Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Neophyten ( griechisch : neo = neu; phyton = Pflanze) sind Pflanzen die bewusst oder unbewusst vom Menschen in Ökosysteme eingeführt werden in denen sie nicht sind. Im eigentlichen Sinn bezeichnet der Begriff Pflanzen die sich über mehrere Generationen ohne Mithife des Menschen vermehren und ausbreiten.
Häufig werden Pflanzen fremden Ursprungs in oder Parks gepflanzt wenn sie durch Eigenschaften Schönheit oder Resistenz gegen bestimmte negative Umweltfaktoren besonders geeignet sind. Auch in der Land- und Forstwirtschaft werden fremde Arten bewusst verwendet. Etwa Hälfte der Neophyten wird dagegen unbewusst eingeschleppt. eingeschleppten Tierarten spricht man entsprechend von Neozoen bei Organismen allgemein von Neobiota .
Die meisten Neophyten können sich unter aufgrund unterschiedlicher Klimaverhältnisse nicht eigenständig vermehren oder sterben bei zum Beispiel starkem Frost ab. Dabei handelt es sich um Neophyten".
Unter "eingebürgerten Neophyten" werden Pflanzen verstanden im fremden Ökosystem ohne menschliches Zutun verwildern und sich
Dabei gilt in nur wenig isolierten meist die sogenannte "Zehnerregel": von 1000 eingeführten treten 100 gelegentlich spontan auf 10 entwickeln zu "eingebürgerten Neophyten" aber nur eine Art sich zum Problemfall.
Zur Illustation hier das Beispiel eingeführter in Großbritannien :
Anzahl "Neophyten" insgesamt:
12 507
Spontan in der "Natur" aufgetreten:
1 642
"Eingebürgerten Neophyten":
210
Irgendwie problematisch:
34
Während die allermeisten Neophyten in der Natur entweder im Konkurrenzkampf chancenlos sind oder ohne Schaden in die Biotope eingliedern können die oben genannten Problemfälle Biotope umgestalten und/oder indigene Arten verdrängen sowie Land- und Forstwirtschaft wirtschaftliche Schäden zufügen.
Das ist vor allem dann möglich Neophyten im neuen Lebensraum keine natürlichen Feinde haben und somit indigenen Arten überlegen sind.
In Europa sind bisher noch keine Pflanzen von Neophyten völlig verdrängt worden.
Die Anpflanzung von Neophyten in der Natur ist ein Deutschland grundsätzlich verboten um Florenverfälschung zu verringern was aber angesichts der dass die "freie Natur" oft direkt hinter Gartenzaun beginnt nicht besonders effektiv ist. Außerdem eine solches Gesetz nur dann nicht völlig wenn damit nur problematische Neophyten gemeint sind nicht einheimisch Pfanzen allein durch die Forstwirtschaft großen Flächen in der "freien Natur" angepflanzt
Um die einheimische Flora zu erhalten oder um Schäden für Landwirtschaft zu verringern werden manche Neophyten bekämpft. kann durch Beseitigung der Pflanzen geschehen oder durch das Einführen von Schädlingen welche die entsprechende Pflanze in ihrer Heimat befallen. Letztere können aber als Neozoen wiederum für neue Probleme sorgen.
Über die Einschätzung der Gefahren durch Neophyten und entsprechende aktiv zu bekämpfen gibt unter Experten verschiedene Ansichten. Manche Experten halten solche Bekämpfung nicht nur für sinnlos sondern wenigen Fällen auch für kontraproduktiv zum Beispiel der späten Traubenkirsche ( Prunus serotina ).