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MtDNA


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mtDNA steht für mitochondriale DNA ein ringförmiges DNA-Molekül im Inneren von Mitochondrien . Mitochondrien sind für die Energieerzeugung innerhalb Zellen verantwortlich.

mtDNA erlaubt den Mitochondrien nicht sich unabhängig von der Zelle in der sie sich befinden zu und zu vermehren. Allerdings ist die Teilungsfrequenz Mitochondrien nur indirekt von der der Zelle Auf der mtDNA befinden sich einige wenn nicht alle Gene für die Enzyme des Citrat-Zyklus (auch Zitronensäure- oder Krebs-Zyklus) sowie Gene die für die Struktur und Reproduktion der Mitochondrien verantwortlich sind. Jedoch sind als 90% der Proteine aus denen ein besteht im Zellkern lokalisiert und werden im der Zelle synthetisiert. Die fertigen Proteine werden Anschluss an die Transkription mit Hilfe einer Translokationsmaschinerie ueber die beiden mitochondrialen Membranen ins der Mitochondrien importiert wo sie dann ihren einnehmen können (vgl. hierzu besonders diverse Veroeffentlichungen Pfanner et al. und Neupert et al. ).

Das Vorhandensein einer eigenen DNA ist unter den Zellorganellen der Tiere bei den Pflanzen besitzen die Chloroplasten dieselbe Eigenschaft. Dies ist Ausgangspunkt für Endosymbionten-Hypothese die besagt dass Chloroplasten und Mitochondrien eigenständige Organismen waren die im Laufe der in tierische bzw. pflanzliche Vorläuferzellen inkorporiert wurden nun bestimmte Aufgaben für diese Zellen übernehmen. Indizien hierfür sind dass Mitochondrien in etwa gleiche Größe wie kleine Bakterien haben ein ringförmiges DNA-Molekül besitzen und zwei Membranen umgeben sind. Auch ist die (z. B. Ribosomen) der Mitochondrien der von sehr aehnlich.

mtDNA ist zu einiger Bedeutung in Genealogie und Anthropologie gekommen. Dies hat einerseits zu tun dass Mitochondrien bei vielen Organismen maternal d.h. nur von der Mutter an Nachkommen weitergegeben werden. Die Mitochondrien des Spermiums sich in dessen "Hals" der nicht an Verschmelzung teilnimmt. Zudem mutiert mtDNA mit einer sehr konstanten Rate man relativ genau sagen kann wie nah gesehen) zwei Volksstämme verwandt sind d.h. wann die Vorläufer dieser Stämme trennten. In der konnte so gezeigt werden dass die amerikanische Urbevölkerung am engsten mit der Urbevölkerung Japans verwandt ist (also von einem gemeinsamen abstammt).

Andererseits konnte auch noch viele Jahre ihrem Tod nachgewiesen werden dass eine Frau die Zarentochter Anastasia war wie sie behauptet hatte. Dazu mtDNA eines Nachkommen in weiblicher Linie von und eines Nachkommen der angeblichen Mutter der Zarin verglichen.




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