Gade war erst Violinist an der königlichen Kapelle betrieb aber unter Andreas Peter Berggreens Leitung so ernste Kompositionsstudien daß er schon 1841 mit seiner später unter dem Titel "Nachklänge an Ossian" erschienenen Ouvertüre den vom Kopenhagener Musikverein Preis erhielt.
1843 ging er mit königlichem Stipendium zu seiner weiteren Ausbildung nach Leipzig wo er in Mendelssohn einen eifrigen Beschützer fand und durch Vermittelung im Gewandhaus zwei Symphonien in C moll und in E dur zur Aufführung brachte. Für die Saison 1844 - 1845 übernahm er die Leitung der Gewandhauskonzerte er auch im nächsten Winter mit Mendelssohn und in der Saison 1847 - 1848 wieder allein hatte.
Im Frühling 1848 ließ er sich bleibend in Kopenhagen erhielt hier eine Anstellung als Organist nebst dem Titel eines Professors und übernahm zugleich die Leitung eines der in den Wintermonaten regelmäßige Konzertaufführungen veranstaltet.
Als Komponist schließt sich Gade eng Mendelssohn an wiewohl es ihm keineswegs an mangelt. Namentlich gelangt in seinen Orchesterkompositionen unter außer den oben genannten noch die Ouvertüre "Im Hochland" die R dur-Symphonie ein Oktett für Streichinstrumente und zwei Violinsonaten hervorragen ein nationales Element zur Geltung in der Folge für die skandinavische Komponistenschule geworden ist.
Weniger ausgeprägt erscheint dasselbe in seinen den Kantaten "Comala" "Erlkönigs Tochter" "Frühlingsbotschaft" "Die Kreuzfahrer" u. a. welche im übrigen wie seine kleinern Arbeiten für Gesang und für (z. B. die "Aquarellen" ) den Orchesterwerken an künstlerischem Wert nicht