Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Nationalismus bezeichnet die Loyalität und die Hingabe seinem Volk und zur Nation . Dabei wird dieses Volk und ihre Kultur oft überhöht und idealisiert vor alle Völker (Nationen) gestellt. Politisch ist der Nationalismus mit Unabhängigkeitsbestrebungen verbunden (" Befreiungsnationalismus "). Der Nationalismus strebt i.d.R. einen Nationalstaat an bzw. versucht diesen gegen Gefahren erhalten oder wieder zu errichten.
Ideengeschichtliche Grundlage des Nationalismus ist die dass die Verschiedenheit zwischen den Völkern nicht gegeben sondern auch erhaltenswert ist. Manche vertreten Auffassung der Gegensatz zum Nationalismus sei der Imperialismus der im Universalismus wurzele und eine Idee (z. B. Menschenrechte den richtigen religiösen Glauben eine Ideologie ) möglichst auf der ganzen Erde verbreiten Andere wiederum vertreten genau das Gegenteil nämlich Imperialismus und Nationalismus sich gegenseitig bedingen.
Vom eher unbewußten Nationalgefühl und dem u. U. noch unpolitischen unterscheidet sich der Nationalismus durch die Intensität Selbstwahrnehmung und den politischen Anspruch. Der Nationalismus eine politische Bewegung die auf Nationalgefühl und aufsetzt.
Der Nationalismus stellt keine objektive Wertungen über Völker und Nationen auf aber subjektive . Aus der Sicht eines Nationalisten verhält die eigene Nation zu fremden Nationen wie eigene Familie zur fremden: Die eigene liebt man steht ihr näher. Im Zweifel steht man die eigene Nation / Familie ein. Eine fremder Völker / Familien oder gar ein gegen andere ist damit nicht zwangsläufig verbunden. kann jedoch im Einzelfall in einem Streit Im Falle der Pervertierung des Nationalismus zum gegen andere Völker spricht man von Chauvinismus .
Es kommt vor dass der Nationalismus reduzierter Universalismus ist. Wenn der Universalismus nicht sondern praktisch auf ein Volk reduziert wurde dann kann sich dieses als Träger einer an sich universalen Idee das diese Idee bewahrt.
Die Geschichte des deutschen Volkes ist teilweise bestimmt. Das Heilige Römische Reich hatte ursprünglich einen universalen Ansatz nämlich Christenheit in der ganzen damals bekannten Welt Wiederherstellung des alten Römischen Reiches zu vereinen. Daher kamen auch Bezeichnungen Kaiser (eigentlich Caesar ). Erst als dies misslang entstand der des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation .
Georg W. F. Hegel sah daher "die germanischen Völker" dazu bestimmt den Träger des christlichen Prinzips abzugeben. Dieser imperialistisch-universalistische Ansatz wurde im 19. Jahrhundert im Kaiserreich populär durch das zugespitzte
" am deutschen Wesen soll die Welt genesen " ( Geibel ).
Der Nationalismus begleite die gesamte Menschheitsgeschichte. bestehe aus der ständigen Auseinandersetzung zwischen den Ansätzen der politischen und kulturellen Vereinheitlichung einerseits andererseits den entgegengerichteten Kräften eines nationalistisch/emanzipatorischen Ansatzes die Verschiedenheit der Völker samt ihrer verschiedenen anstrebt bzw. zu erhalten versucht.
Der Nationalismus sei ein Phänomen der Moderne . Von Nationen könne vorher noch keine sein deshalb ist alles was vorher wie aussieht nur eine Projektion aus heutiger nationalistischer Vor der Herausbildung moderner Nationen sei vielmehr persönliche Bindung (z.B. an den Lehnsherren ) entscheidend gewesen. So wurde gerade mit Herausbildung der Nationalstaaten eine nationalistische Mythenbildung betrieben die neuen Nationen zu rechtfertigen. (z.B. Richard Wagner )
In Europa bekam der Nationalismus einen Schub durch die Ideen der Französischen Revolution . In ihrer Folge wurde die Idee Volkssouveränität populär welche sowohl einen demokratischen als einen nationalen Ansatz hat. Die in ihrer entstehende Theoriebildung mit zahlreicher Literatur darf aber darüber hinwegtäuschen dass der Nationalismus auch ohne Begriffsbildung bereits bestand.
Einen zweiten Schub erhielt der Nationalismus dem Zusammenbruch der Kolonialreiche in der Folge Zweiten Weltkrieges . Die nach Unabhängigkeit strebenden ehemaligen Kolonialvölker erreichten zum Teil blutigen Befreiungskriegen ihre Selbständigkeit. In Afrika konnten die Kolonialmächte vielfach ihre Kolonialgrenzen ohne Rücksicht auf als Grundlage der neuen Staatenbildung durchsetzen. Die entstehenden Konflikte dauern heute noch an.