natura non facit saltus ( lat. ) : die Natur macht keine Sprünge bezeichnet in dieser Form einen von Carl von Linné geprägten Gedanken(in: Philosophia botanica 1751 ).
Aber bereits bei Aristoteles findet sich Formulierung:
"Die Natur schreitet so allmählich von unbeseelten zu den belebten Wesen fort daß bei dem stetigen Zusammenhange nicht gewahr wird die Grenze der beiden Arten leigt"(in: Historia animalibus 1831 I 588B 4.)
Dem Inhalt nach wurde wurde der bei G.W. Leibniz ausgeführt:
"Nichts geschieht auf einen Schlag und ist einer meiner wichtigsten Grundsätze daß die niemals Sprünge macht. Ich habe diesen Satz Gesetz der Kontinuität genannt"(in:Noubeaux essais sur l'entendement Vorrede 1765 ).
Die Anerkennung dieses Satzes impliziert zugleich den Bewußtseinsgehalt daß die Natur veränderlich ist damit auch den Entwicklungsgedanken. Entwicklung als Entwicklung der reellen Welt beinhaltet aber neben dem Moment( Kontinuität ) als Ergänzung auch die Möglichkeit des Momentes(Diskontinuität).
Somit muß auch für die Natur Möglichkeit als ein Teil der reellen Welt daß diskontinuierliche Entwicklungsschritte sich ereignen können d.h. besteht die Möglichkeit von sprunghaften Entwicklungsschritten.
Für das Maß der kontinuierlichen Entwicklung die quantative Veränderung d.h. die bloße Veränderung bestehenden Formen Gestalten und Funktionen in der Welt. Diese Art der Veränderung würde jedoch einer Verflachung des Entwicklungsprinzips im Rahmen der Verhältnisse führen. Neue weiterentwickelte Arten könnten unter einem reduzierten Entwicklungsprinzip kaum entstehen.
Erst durch die Möglichkeit einer diskontunierlichen der bestehenden Arten schafft die Voraussetzung einer Veränderung. Diese Voraussetzung spiegelt sich wider im der Höherentwicklung der belebten Naturwesen die sich erhebliche neue Eigenschaften auszeichnen.