Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Das Mosaik-Zyklus-Konzept ist ein Konzept aus den Fächern Ökologie und Naturschutz . Es dient neben der fachlich-theoretischen Diskussion zur Entwicklung und Umsetzung von Naturschutzstrategien. Das wurde an Hand von Untersuchungen von Wald -Ökosystemen ( Urwaldrelikten ) entwickelt.
Die Autoren Remmert und Scherzinger beschrieben Anfang der 1990er Jahre dass (Wald-) Ökosysteme zyklisch verjüngen und die Sukzession innerhalb eines Ökosystems phasenverschoben und asynchron ablaufen kann. Die Ursachen hierfür sind endogene (innerhalb des Systems ) als auch exogene Ursachen (von außerhalb Ökosystems). Das Klimaxstadium ( siehe Sukzession ) ist nach diesem Konzept entgegen älterer kein starres Gebilde. Das Konzept sagt aus das Klimaxstadium ein Mosaik aus verschiedener Pflanzengemeinschaften Alterstufen ist.
Anhand von Untersuchungen an Urwaldrelikten wurde festgestellt dass statt eines langanhaltenden eine zyklische und unregelmäßige Entwicklung (wiederholte Sukzession aber auch abrupt eintretende Phasen) von und Zusammenbruchszuständen in Wald - Ökosystemen vorherrscht. Der Zusammenbruch wird so das durch Insektengradationen ("-plagen") Windwurf Waldbrand /Flächenbrand nach Blitzschlag Überalterung Lawinen etc. ausgelöst. weiterer Faktor kann auch Fraß von Großsäugern ( siehe auch Megaherbivorentheorie ) (hinzugefügt v.A.).
Die Zyklen können von jedem beliebigen auf jedes beliebiges vorhergendes Stadium zurückgeworfen werden. Zyklen müssen dabei nicht alle Stadien durchlaufen. kann sich ein Wald in der Plenterphase der Zerfallsphase verjüngen und direkt in die oder wieder in die Plenterphase übergehen.
Diese zyklische Entwicklung eines vom Menschen unbeeinflussten Waldes passiert nach geobotanischer Einteilung der Wälder (z.B. subalpin boreal subozeanischer Mischwald etc.) also je nach der Systeme und je nach Art der (Schadereigniss) auf unterschiedlich großen Teilflächen. Diese verschiedenen unterschiedlicher Sukzessionsstadien geben von oben betrachtet ein Mosaik ab.
(Den Nachweis wie groß die Einzelfächen Mosaike vor allem vor der letzten Eiszeit wird die Paläobotanik wahrscheinlich nicht bringen können.)
Flächengröße nach Schäden (nach Scherzinger 1991)
Zusammenbrechende überalterte Vegetation (Bäume bei Scherzinger): 100 m² bis m²
Gegenüber der Megaherbivorentheorie bietet das Konzept den Vorteil dass sich noch heute überprüfen und verallgemeinern lässt und Überprüfung an Hand anderer Biotope um ableiten zu können). Eine zyklische Entwicklung ist auf extremen Standorten wie Mooren und Trockenstandorten zu beobachten. Jedicke (1994) dass sich viele Ökosysteme zyklisch verjüngen. Das hier nicht die Megaherbivorentheorie verneinen. Vielmehr sind komplementär zu betrachten; so ähneln Zerfalls- und des Waldes (die in ihrer zeitlichen Ausdehnung ist) einem Hutewald .
Jedicke leitet u.a. aus dieser Theorie Forderung nach langfristig zu sichernden Großschutzgebieten ab einen Prozessschutz des Ökosystems zu gewährleisten. Bei einem Windwurf in einem unter Naturschutz stehenden Wald der Status eines Natuschutzgebietes wieder aufgehoben werden der Schutzzweck "Erhaltung des Waldes" entfällt. In Konsequenz müsste der Schutzzweck auf die Prozesse Sukzession ausgeweitet werden.
Die Bezeichnungen der Phasen ähneln den von forstwirtschaftlichen Nutzungsformen: Plenterwald Femelwald als Hochwälder sowie Mittelwald und Niederwald . Tatsächlich besteht auch gewisse Ähnlichkeit. Bei Wirtschaftswäldern (Forsten) sorgt der Mensch für die des Ökosystems und fördert damit gezielt die allerdings entsteht kaum Totholz und die Artenzusammensetzung Pflanzen wird gesteuert; die ökologischen Funktionen sind geringer ( vgl.: Ersatzgellschaft). Diese Nutzungsformen sind heute nur sehr selten anzutreffen; die intensive Nutzung des überwiegt (Ähnlichkeit der Reifephase eines Altersklassenwaldes mit Optimalphase dieses Konzeptes). Wenn gleich es in gibt zum Plentern überzugehen dauert ein Umbauprozess der Forstwirtschaft Generationen.