Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Nagib Machfus (* 11. Dezember 1911 in Kairo Ägypten ) gilt als bedeutendster lebender Schriftsteller Ägyptens als einer der führenden Intellektuellen der arabischen 1988 wurde er als erster arabisch-sprachiger Autor dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.
Nagib Machfus wuchs als Sohn eines in einem Kairoer Altstadtviertel auf wie er später in vielen seiner Romane schildern sollte. der Schulzeit studierte er Philosophie und arbeitete seit den 30er Jahren Beamter im ägyptischen Bildungsministerium.
Neben seiner Arbeit verfasste er Kurzgeschichten und veröffentlichte 1939 den ersten von drei Romanen über die Pharaonenzeit . Angesichts des halbkolonialen Status' Ägyptens zur König Faruks stellten diese realistischen historischen Romane den dar mit ihrer Rückbesinnung auf eine große die Identität der Ägypter in der Gegenwart zu stärken.
Die uneingeschränkte Anerkennung als führender Schriftsteller arabischen Welt errang Mahfus 1956 mit den Romanen seiner Kairoer Trilogie ( Zwischen den Palästen Palast der Sehnsucht und Zuckergässchen ). In diesen drei Werken die ihn berühmt machten erzählt er die Geschichte einer Kaufmannsfamilie über drei Generationen hinweg. Die Trilogie brachte Machfus den ägyptischen Staatspreis für ein.
Aufsehen ganz anderer Art verursachte Nagib 1959 mit seinem Roman Die Kinder unseres Viertels eine Parabel auf die Menschheitsgeschichte in denen er auftreten lässt die an Adam Moses Jesus und Mohammed erinnern. Nachdem die ersten Kapitel des bereits in der regierungsamtlichen Zeitung Al Ahram erschienen waren erzwangen Proteste konservativer islamischer Kreise die Einstellung des Vorabdrucks. Der Roman konnte wegen der anhaltenden Empörung der Religiösen wegen angeblicher Gotteslästerung bis heute nicht Ägypten erscheinen.
Auch wegen seiner Unterstützung des Friedensprozesses mit Israel wurde Machfus zum Ziel scharfer Kritik fundamentalistischen und arabisch- nationalistischen Kreisen. Die Verleihung des Nobelpreises im 1988 wurde von Islamisten als Provokation seitens des Westens empfunden. besonders radikale Geistlicher Omar Abdul-Rahman verstieg sich dazu eine Fatwa ein Todesurteil über den Preisträger zu 1994 im Alter von 83 Jahren wurde Opfer eines versuchten Anschlags so dass er er unter ständigem Personenschutz leben muss.