Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Nikomachische Ethik ist die bedeutendste der drei erhaltenen ethischen Schriften Aristoteles. Wie auch die Eudemische und die so genannte "Große Ethik" wurde vermutlich nicht von Aristoteles selbst in der erhaltenen Form verfasst sondern später aus Einzelschriften seinen Schülern zusammengestellt.
Wie auch für Platon und die meisten anderen Philosophen der Antike steht im Zentrum der Ethik für der Begriff der Glückseligkeit. Glückseligkeit (eudaimonia) wird als das höchste Gut Das folgt für Aristoteles daraus dass die für sich selbst steht - sie ist wie andere Güter lediglich Mittel zum Zweck. Gegensatz zu anderen Gütern erstreben wir Glückseligkeit ihrer selbstwillen. Sie ist wie Aristoteles sagt vollkommene und selbstgenügsame Gut und das Endziel Handelns." (1097 b20)
Doch worin besteht nun die Glückseligkeit? sieht die Glückseligkeit nicht als Zustand sondern eine Tätigkeit oder besser ein Tätigsein. Als Tätigkeit betrachtet er diejenige die den Menschen und ihn von anderen Lebewesen unterscheidet. Auf Suche nach einem Unterscheidungskriterium gelangt Aristoteles zur Vernunft die nur dem Menschen zu eigen
Aristoteles definiert die Glückseligkeit als eine der Seele gemäß der vollkommenen Tugend (arete). Die Glückseligkeit besteht im bios theoretikos im kontemplativen
Aristoteles unterteilt die menschliche Seele in vernunftlosen und einen vernunftbegabten Teil. Der vernunftlose sich wiederum zusammen aus dem vegetativem Seelenvermögen selbst die Pflanzen besitzen und einem animalischen der Mensch mit den Tieren gemeinsam hat. animalische Teil das begehrende und strebende ist der Vernunft zum Teil steuerbar.
Aristoteles teilt die Tugenden in zwei ein: Die dianoetischen (verstandesmäßigen) Tugenden entstehen aus die ethische Tugenden hingegen ergeben sich aus Gewohnheit. In Analogie zum Beherrschen eines Musikinstruments man die Tugenden indem man sie ausübt.
Sie beziehen sich auf die Leidenschaften die Handlungen die aus diesen Leidenschaften herrühren. ethischen Tugenden bestehen in der Zähmung und des irrationalen triebhaften Teils der Seele. Dabei Aristoteles eine Ethik des Maßhaltens (man könnte sagen: er vertritt eine Ethik des Mittelmaßes): den ethischen Tugenden gilt es die richtige zu treffen zwischen Übermaß und Mangel. Am verdeutlichen lässt sich dies am Beispiel der Die Tapferkeit bewegt sich zwischen den Extremen Feigheit und der Tollkühnheit - weder die ist wünschenswert noch eine übersteigerte vernunftlose Tapferkeit Aristoteles als Tollkühnheit bezeichnet. Der Tapfere hält das richtige Maß. Ähnlich verhält es sich andere ethische Tugenden Großzügigkeit Besonnenheit der richtigen usw.
Die dianoetischen Tugenden sind den ethischen einerseits da sie sich nur auf den rationalen Seelenteil beziehen andererseits da nur durch die vollkommene Glückseligkeit das Leben in der Schau der Wahrheit (theoria) der bios theoretikos werden kann. Wissenschaft (episteme) Kunstfertigkeit (techne) Klugheit Vernunft (nous) und Weisheit (sophia)
Die ethischen Tugenden stehen in engem mit Lust und Schmerz . Die Hinwendung der Menschen zum Schlechten Aristoteles damit dass die Menschen die Lust und den Schmerz fürchten. Diese natürliche Verhaltensweise es durch Erziehung zum Guten zu beeinflussen zu steuern. Aus diesem Grund rechtfertigt er Züchtigung: "sie sind eine Art Heilung und Heilungen werden naturgemäß durch das Entgegengesetzte vollzogen."
Doch auch die Ausübung der Tugend mit dem Angenehmen und der Lust verbunden. differenziert zwischen verschiedenen Arten der Lust von lediglich manche für den Menschen schädlich sind. verurteilt die Lust also nicht prinzipiell.
Auch dem Glückhaben (eutychia) - im zur Glückseligkeit - weist er einen Platz Auch wenn die Glückseligkeit in der Ausübung Tugend besteht müssen gewisse äußere Umstände gegeben
"Die Gerechtigkeit ist also eine Mitte nicht auf dieselbe Art wie die übrigen sondern weil sie die Mitte schafft. Die dagegen schafft die Extreme." (1133 b 32)