Die Neukiefervögel (Neognathae) bilden eine der beiden Unterklassen der Vögel und umfassen mit etwa 9000 Arten überwiegenden Anteil der Vogelvielfalt.
Das bedeutendste Merkmal dass sie von Urkiefervögeln (Paleognathae) unterscheidet ist die Gaumenstruktur: Neukiefervögeln die Versteifung des so genannten "Pterygoid-Palatinum-Komplexes" (PPC) Knochenkonfiguration die aus Flügelbein (Pterygoid) Gaumenbein (Palatinum) Flugscharbein (Vomer) besteht. Anders als bei den gibt es darüberhinaus aber kein besonders herausragendes So gibt es innerhalb der Neukiefervögel sowohl als auch nicht-fliegende Vögel wie z. B. Pinguine die zu den Papageien zählenden Kakapos oder auch die in eigenen Familie stehenden Kagus. Der größte Neukiefervogel ist Andenkondor mit einer Länge von bis zu 30 m und einer Flügelspannweite von bis 3 20 m.
Die ersten fossil erhaltenen Neukiefervögel stammen aus der späten Kreidezeit vor etwa 70 Millionen Jahren. Der deutet bereits an dass sie sich nach Ansicht aus Urkiefervögeln entwickelt haben. Diese systematische ist allerdings durch Untersuchungen mitochondrialer DNA in Frage gestellt worden wonach die Trennung nicht zwischen Ur- und Neukiefervögeln sondern der frühen Kreidezeit vor etwa 110 Millionen zwischen Sperlingsvögeln und allen anderen Vögeln erfolgte. Aus Sicht sind die Eigenschaften der Neukiefervögel die während jene der Urkiefervögel sich vermutlich durch die Beibehaltung von Eigenschaften des Jungtieres ins entwickelt haben. Urkiefervögel wären dann nur eine innerhalb der Neukiefervögel die damit kein monophyletisches Taxon mehr bilden würden d. h. sie nicht alle Nachkommen ihres gemeinsamen Vorfahren (der der gemeinsame Vorfahre aller lebenden Vögel wäre).