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Der im 2. Jh. in Süd indien als Sohn eines Brahmanen geborene Nâgârjuna (Aussprache: Nag' á rdschuna) entging einer Verurteilung indem er einem Mönchsorden beitrat und gilt als Begründer der innerhalb des Mahayana -Buddhismus (fälschlicherweise wird ihm oft die Begründung Mahyana-Buddhismus selbst zugeschrieben).
In seiner Lehre der "Lehre von Leere" (Shûnyavâda) [vgl. Madhyamaka ]entwickelte er eine radikale Dialektik nach der alle Begriffe relativ sind. Ding existiert nur in Relation zu seinem Dieses dualistische wendet er auch auf das Sein das nur aufgrund der gleichzeitigen Annahme des denkbar ist.
Da die Buddhistische Lehre das Sein Leiden negiert folgert Nagârjuna das auch das Nicht-Sein und in einer weiteren Stufe das Weder-Sein-noch-nicht-Sein negiert wird und es bleibt nur Leere übrig.
Da Nagârjuna mit seiner Philosophie selbst Buddhistischen Erlösungsgedanken des Buddha negiert kann er als radikalster Buddhistischer aber auch als Nihilist bezeichnet werden. Allerdings ist seine Lehre für sich allein stehend zu betrachten sondern zu den Systemen seiner Zeit gegen die sich wendet.
Weber-Brosamer Back: Die Philosophie der Leere. Mulamadhyamaka-Karikas. Übersetzung des buddhistischen Basistexts mit kommentierenden Wiesbaden 1997 (Beiträge zur Indologie 28)