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Nadine Gordimer


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Nadine Gordimer (* 20. November 1923 in Springs Provinz Gauteng früher Transvaal ) ist die wohl bekannteste südafrikanische Schriftstellerin . Ihre Romane Erzählungen und Essays behandeln vor allem die südafrikanische Apartheidpolitik und deren zerstörerische Folgen sowohl für schwarze als auch für die weiße Bevölkerung. 1974 bekam Nadine Gordimer den Booker Prize 1991 wurde sie mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Ihr Vater war ein jüdischer Juwelier der als Dreizehnjähriger aus Litauen emigrierte ihre Mutter war Engländerin . Gordimer wuchs in ihrer Geburtsstadt Springs von Johannesburg auf einer der Orte entlang des Witwatersrand die Ende des 19. Jahrhunderts durch Goldbergbau entstanden. Sie wurde nicht jüdisch erzogen ging auf eine kostenpflichtige Konventschule. Sie verbrachte sorgenfreie Kindheit und Jugend in der behüteten der weißen südafrikanischen Minderheit. Sie wurde wegen vermeintlichen Herzschwäche jahrelang von ihrer Mutter zuhause unterrichtet . Ihre relative Isolation gab ihr die alles zu lesen was ihr in die fiel.

Bereits als Neunjährige begann sie zu und mit 14 Jahren erschien ihre erste Kurzgeschichte ( Come Again Tomorrow ) auf den Kinderseiten der Zeitschrift Forum (Johannesburg). Seit 1948 lebt sie in wo 1949 ihre erste Kurzgeschichtensammlung Face to Face verlegt wurde. Mit The Lying Days veröffentlichte sie 1953 ihren ersten Roman. brachte der New Yorker erstmals eine Geschichte weitere sollten folgen.

Zum Studium schrieb sie sich an Witwatersrand-Universität in Johannesburg ein die sie jedoch ohne Abschluss nur einem Jahr verließ. Sie reiste viel Afrika Europa und den USA wo sie den 1960ern und 1970ern auch mehrfach an Universitäten lehrte.

Beinahe ihr gesamtes Leben lebte und sie in einem Südafrika dass von Apartheid war. Gordimer gehörte in den 1950ern zu einer kleinen Gruppe die bewusst damaligen Apartheidgesetze missachtete um diese zu unterhöhlen. den Massenverhaftungen von 1956 und dem Verbot des African National Congress ( 1960 ) wurde dieses Vorgehen vehement unterbunden. Gordimers Eintreten für das Recht auf freie Meinungsäußerung ihr mehrfach Publikationsverbote in ihrem Heimatland ein.

In den sechziger Jahren wurde die schwarze Widerstandsbewegung radikaler in ihren Methoden wandte z.B. Industriesabotage an wie sie im Roman The Late Bourgeois World ( 1966 ) beschrieben wird und setzte vielfach nicht auf die Unterstützung durch liberale Weiße so dder 1959 gegründete Pan Africanist Congress . Gordimer fühlte sich folglich doppelt ausgegrenzt: die Weißen aufgrund des Apartheidregimes durch die wegen ihrer Hautfarbe .

Die Ausgrenzung progressiver Weißer intensivierte sich den 1970ern mit der Geburt der black consciousness Bewegung. Ziel dieser Bewegung war die der Schwarzen auch auf einer psychologischen Ebene die Beteiligung Weißer die im Namen Schwarzer und handelten verschlimmere demnach das Problem der Abhängigkeit nur noch. Gordimer akzeptierte dass die ihre Zukunft selber bestimmen mussten: ein künftiges in dem ' Rasse ' keine Rolle mehr spiele sondern das die schwarze Mehrheit auf der Basis eines Wahlrechts geführt werde.

In den späten achtziger Jahren kam es wieder zu einer engeren zwischen den Schwarzen und den Weißen im Gordimer nahm eine prominentere Stellung in der ein und nutzte ihren Ruhm als Schriftstellerin politische und kulturelle Gruppierungen finanziell und öffentlichkeits-wirksam unterstützen. Sie kämpfte auch gegen das südafrikanische Zensurgesetz . Aber ihr Schreiben blieb ihre wichtigste

In Interviews bekräftigte sie dass es ihre Absicht sei als Propagandistin andere von ihren politischen Idealen zu Sie wolle stattdessen die Wirklichkeit auf ehrliche Weise darstellen und verborgene beleuchten. Sie interessierte sich besonders für die und gesellschaftlichen Aspekte von Konfliktsituationen so z.B. Die Hauswaffe (1998). Der Roman spielt im "neuen" noch von Gewalt geschüttelten Südafrika nach der und beschreibt die emotionalen Verwirrung eines Ehepaars Sohn des Mordes bezichtigt wird.

In ihrem Werk zeigt sie dass kein statischer starrer Begriff ist sondern etwas sich ständig weiterentwickelt. Die Realität in ihrem ist nie schwarz-weiß sondern mit vielen Grautönen Im Studium von Gordimers Gesamtwerk lässt sich sich ihr Gedankengut und ethnisches Bewusstsein weiterentwickelt. 1991 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur der offenen und ironischen Art mit der sie soziales Unrecht Ihr Werk ist in über dreißig Sprachen worden.

Werke

Romane

  • Entzauberung ( The Lying Days 1953 ISBN 3596222311 )
  • Fremdling unter Fremden ( A World of Strangers 1958 ISBN 3596257239 )
  • Anlaß zu lieben ( Occasion for Loving 1963)
  • Die spätbürgerliche Welt ( The Late Bourgeois World 1966)
  • Der Ehrengast ( A Guest of Honour 1970)
  • Der Besitzer ( The Conservationist 1974)
  • Burgers Tochter ( Burger's Daughter 1979)
  • Julys Leute ( July's People 1981)
  • Ein Spiel der Natur ( Sport of Nature 1987 ISBN 3100270118 )
  • Die Geschichte meines Sohnes ( My Son's Story 1990 ISBN 3596124344 )
  • Niemand der mit mir geht ( None to Accompany Me 1994 ISBN 3518399128 )
  • Die Hauswaffe ( The House Gun 1998 ISBN 3442723701 )
  • Ein Mann von der Straße ( The Pickup 2001 ISBN 3442761220 )

Erzählungen / Stories

  • Face to Face (1949)
  • The Soft Voice of the Serpent
  • Six Feet of the Country (1956)
  • Not for Publication (1965)
  • Livingstone's Companions (1971)
  • Selected Stories (1975)
  • No Place Like: Selected Stories (1978)
  • A Soldier's Embrace (1980)
  • Something Out There (1984)
  • Eine Stadt der Toten eine Stadt Lebenden (1984)
  • Jump: And Other Stories (1991)
  • Why Haven't You Written?: Selected Stories (1992)
  • Beute ( Loot: And Other Stories 2003 ISBN 3827000068 )
  

Essays / Biografisches

  • Writing and Being (1995)
  • Zwischen Hoffnung und Geschichte ( Living in Hope and History 1999 ISBN 3827000041 )

Sekundärliteratur

  • Nadine Gordimer : a bibliography of primary secondary sources 1937 - 1992 comp. by Dorothy Driver; London München: (Bibliographical research in African literatures ; 4; ISBN 1873836260 )
  • The Novels of Nadine Gordimer by Stephen Clingman (1986);
  • Critical Essays on Nadine Gordimer Hg. Rowland Smith (1990);
  • Nadine Gordimer by Dominic Head (1994);
  • Rereading Nadine Gordimer by Kathrin Wagner (1994)

Zitate

Gordimer über Gordimer

Über ihr Selbstverständnis:
  • "Ich nehme zwei Rollen ein - als Schriftstellerin und eine andere mit meinem für die Sache der Freiheit und eine in Südafrika." (wiedergegeben im Boston Globe Oktober

Über ihr Werk:

  • "Proust Tschechow and Dostojevski ... waren Professoren." (so zitiert sie der "Guardian")
  • "Nichts ist so wahr wie meine Geschichten" ( Nothing is as true as my fiction -- Interview im "Guardian" April 2001)

Andere über Gordimer

  • "Durch ihr großartiges erzählerisches Werk hat - mit den Worten Alfred Nobels - Menschheit große Dienste erwiesen." (Nobelpreis-Jury 1991)

  • "Obwohl sie einer der herausragenden modernen ist hat sie es abgelehnt als Feministin zu werden." (Professor Paul Brians Washington State University )

  • "Ihre jüngsten Werke zeichnen sich durch Bereitschaft aus neue Wege einzuschlagen und eine Wahrnehmung der Welt zu erkunden." ( John M. Coetzee New York Review of Books 23. Oktober 2003)

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