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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Multiresistenz


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Als Multiresistenz bezeichnet man in der Medizin wenn Bakterien oder Viren gegen mehrer verschiedene Antibiotika (oder Virostatika) unempfindlich werden.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen

Die Multiresistenz gegen Antibiotika von Bakterien Viren (z.B. HIV ) stellt in der Medizin ein immer werdendes Problem dar. Dabei gibt es verschieden die zu einer Zunahme der Multiresistenz führen.

  1. Unzuverlässige Medikamenteneinnahme (Compliance) des Patienten
    Dadurch werden Keime nur teilweise abgetötet die Überlebenden Bakterien Viren sind oft diejenigen mit einer erhöhten Resistenz . Diese Erbanlagen werden an künftige Generationen so daß beim nächsten Einsatz des gleichen kein Erfolg mehr erzielt wird.
  2. Häufiger oft unnötiger Einsatz von Antibiotika
    Es werden Antibiotika bei viralen Infekten verschrieben die hier gar nicht helfen. kommt es zu einem häufigeren Kontakt von Krankheitserregern mit den Antibiotika. Dabei kommt es einer Selektion nur resistente Bakterienstämme überleben und gelangen die Umwelt .
  3. Einsatz von Antibiotika in der Lebensmittelindustrie
    Hier werden häufig Antibiotika dem Tierfutter beigemischt den Ertrag zu steigern. Viele dieser Antibiotika sind mit den in der Humanmedizin verwendeten. Dadurch sich wiederum resistente Bakterienstämme entwickeln die auch in der Humanmedizin verursachen können.
  4. Nicht testgerechter oder indikationsgerechter Einsatz von Antibiotika
    Es werden oft hochwirksame sogenannte Breitspektrumantiobiotika bei Infekten eingesetzt bei denen z.B. noch das alte Penicillin wirksam ist (es wird mit Kanonen Spatzen geschossen). Durch diesen breiten Einsatz der Antibiotika wird wiederum die Selektion von multiresistenten gefördert. Im Ernstfall ist dann möglicherweise später hochwirksame Medikament nicht mehr wirksam.
  5. Sonderfall: HIV-Therapie
    Da eine Heilung bei Erkrankung mit HI-Viren nicht möglich ist ist bisher eine lebenslange mit Virostatikum notwendig. Schon früh hat man entdeckt die Monotherapie (nur ein Medikament) nicht lange ist. Das HI-Virus ist sehr rasch in Lage resistent gegen das Medikament zu werden. wird von Beginn an eine Mehrfachkombination gegeben wird die Wahrscheinlichkeit einer Resistenzentwicklung gemindert. Trotzdem es während der Therapie oft zur Entwicklung Mehrfachresistenz. Es werden deshalb ständig neue Medikamente in einer Art Wettlauf Virus/Mensch.

Multirestistente Problemkeime

Methicillin-restistente Staphyloccocus aureus (MRSA)-Stämme

Seit den 1970er Jahren treten Staphylococcus aureus -Stämme auf die eine Mutation in ihrem II (PBP II) auf weisen und gegen Beta-Laktam-Antibiotika (unter anderem auch gegen Methicillin Oxacillin u.a. sog. Staphylokokken-Antibiotika) resistent ist. Zudem kann eine Resistenz gegen andere Wirkstoffklassen aufweisen so meist nur wenige Präperate zur Behandlung (z.B. wie Vancomycin oder Teicoplanin oder neuere und Medikamente wie Linezolid aus der Klasse der MSRA werden mittlerweile weltweit gefunden und werden allem in der Intensivmedizin zu einem immer größeren Problem. So ihre Inzidenz auf Intensivstationen in den USA bereits in Südeuropa und Frankreich >30%. In Deutschland die Inzidenz in Krankenhäusern bei rund 15-20% jedoch regional großen Schwankungen. Auch bei ca. 5% aller Bewohner von Alten- und Pflegeheimen MRSA isoliert werden. Wie andere S. aureus -Stämme können auch MRSA als Besiedlungskeim auf Nasen- und Rachenschleimhaut vorkommen ohne dass der erkrankt. So entstehen Keimreserviors die andere immungeschwächte anstecken können.Besonders gefährlich sind Keimbesiedlungen bei Krankenhaus da hier eine kontiniurierliche Ansteckungsgefahr für Patienten Immuninsuffizinz offenen Wunden Dialyse intravasalne Kathetern oder gegeben ist.

Vancomycin-intermediär-sensible Staphylococcus aureus (VISA)-Stämme

Seit einigen Jahren treten in Japan auf die auch gegen Glykopeptide intermediär empfindlich Einzelne Fälle sind auch in den USA Honkkong und Thailand aufgetreten. Es ist wahrscheinlich sich diese Stämme auch weiter ausbreiten werden.

Vancomycin-resistente Staphylococcus aureus (VRSA)-Stämme

Tatsächlich Vancomycin-resistente S. aureus -Stämme (VRSA) sind erst in zwei Fällen den USA beschrieben worden. Sie sind im zu den VISA-Stämmen dadurch charakterisiert daß sie die Glykopeptid-Resistenz kodierende aus Glykopeptid-resistente Enterokokken (VRE/GRE) vanA -Gen besitzen.

weitere Problemkeime:

  • Vancomycin/Glykopeptid-resistente Enterokokken (VRE GRE)
  • Penicillin-resistente Pneumokokken
  • Mehrfach-resistente gramnegative Bakterien




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