Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Neigetechnik


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Unter Neigetechnik (kurz auch Neitech genannt GNT oder gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerung ) versteht man eine Technik im Bereich Eisenbahnwesens bei der die Wagenkästen gegenüber der Senkrechten zum Gleis geneigt werden. Hierdurch können Kurven schneller durchfahren werden.

Inhaltsverzeichnis

Die Technik

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen passiver und Neigetechnik:
  • Bei der passiven Neigetechnik sind die Wagenkästen ihres Schwerpunktes an erhöhten Fortsätzen des Fahrwerksträgers Dadurch schwingen sie aufgrund der Fliehkraft im unteren Bereich nach außen im nach innen. Die Schwingungen werden durch Dämpfungselemente Der Neigewinkel ist auf 3 5° beschränkt.
  • Bei der aktiven Neigetechnik sorgen sensorgesteuerte Stellmotoren ( Hydraulikzylinder oder Linearmotoren ) dafür dass die Wagenkästen programmiert in von der Fliehkraft auslenken. Dadurch ist es den Neigewinkel gegenüber dem Neigewinkel der sich der Fliehkraft ergibt zu verändern. Der Neigewinkel bis 8° betragen.

Es gibt Mischformen z.B. passive Neigesysteme denen die Neigung aktiv ein- und ausgeleitet

Beispiele

Auswirkungen

Die Neigetechnik ermöglicht es Zügen sich ein Motorradfahrer mit bis zu 8° Neigung die Kurve zu legen. Dadurch wirkt der den Fliehkräften entgegen und kann mit bis 30% höherer Geschwindigkeit durch Kurven fahren. Ziel es den Komfort für die Fahrgäste zu Die Fahrwerksphysik bleibt jedoch gleich an sicherheitsbedingten ändert die Technik nichts. Durch die Neigetechnik auf kurvenreichen Strecken die Reisezeiten erheblich verkürzt. führt der Einsatz von Neitech-Zügen der Baureihe 612 auf der Strecke Chemnitz Hbf - Hbf zu einer Reduzierung der Reisezeit von Minuten auf 50 Minuten.

Nebenwirkungen

Ein europäisches Forschungsteam im Fachmagazin 'Current (Ausg. 11) weist darauf hin dass während Studie bis zu 30% der Passagiere Anzeichen Seekrankheit aufwiesen. Dies erklärt man sich durch Bewegung des Horizonts (aus der Sicht des während der Kurvenfahrt.

Geschichte

Die Idee neigefähiger Züge ist bereits den 1940er Jahren entstanden. Bereits in den 1970er Jahren wurden die ersten Versuche auf mechanischer Basis mit dem Talgo Pendular gemacht. Ursprünglich eine deutsche Entwicklung wurde Neigetechnik in Italien kultiviert während die Deutsche Bundesbahn und die von ihr maßgeblich bestimmte Bahntechnikindustrie kein Interesse mehr zeigte nachdem verschiedene (darunter der erste elektrische Schnelltriebzug Baureihe 403 ) mit Neigetechnik sich als Fiasko erwiesen In Italien waren die Pendolino-Züge dagegen rasch so dass auch in Deutschland das Interesse dieser Technik erwachte. Der erste deutsche Neitech-Zug 610 verkehrte 1992 zwischen Nürnberg und Hof .

Weblinks

http://www.eiba.tuwien.ac.at/Lehre99/anschauung/eisenbahnwesen-theorie/node7.html#SECTION00072000000000000000 TU Wien http://www.stud.uni-karlsruhe.de/~uebw/Tilting-trains/index_en.html Bertram Wlasaks Tilting Trains Page




Bücher zum Thema Neigetechnik

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Neigetechnik.html">Neigetechnik </a>