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Nikolaus I. (Russland)


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Nikolaus Pawlowitsch (* 6. Juli ( 25. Juni russischer Zeitrechnung) 1796 im Schloß Gatschina bei Petersburg 2. März / 18. Februar 1855 ) war als Nikolaus I. Zar von Russland der dritte Sohn des Zaren Paul I. von dessen zweiter Gemahlin Maria Feodorowna Dorothea von Württemberg).

Er wurde mit seinem jüngeren Bruder (geb. 1798 ) von seiner vortrefflichen Mutter sorgfältig und erzogen und genoß einen guten Unterricht. Während Regierung des ältern Bruders Alexander I. blieb er gänzlich von den Geschäften Staatslebens entfernt. 1814 / 15 bereiste er mehrere Länder Europas. Nachdem sich am 13. Juli 1817 mit Charlotte von Preußen ältester Tochter Friedrich Wilhelms III. von Preußen vermählt hatte lebte er zurückgezogen im Kreis im Anitschkowschen Palast in Petersburg. Sein beschränkte sich auf bloßen Garnisondienst wobei er Rang eines Oberinspektors beim Geniewesen bekleidete. Nach I. Tod ( 1. Dezember 1825 ) fiel ihm infolge der geheimen und selbst unbekannten Resignation des ältern Bruders des Konstantin die Krone von Russland zu. Aber als Konstantin seine Entsagung bestätigt hatte übernahm am 24. Dezember formell die Regierung und wurde am 3. September 1826 in Moskau gekrönt.

Eine seit Jahren vorbereitete Militärverschwörung der Dekabristen welche am 26. Dezember 1825 zum Ausbruch kam unterdrückte er mit persönlichen Mute Dies Ereignis sowie die Wahrnehmung gewissen innern Zerrüttung welche das milde schwankende Alexanders I. zurückgelassen übten sicherlich bedeutenden Einfluss die Regierungspolitik des neuen Herrschers der wenn auch anfangs die Minister seines Bruders beibehielt ein autokratisches Regiment errichtete das sich auf zahlreiche unbedingt ergebene Bürokratie vor allem aber auf ein zahlreiches Heer stützte. Die Bevorzugung des Militärs zeigte sich schon in der massenhafte der militärischen Umgebung seiner Person; die Berechtigung Generaladjutanten bei allen Behörden Einsicht in die Rechenschaft über die Verwaltung Vorlegung der Rechnungen fordern zu können stellte alle Zivilverwaltung unter Aufsicht. Die Aufhebung der Leibeigenschaft lehnte Nikolaus 1826 entschieden ab. Zwar befahl ein Ukas verschiedenen Lokalbehörden darüber zu wachen dass die "nichts Übermäßiges" von ihren Bauern fordern sollten; bei der Bestechlichkeit der Behörden blieb der wirkungslos und selbst die Gesetze welche später Erleichterung der Leibeigenschaft gegeben wurden verbesserte das der Eigenhörigkeit nur wenig.

Die äußere Politik des Kaisers war den ersten Jahren seiner Regierung vorzugsweise auf und die Eroberung der Türkei gerichtet. Der persische Krieg brachte in Frieden von Turkmantschai ( 28. Februar 1828 ) Russland einen bedeutenden Zuwachs an Ländergebiet. begann er den Krieg gegen die Türkei an dem er obwohl er nicht Oberbefehl führte selbst teilnahm und der Russland im Frieden von Adrianopel die Ostküste des Schwarzen Meers den freien Verkehr auf der Donau im Schwarzen Meer und im Mittelmeer und als weitere Folge die Gründung griechischen Königreichs einbrachte. Die polnische Erhebung die 1831 erst nach neunmonatlichem verheerenden Kampf unterdrückt konnte weckte die leidenschaftlichste Rache des Zaren sich fortan als den Hort der Legitimität des Rechts gegen die Revolution betrachtete. Russland ward mehr und mehr von der westlichen abgeschlossen und ein verderbliches Polizei- und Spionennetz sich namentlich über die westlichen Provinzen.

Mit der Russifizierung der verschiedenen Nationalitäten Versuche systematischer Bekehrung der Protestanten und Katholiken zur orthodoxen Kirche Hand in Hand; selbst die griechisch-unierte Kirche mußte 1840 ihre Vereinigung mit der orthodoxen geschehen Der wachsende Einfluss Russlands im Orient zeigte besonders als sich Sultan Mahmud II. im Vertrag von Hunkiar Skelessi 1833 Nikolaus in die Arme warf und ihm Hilfe gegen den rebellischen Pascha von Ägypten erflehte. In den politischen Stürmen von 1848 und 1849 bewahrte Nikolaus eine zuwartende Haltung bis die günstige Gelegenheit fand seinen Einfluss nach Seiten hin wieder zu sichern. So knüpfte Intervention in Ungarn die österreichische Politik an sein Interesse und das der deutschen Sache befestigte seinen Einfluss in Dänemark (1. Deutsch-Dänischer Krieg ) während er sich in dem österreichisch-preußischen 1850 zum Schiedsrichter aufwarf.

Sein Einfluss auf Friedrich Wilhelm IV. dem seine schroffe Energie und sein Auftreten gegen alles was er Revolution nannte war sehr groß und die reaktionär-pietistische Partei Preußen verehrte ihn als ihren Vater. Die des Napoleonischen Kaisertums in Frankreich förderte das festere Anschließen der nördlichen an den Zaren und gewährte die Aussicht die Isolierung oder gar Bundesgenossenschaft Englands . Dennoch erwiesen sich die gewonnenen Beziehungen unzureichend als Nikolaus 1853 zur Ausführung des längst vorbereiteten Plans die Türkei schritt. England und Frankreich traten ihn in den Krieg um die Krim und Österreich nahm eine mehr feindliche freundliche Stellung ein. Nikolaus stand allein den Feinden gegenüber; die Heeresorganisation Russlands zeigte sich der Einfall in die Türkei mißlang die Krim wurde von den Verbündeten angegriffen und russische Armee an der Alma und bei Inkerman geschlagen. Nikolaus wurde höchste davon erschüttert und noch war der nicht beendet als er 2. März / 18. Februar 1855 starb.

Nikolaus war unzweifelhaft ein Charakter von Prägung und die hervorragendste Herrscherpersönlichkeit seiner Zeit. war eine stattliche schöne Erscheinung; in dem des Antlitzes herrschten Strenge und Majestätsbewußtsein vor nur selten und nur für Augenblicke einem Ausdruck wichen. Aus seiner sehr glücklichen Ehe hervor:



Dieser Artikel basiert auf einem Text aus Konversationslexikon 1888

Vorgänger:
Alexander I.
Russische Zaren Nachfolger:
Alexander II.



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