sprache . Man unterscheidet die Morpheme nach ihrer im Satz in freie und gebundene Morpheme und ihrer Funktion in lexikalische und grammatische Morpheme.

Ein freies Morphem kann als eigenes Wort selbständig einem Satz stehen ein gebundenes Morphem ist immer an ein freies und kann nicht als Wort fungieren.

Die lexikalischen Morpheme bilden die Stämme oder Wurzeln der Worte stellen also sozusagen das Grundinventar der einer Sprache dar. Die grammatischen Morpheme hingegen bilden keine Worte sondern diese gemäß der grammatischen Regeln und geben Informationen wieder. Grammatische Morpheme werden weiter unterteilt derivative (diese ändern die Wortklassen) und flexive (die die Beugung der Worte darstellen). Zudem werden auch Artikel Präpositionen und Konjunktionen zu den grammatischen Morphemen gezählt.

Eine eigene Klasse bilden die unikalen Morpheme. Sie kommen nur in einer Kombination vor und haben keine eigene Bedeutung.

Einige Beispiele:

  • frei lexikalisch: Schrank Mensch Liebe
Diese Morpheme können als selbständige Wörter im Satz stehen und haben eine Bedeutung.

  • frei grammatisch: der in aber
Auch diese Morpheme stehen als selbständige Wörter Satz aber sie haben keine eigene Bedeutung. haben eine grammatische Funktion und man kann eine Bedeutung zuordnen aber diese Bedeutung ist abhängig von einem lexikalischen Morphem.

  • gebunden unikal: Him(beere) Brom(beere)
Him- und Brom- haben keine Bedeutung oder Sie kommen ausschließlich in dieser einen Kombination und können ausschließlich in dieser Verbindung sinnvoll werden.

  • gebunden derivativ: -keit ent- -ieren
Diese Morpheme können nicht selbständig vorkommen. Sie immer an ein lexikalisches Morphem gebunden dessen sie ändern. heiter -> Heiterkeit ändert beispielsweise die Wortklasse von Adjektiv in Substantiv .

  • gebunden flexiv: -t -n
Auch diese Morpheme kommen nur an lexikalische gebunden vor. Ihre Funktion ist die Beugung Flexion ) der Wörter. Das Morphem -t z.B. flektiert das Verb gehen (die Verbindung heißt dann geht ) nach Person (3.) Zahl (Ez) Zeit Modus (Indikativ) und Sichtweise (Aktiv).

Es gibt auch gebundene Morpheme die unsichtbar sind und trotztem ein Wort in Form verändern. Diese Morpheme nennt man Nullmorpheme. Das Mehrzahlbildungsmorphem in die Gemälde . Hier enthält "Gemälde" ein Nullmorphem Bildung des Plurals: Das Wort wird von Einzahl in die Mehrzahl gesetzt man kann Veränderung aber nicht sehen.

Siehe auch: Morphologie Homonym Phonem Polysem



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