Die Niederländisch-Flämische Sprache hat sich aus dem niederfränkischen Zweig des Niederdeutschen entwickelt. Die altsächsischen Sprache ist der gemeinsame Ursprung der Sprache und der Angelsächsischen Sprache die eine wesentliche Wurzel der englischen ist. In beiden Zweigen gab es gegenüber Altsächsischen zusätzliche skandinavische Einflüsse. Im Nordosten Deutschlands werden außerdem Dialekte der Ostniederdeutschen Sprache gesprochen.
In Deutschland wird der Begriff Niederdeutsch als Synonym für die Niedersächsische Sprache ("die Sprache des niederen Landes") benutzt. Die Niederdeutsche im Sinne des sprachwissenschaftlichen Terminus Niedersächsische Sprache seit 1998 als Regionalsprache anerkannt und durch Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen geschützt. niederdeutsche Dialekt Plautdietsch wird unter anderem von Mennoniten in Amerika gesprochen.
Die niederdeutschen Sprachen haben die zweite Lautverschiebung nicht oder nur zu einem sehr Teil mitgemacht. Daher sind viele Worte der Sprachen ähnlich den entsprechenden englischen dänischen schwedischen und isländischen Worten z.B.
nd. Water; engl. water; dän. vand (Wasser)
nd. Vader Vadder; engl. Father; dän. far
nd. Pann Panne ; engl. pan (Pfanne)
nd. Salt; engl. salt; dän. salt (Salz)
nd. Melk; engl. milk; dän. melk (Milch)
In der niederländischen Sprache sowie in westniedersächsischen Dialekten wird das g als hartes gesprochen im Westfälischen als weiches ch.
Artikel haben nur zwei Geschlechter (anders als Deutschen) geschlechtlich und sächlich
de Mann / de Man (der Mann)
de Fru / de vrouw (die Frau)
dat Kind / het Kind (das Kind)
Die Personalpronomina sind einander ähnlich insbesondere hat dritte Person Singular eine andere Wurzel als Hochdeutschen (he statt er)
Singular: Ik du/je he/hij se/ze dat/et het du er sie es)
Plural: Wi/wij ji/jullie se/ze (wir ihr sie)
Possesivpronomina
Singular: mien/mijn dien/dijn hüm/em hör/ehr/har (mein dein ihr)
Plural: uns/onz jem
Demonstrativpronomina (hier gibt es - anders als Deutschen- nur zwei Genera: geschlechtlich und sächlich)
Singular: de dit de/die dat (dieser/diese dieses jenes)
Plural: düsse/dese/deze de/die (diese jene)
Das Präfix ge- für die Charakterisierung des Partizips Perfekt davon abgeleiteter Substantive ist - ähnlich wie der hochdeutschen Sprachentwicklung - zunächst in die ( mittelniederdeutsch und mittelniederländisch integriert worden im nordniedersächsischen ostniederdeutschen Raum ( Nordniedersächsisch und Mecklenburgisch ) jedoch nicht vollständig. Dort ist dieses vermutlich auch unter Einfluss der schwedischen und Regentschaft in Teilen Norddeutschlands sowie der Beziehungen Skandinavien in der gesprochenen später auch der Sprache nicht mehr aufzufinden. Dementsprechend findet man Präfix im Niederländischen Westfälischen und Ostfälischen aber im Ostfriesischen Nordniedersächsischen und Mecklenburgischen.
Das Perfekt und Plusquamperfekt wird - wie im Deutschen - mit dem Hilfsverb hebben gebildet.
Das Futur wird - anders als Deutschen und ähnlich wie im Englischen mit Hilfsverb sallen / schallen / zullen (verwandt aber nicht bedeutungsidentisch mit dem sollen gebildet
Ik schall na School gahn kann sowohl Ich werde zur Schule gehen als auch Ich soll zur Schule gehen bedeuten.
Das Kasussystem ist - parallel zum Englischen und skandinavischen Sprachen auf drei Fälle - vereinfacht und Dativ sind zum Objektiv vereinigt:
Ik kiek den Mann an (Ich sehe Mann an Akkusativ)
Ik geev den Mann Geld (Ich geben Mann Geld Dativ)
Diese Entwicklung setze zunächst im Norden niederdeutschen Sprachgebiets ein setzte sich dann aber Süden (Niederländisch Westfälisch) weiter durch).